Mercedes, EQE

Mercedes EQE im Alltagstest: Ist das der erste Elektro-Benz, der sich wirklich wie die Zukunft anfühlt?

10.01.2026 - 09:51:24

Stell dir vor, dein nächstes Auto fährt lokal emissionsfrei, gleitet fast lautlos durch die Stadt – und fühlt sich trotzdem nach klassischem Mercedes-Luxus an. Der Mercedes EQE verspricht genau das: Business-Limousine, E-Auto und digitaler Rückzugsort in einem. Aber hält er im Alltag wirklich, was der Stern verspricht?

Feierabend, Stau, grauer Himmel. Dein Verbrenner rödelt im Leerlauf, der Bordcomputer zeigt 9,2 Liter, und irgendwo zwischen Tankquittungen, Ölwechselterminen und Feinstaubplakette fragst du dich: War’s das jetzt wirklich – Autofahren im Jahr 2026?

Während du an der Ampel stehst, rauscht links eine flüsterleise Limousine vorbei. Kein Brummen, nur ein leises Surren und ein leuchtendes Lichtband am Heck. Für einen Sekundenbruchteil sieht das aus wie eine Zeitreise – nur eben auf deiner Fahrbahn.

Genau an diesem Punkt stehen viele: Du willst elektrisch fahren, aber ohne Verzicht. Kein rollender Verzichts-Kompaktwagen, sondern eine echte Langstrecken-Limousine. Komfort, Reichweite, Premium-Feeling – plus das gute Gefühl, technologisch wirklich im Jahr 2026 angekommen zu sein.

Die Frage ist nur: Welches Auto liefert das ohne Kompromisse?

Die Lösung: Der Mercedes EQE als Elektro-Limousine ohne Ausreden

Hier kommt der Mercedes EQE ins Spiel – die vollelektrische Business-Limousine aus Stuttgart, gebaut auf der reinen E-Plattform von Mercedes-Benz. Kein umgebauter Verbrenner, sondern von Grund auf als Elektroauto gedacht: flache Batterie im Boden, langer Radstand, viel Platz und ein Innenraum, der eher nach Lounge als nach Dienstwagen aussieht.

Auf der offiziellen Mercedes-Seite wird der EQE (unter anderem als EQE 300, EQE 350 4MATIC und Performance-Varianten) mit typischen WLTP-Reichweiten von rund 530–600 km je nach Variante angegeben, mit nutzbaren Batteriekapazitäten um die 89–90 kWh und DC-Ladeleistungen von bis zu rund 170 kW. In der Praxis berichten Tester und Nutzer von realistischen 400+ km auf der Autobahn, im Stadtverkehr gerne mehr – ein Wert, der das leidige „Reichweiten-Angst“-Thema bei vielen praktisch beendet.

Optisch positioniert sich der Mercedes EQE irgendwo zwischen futuristisch und vertraut: mit der geschlossenen Black-Panel-Front, optionalem durchgehendem Lichtband am Heck und einer Silhouette, die eindeutig an die elektrische Oberklasse (EQE & EQS) erinnert. Doch was macht dieses Auto im Alltag wirklich anders als etwa einen Tesla Model 3 / Model S oder BMW i5?

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Der sympathische Teil am Mercedes EQE: Er will nicht nur Datenblätter gewinnen, sondern deinen Alltag entspannen. Ein paar Punkte, die bei Tests und in Foren immer wieder auftauchen:

  • Reichweite ohne Rechenspielchen: Die große Batterie und die aerodynamische Form sorgen dafür, dass du auch bei 130 km/h nicht alle 150 km an die Ladesäule musst. Das ist der Unterschied zwischen „planen“ und „einfach fahren“.
  • Ruhe wie in einer Bibliothek: Nutzer heben immer wieder die extreme Geräuschdämmung hervor. Wind- und Abrollgeräusche sind sehr gut gefiltert – gerade im Vergleich zu manchen anderen E-Limousinen, die zwar leise motorisch, aber laut beim Fahrwerk sind.
  • MBUX und Hyperscreen (optional): Das Cockpit ist nicht einfach „ein Bildschirm“, sondern wirkt wie ein vernetztes Interface über die gesamte Front. Die Navigation plant Ladestopps intelligent ein, zeigt Ladestationen mit Verfügbarkeit an und denkt Ladezeiten aktiv in die Routenplanung hinein.
  • Komfort-Fahrwerk: Luftfederung (je nach Ausstattung) und Hinterachslenkung machen den EQE sowohl auf der Autobahn als auch in der Stadt entspannt fahrbar. Enge Parkhäuser verlieren ihren Schrecken, weil sich der Wendekreis spürbar verkleinert.
  • Sicherheit & Assistenz: Spurhalte-Assistent, Abstandsregeltempomat, teilautonomes Fahren auf der Autobahn – im EQE bekommst du das volle Paket an aktuellen Mercedes-Assistenten, inklusive guter Visualisierung im Display.
  • Innenraum-Qualität: Während Tesla & Co. oft sehr minimalistisch unterwegs sind, setzt der EQE auf klassische Premium-Anmutung: Hochwertige Materialien, Ambientelicht, gute Sitze mit optionaler Massagefunktion. Für viele Nutzer ist genau das der Unterschied zwischen „E-Gerät“ und „Auto“.

Übersetzt heißt das: Der Mercedes EQE versucht, dir nicht das Elektroauto an sich zu verkaufen, sondern eine neue, ruhigere Version deines bisherigen Fahralltags – nur eben vollelektrisch.

Mercedes EQE: Auf einen Blick: Die Fakten

Mercedes EQE: In dieser Übersicht siehst du die wichtigsten Eckdaten, die im Alltag wirklich zählen – nicht für die Stammtisch-Diskussion, sondern für deine nächste Langstreckenfahrt oder den täglichen Pendelweg.

Merkmal Dein Nutzen
WLTP-Reichweite je nach Modell ca. 530–600 km Du fährst lange Strecken, ohne ständig ans Laden denken zu müssen – Wochenpendeln oft mit nur einem Ladevorgang.
Batterie um 90 kWh brutto, effiziente Aerodynamik Mehr echte Kilometer pro kWh – weniger Zeit an der Ladesäule und entspannter Autobahn-Alltag.
DC-Ladeleistung bis rund 170 kW Schnelles Nachladen auf Langstrecke: In etwa 30 Minuten von niedrigem SoC wieder auf komfortablen Reisestand.
Hinterachslenkung (je nach Ausstattung) Große Limousine, kleines Wendemanöver – Einparken und Rangieren fühlen sich an wie eine Klasse kleiner.
MBUX mit intelligenter Lade-Routenplanung Du musst deine Route nicht mit Apps vorplanen – das Auto integriert Ladestopps automatisch und praxisnah.
Optionale Luftfederung & Premium-Sitze mit Massagefunktion Lange Autobahn-Etappen werden zum sanften Gleiten statt zum Durchhalten – du kommst entspannter an.
Umfangreiche Assistenzsysteme (Abstands-, Spur-, Parkassistent) Mehr Sicherheit und weniger Stress, besonders im Stop-and-go-Verkehr und auf vollen Autobahnen.

Diese Kombination aus Reichweite, Komfort und Technologie macht klar, worauf der EQE zielt: auf Fahrerinnen und Fahrer, die von Diesel-/Benzin-Limousinen umsteigen wollen, ohne sich „herunterzustufen“.

Mercedes EQE: Das sagen Nutzer und Experten

Mercedes EQE: In Erfahrungsberichten, YouTube-Tests und Reddit-Diskussionen zeichnet sich ein deutliches Bild ab. Die meisten Nutzer loben vor allem den extrem hohen Fahrkomfort und die Ruhe im Innenraum. Viele sprechen davon, dass sich der EQE eher wie eine kleinere Version des EQS anfühlt als wie ein klassischer Mittelklasse-Stromer.

Typische Pluspunkte aus der Community:

  • Komfort & Geräuschkulisse: Immer wieder wird betont, dass der EQE leiser und komfortabler ist als viele Konkurrenten – für Vielfahrer ein echtes Argument.
  • Innenraum-Ambiente: Die Kombination aus Ambientelicht, Displays und Materialqualität erzeugt ein „Lounge-Gefühl“, das in dieser Klasse noch selten ist.
  • Gute Langstrecken-Performance: Auch bei hohen Autobahn-Geschwindigkeiten bleiben Verbrauch und Reichweite auf brauchbarem Niveau, sofern man nicht permanent Vollgas fährt.

Kritikpunkte gibt es natürlich auch – und die sollte man kennen:

  • Hoher Preis: Gerade im Vergleich zu Tesla Model 3 oder BYD Seal liegt der EQE preislich eine oder zwei Stufen höher. Premium kostet.
  • Komplexes Menüsystem: Manche Fahrer empfinden MBUX als überfrachtet. Es kann etwas dauern, bis man alle Funktionen wirklich intuitiv nutzt.
  • Heckscheiben-Sicht: Durch das Design ist die Sicht nach hinten etwas eingeschränkt – die Kamera kompensiert das, aber es bleibt ein Thema.

Spannend: Auch viele Experten kommen zu dem Fazit, dass der EQE aktuell zu den komfortabelsten Elektro-Limousinen gehört – und damit eine andere Zielgruppe anspricht als die eher sportlich-minimalistischen Konkurrenten. Als Produkt der Mercedes-Benz Group AG (ISIN: DE0007100000) steht er klar in der Tradition der E-Klasse – nur eben rein elektrisch.

Alternativen vs. Mercedes EQE

Der Markt gibt dir 2026 einige spannende Alternativen: Tesla Model 3 / Model S, BMW i5, Audi Q8 e-tron (zwar SUV, aber oft in der gleichen Kaufentscheidung), Hyundai Ioniq 6, BYD Seal – die Liste wächst monatlich.

Warum also ausgerechnet der Mercedes EQE?

  • Gegenüber Tesla Model 3 / Model S: Tesla punktet mit Supercharger-Netz und Effizienz, wirkt innen aber oft nüchterner. Der EQE kontert mit höherer Materialqualität, mehr Geräuschkomfort und einem deutlich „klassischeren“ Premium-Gefühl.
  • Gegenüber BMW i5: Der i5 ist sportlich und technisch top, aber ebenfalls hochpreisig. Der EQE wirkt tendenziell komfortorientierter und leiser – perfekt, wenn du eher „Gleiten statt Hetzen“ willst.
  • Gegenüber günstigeren E-Limousinen (Ioniq 6, BYD Seal etc.): Diese bieten viel Reichweite fürs Geld, aber nicht die gleiche Ruhe, die gleiche Haptik und das gleiche Marken-Ökosystem wie Mercedes (Service, Händlernetz, Wertstabilität).

Unterm Strich: Wenn du primär auf den günstigsten Kilometerpreis aus bist, gibt es günstigere Optionen. Wenn du jedoch von einer hochwertigen Verbrenner-Limousine umsteigst und dir eine nahtlose, komfortable E-Zukunft wünschst, hat der Mercedes EQE aktuell eines der überzeugendsten Gesamtpakete.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Der Mercedes EQE ist kein „Tech-Spielzeug für Early Adopter“ mehr, sondern eine ernsthafte Antwort auf die Frage: Wie fühlt sich elektrische Langstrecke in der Premium-Business-Klasse an? Die Kombination aus großer Reichweite, schnellem Laden, exzellentem Fahrkomfort und hochwertigem Innenraum macht ihn zu einem der erwachsensten E-Autos auf dem Markt.

Ja, der Einstiegspreis ist deutlich über dem vieler Konkurrenten. Ja, du musst bereit sein, für Marke, Komfort und Qualität zu bezahlen. Aber genau das ist der Punkt: Der EQE richtet sich an Menschen, die nicht nur „ein E-Auto“ suchen, sondern ein Gesamterlebnis – ein rollendes, leises Büro, ein entspannter Rückzugsort nach einem langen Tag, ein Auto, das dich nicht ständig an Technik erinnert, sondern dir einfach deinen Alltag erleichtert.

Wenn du dir vorstellst, nach einem 400-km-Autobahn-Tag auszusteigen und dich nicht müde und durchgerüttelt zu fühlen, sondern eher so, als wärst du in einem komfortablen Zugabteil gesessen – dann triffst du ziemlich genau das, was der Mercedes EQE liefern will.

Bleibt nur die Frage: Bist du bereit, deinen bisherigen Verbrenner gegen diese Version deiner elektrischen Zukunft zu tauschen?

@ ad-hoc-news.de