Microsoft Copilot Notebooks erzeugt Videos aus Dokumenten
01.02.2026 - 11:52:12Microsoft stattet seine KI-Assistenten mit Videoproduktion aus – ein strategischer Schub für die Büroarbeit der Zukunft.
Microsoft testet eine neue Funktion, die aus statischen Notizen und Dokumenten automatisch Videos erstellt. Die als „Video-Übersichten“ bezeichnete Technologie in Copilot Notebooks analysiert Texte, Daten und Dateianhänge. Anschließend generiert sie ein Skript, kombiniert es mit Archiv-Bildmaterial und einer KI-Stimme. Das Ergebnis: ein kurzes, erzähltes Erklärvideo. Die Funktion befindet sich in einer exklusiven Vorabversion und soll bis Ende Februar 2026 für kommerzielle Kunden allgemein verfügbar werden.
Vom Projektbericht zum Erklärfilm
Hinter der Innovation steckt eine klare Produktivitätsvision. Wissensarbeiter sollen komplexe Projektergebnisse oder Forschungsdaten schnell teilen können – ohne manuellen Videobearbeitungsaufwand. Das System verarbeitet Inhalte aus Word-Dokumenten, PDFs und Meeting-Transkripten, die in einem digitalen Notizbuch gesammelt sind.
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Die Technologie integriert die generative Videokunst von OpenAIs Sora 2-Modell, das Microsoft bereits im Januar in seinen „Create“-Agenten eingebaut hat. Die gezielte Anwendung in Notebooks unterstreicht den Fokus auf geschäftliche Anwender. Für sie soll die Automatisierung handfeste Zeitersparnis und eine höhere Reichweite interner Kommunikation bringen.
KI-Agenten mit festem Wissensanker
Parallel kündigte Microsoft eine weitere Schlüsselfunktion an: „Ground Agents on a Copilot Notebook“. Ab Februar können benutzerdefinierte KI-Assistenten so auf ein bestimmtes Notizbuch als alleinige Wissensbasis zugreifen.
Diese Verankerung ist entscheidend für den zuverlässigen Unternehmenseinsatz. Ein auf ein Projekt-Notizbuch „gegroundeter“ Agent beantwortet Fragen oder verfasst E-Mails strikt auf Basis der darin enthaltenen Informationen. Das minimiert das Risiko von Halluzinationen – also frei erfundenen KI-Antworten – und schafft konsistente Projektkommunikation. Analysten sehen darin eine wichtige Vertrauensgrundlage, da die KI nur auf geprüfte interne Daten zurückgreift und nicht auf unsichere Internetquellen.
Strategiewechsel: Fokus auf Business-Tools
Der Ausbau der Notebook-Funktionalität erfolgt in einer strategisch spannenden Phase. Zeitgleich prüft Microsoft Berichten zufolge, KI-Integrationen in anderen Bereichen zurückzufahren. Nutzer hatten sich über „Feature-Bloat“ – also überfrachtete Funktionen – in Windows-Grundprogrammen wie Editor und Paint beschwert.
Während die KI für Verbraucher möglicherweise dezentraler wird, treibt Microsoft geschäftliche Produktivitätstools offenbar entschlossen voran. Die Investition in Copilot Notebooks signalisiert eine klare Priorität: hochwertige, workflow-optimierende KI für Unternehmen, statt allgegenwärtiger, aber oberflächlicher Integration.
Die Videofunktion passt perfekt in dieses Bild. Sie automatisiert einen aufwendigen Prozess und soll so den Return on Investment für teure Microsoft 365 Copilot-Lizenzen demonstrieren. Die Funktion soll für bestehende Lizenzinhaber standardmäßig aktiviert werden, ohne dass Administratoren eingreifen müssen.
Was kommt als Nächstes?
Die Integration von Sora 2 legt den Grundstein für noch ausgefeiltere Videos. Zukünftige Versionen könnten über Archivmaterial hinausgehen und komplett KI-generierte Szenen basierend auf dem Notebook-Text erstellen. Unternehmen werden genau beobachten, ob diese multimodalen Tools ihr Versprechen halten, die Unternehmenskommunikation zu revolutionieren.
Microsoft hat weitere Details zu Copilot Agents und Notebook-Fähigkeiten für den nächsten Monatsupdate angekündigt. Der Wettlauf um die produktivste Büro-KI ist in eine neue Runde gegangen.
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