Microsoft, Einzelpläne

Microsoft beendet Einzelpläne für SharePoint und OneDrive

02.02.2026 - 22:23:12

Microsoft schafft eigenständige Lizenzen für SharePoint Online und OneDrive for Business ab. Ab 2026 sind die Dienste nur noch als Teil der Microsoft 365-Pakete erhältlich.

Microsoft zwingt Kunden in sein Ökosystem: Der Tech-Riese stellt die eigenständigen Pläne für SharePoint Online und OneDrive for Business schrittweise ein. Ab Juni 2026 können diese Dienste nur noch als Teil der gebündelten Microsoft 365-Pakete bezogen werden. Für Tausende Unternehmen, die bewusst auf die günstigeren Einzellizenzen setzten, beginnt damit eine mehrjährige Übergangsfrist.

Strategische Wende hin zum Gesamtpaket

Konkret betrifft die Einstellung vier Angebote: SharePoint Online Plan 1 und 2 sowie die entsprechenden OneDrive for Business-Pläne. Bislang konnten Firmen so reine Cloud-Speicher- und Kollaborationsdienste beziehen, ohne die teureren Komplettpakete mit Office-Apps, Teams und Exchange lizenzieren zu müssen.

Fahrplan: Letzte Verlängerung 2027

Der Ausstieg erfolgt in mehreren, klar definierten Schritten:
* Ab 1. Juni 2026 sind die Einzelpläne für Neukunden nicht mehr erhältlich.
* Ab Januar 2027 können bestehende Kunden ihre Lizenzen nicht mehr verlängern. Bestehende Verträge laufen bis zu ihrem Ende weiter.
* Bis Dezember 2029 werden die Dienste dann vollständig abgeschaltet.

Unternehmen haben also noch knapp ein Jahr, um neue Standalone-Lizenzen abzuschließen, und insgesamt fast vier Jahre für die vollständige Migration.

Alternativen: Komplettpaket oder Flexibilität

Microsoft empfiehlt betroffenen Kunden den Wechsel in ein Microsoft 365 Business- oder Enterprise-Paket. Das ist die naheliegende, aber oft teurere Lösung.

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Für Firmen, die vor allem Speicherplatz benötigen, zeigt der Konzern zwei andere Wege auf:
1. Den Kauf von SharePoint Storage Capacity Packs.
2. Ein künftiges Pay-as-you-go-Modell für SharePoint-Speicher, das mehr Flexibilität verspricht. Dieses Modell wurde Ende 2025 auf die Roadmap gesetzt und soll es erlauben, Speicher ohne zusätzliche Nutzerlizenzen zu skalieren.

Gerade Organisationen, die viele Einzellizenzen nur für zusätzlichen Speicher hielten, müssen diese Optionen jetzt prüfen.

Analyse: Der Zwang zum Ökosystem

Die Entscheidung ist ein klassischer Schritt zur Kundenbindung. Indem Microsoft den Einstiegspunkt auf die umfassenden Suites verlegt, vereinfacht es Vertrieb und Support, steigert den Umsatz pro Nutzer und erschwert einen Wechsel zu Konkurrenzprodukten.

Für viele Firmen bringt das Bundle mehr Werkzeuge und möglicherweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch für kleinere Unternehmen oder Nischenanwender stellt die Abschaffung der günstigen Einzelpläne eine echte Hürde dar. Sie müssen sich nun zwischen höheren Kosten für ein umfangreiches Paket und dem Aufwand für eine alternative Lösung entscheiden. Die lange Übergangsfrist bis 2029 soll diesen Bruch abfedern.

Die Botschaft ist klar: Microsofts Zukunft der digitalen Produktivität ist integriert, sicher und spielt sich ausschließlich innerhalb von Microsoft 365 ab. Die Uhr tickt für alle, die noch eigenständig unterwegs sind.

@ boerse-global.de