MIA-Gesundheitszentrum, Liesing

MIA-Gesundheitszentrum: 95-Millionen-Projekt startet in Liesing

28.11.2025 - 02:01:12

In Wien-Liesing entsteht bis 2028 für 95 Millionen Euro das größte privat finanzierte Gesundheitszentrum Österreichs mit Fokus auf Kassenärzten und Kapazität für 5.000 Patienten täglich.

Die Bagger rollen in Wien-Liesing. Am Mittwoch fiel der offizielle Startschuss für das MIA Gesundheitszentrum in der Fröhlichgasse 42 – die größte privat finanzierte Gesundheitsimmobilie Österreichs. Bis Ende 2028 entsteht hier für rund 95 Millionen Euro ein medizinisches Versorgungszentrum der Superlative.

Das Projekt ist ambitioniert: Auf 21.000 Quadratmetern sollen künftig bis zu 5.000 Patienten täglich behandelt werden. Der Clou? Anders als bei vielen privaten Gesundheitszentren liegt der Fokus klar auf Kassenärzten statt teuren Wahlarzt-Praxen.

„Das MIA wird einer breiten Bevölkerungsschicht eine wohnortnahe und qualitätsvolle medizinische Versorgung bieten”, betont Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR, die das Projekt gemeinsam mit der MZL Beteiligungs & Immobilienentwicklungs GmbH realisiert. Der Schwerpunkt liege eindeutig bei der Kassenmedizin.

Eine bewusste Entscheidung, die Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ) begrüßt: „Das Projekt ist ein sehr wichtiger Schritt für die Gesundheitsversorgung unserer Liesingerinnen und Liesinger.” Besonders in einem Bezirk ohne eigenes öffentliches Krankenhaus sei die Bündelung von Fachärzten an einem gut erreichbaren Standort essenziell.

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Erste Ankermieter stehen bereits fest, darunter Radiologe Dr. Erich Steiner. Neben medizinischen Praxen und Therapieeinrichtungen ziehen auch eine Apotheke, ein Sanitätshaus sowie Gastronomie und Bankfilialen ein.

Die Fakten zum Mammutprojekt

Die Dimensionen des Bauvorhabens:

  • 12 Geschosse (acht oberirdisch, vier unterirdisch)
  • 21.000 m² Bruttogeschossfläche
  • Investitionsvolumen: 95 Millionen Euro
  • Kapazität: bis zu 5.000 Patienten täglich
  • Bauzeit: 36 Monate bis Ende 2028
  • Standort: Fröhlichgasse 42, wenige Gehminuten vom Bahnhof Liesing

Grün, modern, nachhaltig

Die Architektur setzt neue Maßstäbe im Bezirk. Die Visualisierungen zeigen eine moderne Fassade mit wabenartiger Struktur, die komplett begrünt werden soll. Auf den Dachflächen entstehen „grüne Erholungsoasen” und Bereiche für Urban Gardening.

Das Gebäude strebt das Nachhaltigkeitszertifikat ÖGNI Gold an. Die PORR fungiert nicht nur als Bauunternehmen, sondern über ihre Tochterfirma hospitals GmbH auch als strategischer Partner für Entwicklung und späteren Betrieb.

Antwort auf den Wohnbau-Boom

Das MIA-Zentrum kommt nicht von ungefähr. In den letzten Jahren sind rund um das Stadtentwicklungsgebiet Atzgersdorf tausende neue Wohnungen entstanden. Die soziale Infrastruktur hinkte diesem Boom oft hinterher.

Die direkte Nähe zum Bahnhof Liesing macht das Zentrum auch für Patienten aus Mödling und dem südlichen Umland attraktiv. Immobilienexperten bewerten das Projekt positiv: Gesundheitsimmobilien gelten als resiliente Anlageklasse – gerade in volatilen Zeiten.

Die nächsten Schritte

Mit dem Spatenstich beginnen nun die Tiefbauarbeiten. Der Aushub und die Baugrubensicherung für die vier Untergeschosse stellen die erste große technische Herausforderung dar. Für die Anrainer bedeutet das zunächst Baustellenverkehr, langfristig aber eine massive Aufwertung des Grätzels.

Bleibt die Frage: Wie schnell lassen sich die Mietflächen mit Kassenärzten füllen? Angesichts des allgemeinen Ärztemangels in Österreich keine triviale Herausforderung. Doch wenn der Zeitplan hält, werden die ersten Patienten Ende 2028 behandelt – in Wiens größtem privaten Gesundheitszentrum.

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