Mental, Load

Mental Load: Krankenkassen-Studie belegt dramatische Gesundheitsfolgen

26.11.2025 - 09:29:12

Während Experten heute in Ahlen konkrete Strategien gegen mentale Überlastung diskutieren, zeigen neue Zahlen der hkk Krankenkasse: Die unsichtbare Last macht Mütter messbar krank.

Die Diskussion um „Mental Load” hat 2025 eine neue Dimension erreicht. Was früher als Schlagwort galt, belegen aktuelle Gesundheitsdaten als handfestes Risiko. 82 Prozent der stark belasteten Mütter berichten von körperlichen Schmerzen – die Folge permanenter Denkarbeit, die den Familienalltag am Laufen hält.

Genau heute Abend setzt ein Seminar in Ahlen an diesem Punkt an. Unter Leitung von Stress-Coach Susanne Reinert-Bewer suchen Eltern nach praktischen Lösungen statt reiner Theorie.

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Die im Oktober veröffentlichte Erhebung unter 1.002 Müttern und 502 Vätern zeichnet ein besorgniserregendes Bild:

  • 63 Prozent der Mütter organisieren an den meisten Tagen allein den Familienalltag
  • 30 Prozent der Mütter fühlen sich oft überfordert – bei Vätern sind es nur 11 Prozent
  • 82 Prozent der stark belasteten Mütter leiden unter körperlichen Schmerzen

„Mental Load ist die unsichtbare Denkarbeit, die den Alltag am Laufen hält – ein permanentes Hintergrundprogramm, das viel Energie kostet”, ordnet Bestsellerautorin Patricia Cammarata ein. Problematisch wird es, wenn die Liste im Kopf nicht mehr stoppt.

Die unterschätzte Wahrnehmungslücke

Besonders brisant: Fast zwei Drittel der Mütter (62 Prozent) empfinden die Last als stark belastend. Bei Vätern sind es nur 31 Prozent. Diese Wahrnehmungslücke verhindert oft eine gerechte Umverteilung und ist der Kern vieler Paarkonflikte.

Kann man überhaupt eine Last teilen, die der Partner nicht als solche wahrnimmt?

Von der Familienorganisation zur Altersarmut

Ein aktueller Bericht der Carleton University vom 24. November beleuchtet eine weitere Dimension: Financial Labor. Mütter übernehmen stillschweigend die Verantwortung für Budgetmanagement, Preisvergleiche und langfristige Sparplanung für den Nachwuchs.

Die Folge: Frauen stellen ihre eigenen finanziellen Bedürfnisse und die Altersvorsorge zurück. Ein direkter Weg in die Altersarmut, der durch die mentale Überlastung im Hier und Jetzt oft übersehen wird.

Vom Schlagwort zum Gesundheitsrisiko

Mental Load hat 2025 die Nische der Elternblogs endgültig verlassen. Krankenkassen wie die hkk oder die KKH erkennen: Die unsichtbare Sorgearbeit ist ein direkter Kostentreiber im Gesundheitssystem.

Branchenexperten sehen Parallelen zur Burnout-Debatte der 2010er Jahre. Was damals als „Managerkrankheit” begann, wurde bald als gesamtgesellschaftliches Phänomen anerkannt. Ähnliches passiert nun mit Mental Load.

Die Tatsache, dass Seminare wie das heutige in Ahlen in Kooperation mit kirchlichen und städtischen Trägern stattfinden, zeigt: Es geht nicht mehr um Wellness, sondern um Prävention psychischer Erkrankungen.

Konkrete Hilfe in Ahlen

Das heutige Seminar „Die unsichtbare Last im Familienalltag verstehen und verringern” markiert einen wichtigen Schritt: weg von der reinen Problembeschreibung hin zu praktischen Lösungen. Die Familienbildungsstätte Ahlen organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit dem Familienzentrum St. Lambertus Dolberg.

„Es geht darum, zu verstehen, woher diese Belastung kommt, wie sie sich zusammensetzt und welche Auswirkungen sie auf jeden individuell haben kann”, heißt es in der Ankündigung. Das Ziel: Aus der Last wieder eine bewältigbare Aufgabe machen.

Die Nachfrage nach professioneller Begleitung bei der Neuorganisation von Sorgearbeit ist 2025 massiv gestiegen. Listen schreiben reicht nicht mehr – Familien suchen nach strukturellen Neuordnungen.

Ausblick auf den Equal Care Day 2026

Der nächste Equal Care Day am 1. März 2026 dürfte unter dem Eindruck dieser Daten stehen. Aktivistinnen werden voraussichtlich fordern, Mental Load als Risikofaktor in Arbeitsschutzrichtlinien zu verankern.

Zudem wird erwartet, dass die Diskussion um die 4-Tage-Woche unter dem Aspekt der „Care-Zeit” neu entfacht wird. Mental Load lässt sich nur verringern, wenn zeitliche Ressourcen für Erholung frei werden.

Der Rat der Experten bleibt jedoch pragmatisch: Das Unsichtbare sichtbar machen. Solange die Management-Arbeit der Familie als „Liebesdienst” statt als Arbeit verstanden wird, bleibt die Last ungleich verteilt.

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