Microsoft Clarity: Neues Tool entlarvt KI-Bots auf Websites
23.01.2026 - 02:21:12Microsofts kostenlose Analyse-Plattform Clarity bringt Licht in den wachsenden Datenverkehr durch künstliche Intelligenzen. Das neue Feature hilft Unternehmen, echte Nutzer von automatisierten Systemen zu unterscheiden – und so ihre Strategien präziser zu planen.
Am 21. Januar 2026 stellte der Tech-Riese ein „Bot Activity“-Dashboard vor. Dieses KI-gestützte Tool analysiert Server-Logs und macht so Interaktionen sichtbar, die für herkömmliche, browserbasierte Analysen unsichtbar bleiben. Es identifiziert Muster von KI-Crawlern und Such-Bots. Für Website-Betreiber und Digital-Marketer bedeutet das: Sie können endlich das Ausmaß und die Quellen automatisierter Besuche genau nachvollziehen.
Das System setzt direkt an der Quelle an. Es sammelt Daten von unterstützten Content Delivery Networks (CDNs) und Servern. So erfasst es den „Upstream“-Verkehr, noch bevor er zu einer Referenz in einer KI-Antwort wird. Das Dashboard zeigt den Anteil der Bot-Besuche am Gesamtverkehr, listet die verantwortlichen Bot-Betreiber auf und nennt die am häufigsten aufgerufenen Seiten.
Für Nutzer des weit verbreiteten CMS WordPress ist die Integration bereits automatisch über das neueste Clarity-Plugin aktiviert. Andere Anwender können die Funktion in den „AI Visibility“-Einstellungen ihres Projekt-Dashboards freischalten, sofern sie ein kompatibles CDN oder einen Server nutzen.
Passend zum Thema KI‑Sichtbarkeit und Bot‑Traffic: Seit 1. August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen unterschätzen die Pflichten. Ein kostenloses E‑Book zur KI‑Verordnung erklärt kompakt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifikation, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen. Praktische Checklisten helfen Entwicklern und Produktmanagern, die Compliance schnell umzusetzen und Bußgelder zu vermeiden. Holen Sie sich jetzt den Umsetzungsleitfaden für die Praxis. KI‑Verordnung: Kostenlosen Umsetzungsleitfaden herunterladen
Warum Bot-Transparenz heute unverzichtbar ist
Die Notwendigkeit für solche Tools wächst rasant. Automatisierter Traffic beschränkt sich längst nicht mehr auf Suchmaschinen. Heute crawlt ein komplexes Ökosystem aus KI-Agenten ununterbrochen das Web – etwa zum Trainieren von Sprachmodellen. Diese anhaltenden, volumenstarken Anfragen belasten die Website-Infrastruktur, erhöhen Kosten und können die Performance beeinträchtigen.
Die Herausforderung wird durch immer raffiniertere Bots größer. Eine Studie vom Dezember 2025 zeigte: KI-Agenten geben sich zunehmend als menschliche Nutzer aus, um Abwehrmaßnahmen zu umgehen. Einfache Erkennungsmethoden wie die Analyse des „User Agent“ reichen nicht mehr aus. Microsofts Ansatz setzt daher auf die Auswertung mehrerer Signale, um verifizierte Bots zu identifizieren und irreführende Daten auszufiltern.
Saubere Daten für bessere Entscheidungen
Die klare Trennung von menschlichem und Bot-Verkehr revolutioniert die Verhaltensanalyse. Heatmaps und Session-Aufzeichnungen liefern plötzlich zuverlässigere Erkenntnisse über echte Nutzer. Das ist entscheidend für Marketing-Teams, die eine saubere Return-on-Ad-Spend-Kalkulation brauchen, oder für Produktmanager, die echte Nutzerprobleme von künstlich erzeugter „Churn“-Rate unterscheiden müssen.
Aus dem einstigen Hintergrundrauschen wird ein messbarer Datensatz. Unternehmen können nun fundiert bewerten, welches Interesse KI-Systeme an ihrem Content haben – und ob dieses Interesse in konkrete Vorteile wie Zitate in KI-Assistenten umschlägt. Microsoft spricht hier von einem Schritt hin zum „Agentic Web“, einer Internet-Landschaft, in der Inhalte zunehmend durch KI vermittelt und konsumiert werden.
Ein kostenloses Tool im Wettbewerb mit Premium-Anbietern
Mit dieser Innovation positioniert sich Microsoft Clarity deutlich im Wettbewerb der Web-Analyse-Tools. Eine solche sophisticated Funktion gratis anzubieten, greift bezahlte Spezialdienste an. Es passt zur übergreifenden Microsoft-Strategie, KI in die gesamte Produktpalette zu integrieren, um intelligenteres Feedback zu liefern.
Der Einfluss von Plattformen wie ChatGPT, Microsoft Copilot und Google Gemini auf das Web-Traffic-Aufkommen wird weiter zunehmen. Forschungsergebnisse vom Ende 2025 belegten: Obwohl KI-Referrals noch einen kleinen Teil des Gesamtverkehrs ausmachten, expandierten sie rapide und wiesen eine deutlich höhere Konversionsrate auf als Besucher aus traditionellen Kanälen wie der organischen Suche.
Die Fähigkeit, diese ersten Interaktionen zwischen KI-Bots und Webinhalten zu messen, wird immer wichtiger. Künftige Entwicklungen könnten fortgeschrittene Analysen umfassen, die Crawling-Aktivität direkt mit daraus resultierenden Referrals und Zitaten korrelieren. Microsofts neues Tool liefert jetzt die grundlegende Transparenz, die nötig ist, um in dieser sich wandelnden Beziehung zwischen Content und den ihn konsumierenden KI-Systemen navigieren zu können.
PS: Übergangsfristen zur KI‑Verordnung laufen – sind Ihre Systeme richtig klassifiziert? Dieser kostenlose Leitfaden fasst die wichtigsten Fristen, Kennzeichnungsvorgaben und Dokumentationsschritte punktgenau zusammen. Er zeigt, welche Nachweise Prüfer erwarten und welche internen Prozesse Sie sofort anpassen sollten. Perfekt für IT‑Teams, Compliance‑Verantwortliche und Produktmanager, die KI‑Agenten betreiben oder integrieren. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnung‑Leitfaden sichern


