Meta-Plattformen: Betrüger nutzen Influencer-Fakes für Millionenschäden
17.01.2026 - 08:00:12Eine massive Betrugswelle überflutet WhatsApp, Instagram und Facebook. Kriminelle erschaffen gefälschte Profile bekannter Persönlichkeiten, locken Nutzer in WhatsApp-Gruppen und erbeuten so Millionen. Die Kombination aus visueller Reichweite und privater Chat-Ebene macht die Masche besonders tückisch.
Verbraucherschützer und Behörden warnen eindringlich vor den ausgeklügelten Methoden. Die Betrüger gehen systematisch vor: Professionelle Werbeanzeigen mit gestohlenen Influencer-Bildern versprechen exklusive Anlagetipps oder lukrative Jobs. Interessierte werden dann aufgefordert, einer WhatsApp-Gruppe beizutreten.
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Dort beginnt die eigentliche Manipulation – oft mit finanziell verheerenden Folgen für die Opfer.
Die Masche folgt einem mehrstufigen Prozess. Zunächst schalten die Täter auf Facebook und Instagram Werbung. Diese zeigt oft Gesichter von Investoren wie Frank Thelen und wirbt mit angeblichen Geheimtipps für den Aktienmarkt. Allein in drei Monaten tauchten fast tausend solcher Fake-Anzeigen mit Thelens Bild auf.
Wer klickt, landet in einer WhatsApp-Gruppe. Dort geben sich die Betrüger als Finanzberater oder deren Assistenten aus. Sie bauen durch regelmäßige Kommunikation Vertrauen auf. Oft lassen sie Opfer zunächst kleine, „profitabel“ erscheinende Investitionen tätigen.
Das System dahinter ist eine Variante von “Pump-and-Dump”:
* Die Opfer werden angeleitet, gleichzeitig in wenig bekannte Aktien zu investieren.
* Das treibt den Kurs künstlich in die Höhe.
* Die Kriminellen, die die Aktien vorher billig gekauft haben, verkaufen zum Höchstpunkt.
* Der Kurs bricht ein – die Opfer verlieren ihr gesamtes Geld.
Eine andere gängige Taktik sind gefälschte Jobangebote. Bewerber sollen dabei persönliche Daten preisgeben oder Vorkasse für angebliches Arbeitsmaterial leisten.
Metas träge Reaktion: Sicherheitssysteme unter Beschuss
Der Meta-Konzern steht wegen der Betrugsflut in der Kritik. Zwar betont das Unternehmen, aggressiv gegen Scams vorzugehen. Doch Recherchen zeigen: Die Reaktion auf gemeldete Fake-Anzeigen dauert oft Tage oder Wochen.
Für die Opfer ist das meist zu spät. Die Betrüger schalten ihre Anzeigen nur kurz, investieren aber hohe Werbebudgets für maximale Reichweite in dieser Zeit. Betroffene Prominente wie Frank Thelen wehren sich inzwischen juristisch gegen Meta. Sie fordern, dass der Konzern die Verbreitung von Fälschungen proaktiv verhindert.
Internen Dokumenten zufolge soll Meta sogar an betrügerischer Werbung verdienen. Anzeigen, die als verdächtig eingestuft werden, aber nicht eindeutig als Betrug gelten, werden demnach nicht immer sofort gesperrt. Stattdessen verlangt Meta manchmal höhere Werbepreise – was dem Konzern zusätzliche Einnahmen bringt.
Als Gegenmaßnahme testet Meta nun verstärkt Gesichtserkennung. Die Technologie soll gefälschte Profile, die Prominente-Bilder missbrauchen, schneller identifizieren.
Das raten Behörden: So schützen Sie sich
Finanzaufsicht und Polizei warnen seit Monaten vor den Masche. Die BaFin stellt klar: Sie betreibt selbst keine WhatsApp-Gruppen und warnt vor Angeboten, die schnelle, hohe Gewinne versprechen. Die Polizei appelliert an Opfer, Anzeige zu erstatten – trotz möglicher Scham. Nur so erfahren die Behörden vom wahren Ausmaß.
Verbraucherschützer geben konkrete Tipps:
* Seien Sie skeptisch bei unaufgeforderten Nachrichten mit Job- oder Anlageangeboten.
* Geben Sie niemals SMS-Verifizierungscodes an andere weiter.
* Überprüfen Sie Identitäten: Schreibt Sie ein Bekannter von einer neuen Nummer aus? Rufen Sie zur Sicherheit unter der alten, bekannten Nummer an.
* Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihre Konten.
Ein Milliardengeschäft: Warum die Masche so gut funktioniert
Die aktuelle Welle ist Teil eines riesigen Problemen. Die Kombination aus Metas zielgenauen Werbealgorithmen und der Anonymität von Messengern schafft ein perfektes Umfeld für Kriminelle. Klickt ein Nutzer einmal auf eine betrügerische Anzeige, zeigen ihm die Algorithmen mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere ähnliche Angebote.
Der Schaden geht über das einzelne Opfer hinaus: Die Masche untergräbt das Vertrauen in digitale Werbung und Influencer-Marketing. Europaweit entstehen Schäden in Millionenhöhe. Die Täter agieren oft aus dem Ausland in organisierten Strukturen – was die Strafverfolgung extrem erschwert.
Künftig dürften die Betrüger ihre Methoden weiter verfeinern. Der Einsatz von KI-Chatbots oder Deepfake-Videos, um noch überzeugender zu wirken, ist wahrscheinlich. Der Druck auf Meta wird steigen, seine Sicherheit nicht nur reaktiv, sondern proaktiv zu gestalten. Für Nutzer bleibt ein gesundes Misstrauen der wichtigste Schutz.
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