Michigan, Krypto-ATMs

Michigan will Krypto-ATMs mit neuem Gesetz regulieren

27.01.2026 - 01:54:12

Michigan will mit einem neuen Gesetz landesweit einheitliche Regeln für Krypto-Geldautomaten schaffen. Es sieht Warnhinweise, Betrugsprävention und ein Verbot lokaler Vorschriften vor.

Der US-Bundesstaat Michigan will mit einem neuen Gesetz landesweit klare Regeln für Krypto-Geldautomaten schaffen. Die Initiative zielt darauf ab, Verbraucher vor Betrug zu schützen und einen Flickenteppich lokaler Vorschriften zu verhindern.

Gesetzentwurf soll Verbraucher schützen

Der Gesetzentwurf HB 5469, die „Virtual Currency Kiosk Consumer Protection Act“, wurde am 22. Januar eingebracht. Er sieht einen umfassenden staatlichen Rahmen für Betreiber sogenannter Bitcoin-ATMs vor. Diese Automaten, über die Nutzer Bargeld in Kryptowährungen wie Bitcoin umtauschen können, stehen seit längerem in der Kritik. Ermittler und Verbraucherschützer sehen in ihnen ein Einfallstor für Finanzbetrug, bei dem ahnungslose Opfer oft hohe Summen verlieren.

Kern des Vorhabens sind strenge Transparenz- und Sicherheitspflichten für die Betreiber. Sie müssten klare Warnhinweise an den Automaten anbringen, die über die Risiken aufklären: Dass Kryptowährungen kein gesetzliches Zahlungsmittel sind, Transaktionen oft unwiderruflich sind und das Betrugsrisiko hoch ist. Zudem wären Anti-Betrugsprogramme, Live-Kundenservice und regelmäßige Meldungen an die Aufsichtsbehörde verpflichtend. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro pro Vergehen.

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Einheitliche Regeln statt lokaler Verbote

Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist die Vormachtstellung des Bundesstaates. Es würde Kommunen wie Städten und Landkreisen verbieten, eigene, restriktivere Regeln für Krypto-Automaten zu erlassen. Damit soll ein einheitlicher Rechtsrahmen für ganz Michigan geschaffen werden.

Hintergrund sind bereits ergriffene lokale Maßnahmen. So hatte etwa die Stadt Sterling Heights nach 23 Betrugsfällen mit Schäden von über 500.000 Euro im Dezember 2025 eine eigene Lizenzpflicht eingeführt. Andere Gemeinden zogen nach. Der Staat will mit seinem Gesetz nun diese „Grauzone“ beseitigen und Planungssicherheit für Unternehmen schaffen, während ein Basisschutz für alle Verbraucher gewährleistet wird.

Reaktion auf Betrugswelle und politischer Druck

Der Vorstoß ist eine direkte Reaktion auf eine wachsende Welle von Betrugsfällen. Bereits im April 2025 hatte Michigans Justizministerin Dana Nessel vor den Risiken der Automaten gewarnt. Sie betonte, dass überwiesene Gelder nahezu nicht zurückverfolgbar seien.

Das geplante Gesetz konzentriert sich anders als frühere parlamentische Diskussionen rein auf Verbraucherschutz und Cybersicherheit. Es versucht einen Spagat: den Zugang zu innovativer Finanztechnologie zu ermöglichen, gleichzeitig aber die erheblichen Betrugsrisiken einzudämmen. Für die Kryptobranche bedeuten die Regeln zwar höhere Compliance-Kosten. Ein landesweit einheitlicher Standard könnte jedoch besser sein als ein undurchsichtiges Dickicht lokaler Vorschriften.

Was kommt als nächstes?

Der Gesetzentwurf liegt nun im zuständigen Ausschuss für Regulierungsreform. Dort werden Anhörungen und mögliche Änderungen folgen. Beobachter sehen in dem Vorhaben einen möglichen Modellcharakter für andere US-Bundesstaaten, die mit der Regulierung der Schnittstelle von digitalen Währungen und Verbraucherschutz kämpfen. Ob und in welcher Form das Gesetz verabschiedet wird, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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