KI-Startup, Manus

Meta schluckt KI-Startup Manus für Milliarden

27.01.2026 - 01:24:12

Meta hat den KI-Spezialisten Manus übernommen. Für bis zu drei Milliarden Euro sichert sich der Facebook-Konzern eine Schlüsseltechnologie für autonome KI-Assistenten.

Der Deal, der bereits Ende Dezember 2025 angekündigt wurde, ist eine der größten Akquisitionen in Metas Geschichte. Er unterstreicht den strategischen Schwenk des Konzerns hin zu handlungsfähiger, „agentischer“ KI. Diese soll nicht nur chatten, sondern eigenständig Aufgaben erledigen – von Marktforschung bis Reiseplanung.

Das in Singapur ansässige Startup Manus hatte mit seiner Technologie für sich schnell einen Namen gemacht. Im Gegensatz zu reinen Chatbots können seine KI-Agenten komplexe, mehrstufige Workflows autonom ausführen. Ein erfolgreicher Abo-Dienst brachte dem Unternehmen Millionen Nutzer und wiederkehrende Einnahmen.

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Bereits im April 2025 wurde Manus mit rund 500 Millionen Euro bewertet. Das rasante Wachstum und die überzeugende Technologie machten das Startup zu einem begehrten Ziel im hart umkämpften KI-Markt.

Metas Antwort auf die KI-Konkurrenz

Analysten sehen in der Übernahme eine klare strategische Antwort Metas. Während sich Konkurrenten wie OpenAI und Google stark auf Sprachmodelle konzentrierten, setzt Meta nun auf handelnde KI. Die Integration der Manus-Technologie soll den Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp eine Art „Gehirn-Transplantation“ verpassen.

Meta plans einen dualen Ansatz: Den bestehenden Manus-Abo-Dienst will der Konzern eigenständig weiterführen. Gleichzeitig soll die Agenten-Technologie tief in die eigenen Produkte und den Meta AI-Assistenten integriert werden. Dies könnte das Nutzererlebnis fundamental verändern und die Bindung an das Meta-Ökosystem stärken.

Geopolitische Fallstricke gemeistert

Die chinesischen Wurzeln des Gründungsteams brachten geopolitische Komplexität in die Transaktion. Meta betonte, dass Manus im Zuge der Übernahme alle operationellen Verbindungen zu China kappen wird. Dazu gehören der Dienstestopp im Land und die Sicherstellung, dass keine chinesischen Eigentumsanteile mehr bestehen.

Trotz dieser Zugeständnisse prüften chinesische Aufseher den Deal noch auf mögliche Verstöße gegen Exportkontrollen. Manus hatte sein Hauptquartier bereits 2025 von China nach Singapur verlegt – eine Strategie, die viele Tech-Firmen im Spannungsfeld zwischen den USA und China wählen.

Ein „WhatsApp-Moment“ für die KI-Ära?

Die milliardenschwere Investition zeigt den enormen Wert, der auf Technologie für autonome Agenten gelegt wird. Für Meta ist es der drittgrößte Zukauf überhaupt. Der Konzern kauft damit nicht nur Potenzial, sondern ein funktionierendes Geschäft mit echten Kunden.

Kurzfristig dürften Nutzer leistungsfähigere Assistenten in Metas Apps erleben. Langfristig könnte die Technologie neue Geschäftsmodelle ermöglichen und die Werkzeuge für Unternehmen deutlich aufwerten. Die Übernahme festigt Metas Ambition, nicht nur ein Social-Media-Riese, sondern eine entscheidende Kraft in der KI-Zukunft zu sein.

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