Update, Charakter-Rigging

mGear 5.2: Neues Update revolutioniert Charakter-Rigging in Maya

29.01.2026 - 16:25:12

Das Open-Source-Tool mGear 5.2 für Autodesk Maya führt Blueprint Guides und neue Workflow-Tools ein, um Produktionspipelines in Animation und VFX zu standardisieren und zu beschleunigen.

Die Open-Source-Community erhält mit mGear 5.2 ein mächtiges Update für das beliebte Rigging-Framework in Autodesk Maya. Die am 22. Januar 2026 veröffentlichte Version setzt neue Maßstäbe für Effizienz und Standardisierung in Animations- und VFX-Pipelines.

Blueprint Guides: Der Schlüssel für einheitliche Studio-Pipelines

Ein Kernstück des Updates ist das neue Blueprint Guides-System. Es ermöglicht Technical Directors und Rigging-Leads, standardisierte Rig-Einstellungen zu definieren und über mehrere Charaktere hinweg zu teilen. So können Teams für alle ähnlichen Figuren – wie Zweibeiner oder Vierbeiner – dieselben Grundkonventionen sicherstellen.

Dieser Ansatz ist entscheidend, um Inkonsistenzen zu vermeiden, wenn mehrere Künstler an verschiedenen Charakteren arbeiten. Das System bleibt dennoch flexibel: Es erlaubt Anpassungen für einzigartige Charakter-Morphologien, ohne den etablierten Standard zu brechen. Visuelle Hinweise im Interface zeigen an, wann ein Rig aktiv eine Blueprint-Vorlage nutzt.

Die Benutzerfreundlichkeit steht im Fokus von Version 5.2. Die komplett überarbeitete Custom Steps-Oberfläche bietet nun Drag-and-Drop-Funktionalität, um Rigging-Schritte einfach neu anzuordnen. Zusätzliche Features wie klappbare Abschnitte und benutzerdefinierte Schrittgruppen erleichtern die Verwaltung komplexer Build-Skripte. Konfigurationen lassen sich nun per JSON-Datei importieren und exportieren.

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Ein weiteres Highlight ist xPlorer, ein moderner Ersatz für Mayas standardmäßigen Outliner. Inspiriert von Tools aus anderen DCC-Anwendungen wie Blender oder Cinema 4D, bietet xPlorer Multi-Auswahl, Sichtbarkeits-Umschalter, einen integrierten Attribut-Editor und eine leistungsstarke Suchfunktion.

Verbesserte Guide-Tools und Performance-Optimierungen

Neben den Hauptfeatures bringt das Update zahlreiche Verfeinerungen. Neue Guide Explorer– und Guide Tools bieten eine intuitivere Oberfläche für die Navigation in komplexen Rig-Hierarchien. Ein Guide Visualizer hilft Künstlern, die Beziehungen zwischen verschiedenen Guide-Komponenten besser zu verstehen – besonders nützlich für aufwendige Facial-Setups.

Auch die Kernkomponenten wurden überarbeitet: Der Eye Rigger und der SDK Manager erhielten Usability-Verbesserungen, der HumanIK Mapper eine Batch-Bake-Funktion. Zudem optimierte das Entwicklungsteam die allgemeine Rig-Build-Geschwindigkeit, um wertvolle Arbeitszeit zu sparen.

Von der Nische zum Industrie-Standard

Ursprünglich 2015 veröffentlicht, hat sich mGear von einem Nischen-Tool zu einem umfassenden, modularen System entwickelt. Es ermöglicht Künstlern, ohne tiefgehende Programmierkenntnisse eine Vielzahl von Charakter-Rigs zu erstellen. Seine Leistungsfähigkeit führte zur Übernahme durch zahlreiche VFX-, Animations- und Game-Studios weltweit.

Das Projekt lebt vom Open-Source-Modell. Die kommerzielle Unterstützung und Rigging-Dienste von mcsGear, dem Unternehmen von Lead-Entwickler Miquel Campos, finanzieren die Weiterentwicklung. Die 5.x-Serie markiert einen bedeutenden Schritt nach vorn: Version 5.0 beseitigte bereits die Abhängigkeit von PyMel für bessere Performance und führte ueGear als Brücke zwischen Maya und Unreal Engine ein.

Mit Version 5.2 baut das Framework diese moderne Grundlage weiter aus. Der Fokus liegt klar darauf, reale Produktionsherausforderungen in den Bereichen Workflow-Effizienz und Pipeline-Management zu lösen. In einer Zeit, in der Studios immer komplexere Projekte bewältigen müssen, setzt mGear damit Maßstäbe für effiziente, skalierbare und anpassbare Tools.

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