Mental-Health-Krise erreicht an Hochschulen neuen Höchststand
27.01.2026 - 07:18:12Mehr als die Hälfte der Studierenden in Deutschland und Österreich fühlt sich psychisch schlecht. Das zeigt das aktuelle Mental-Health-Barometer 2025 – ein neuer Negativrekord. Die Hochschulen sind mit der eskalierenden Krise überfordert, Beratungsstellen stoßen an ihre Grenzen.
Alarmierende Zahlen: Jeder Zweite ist belastet
Für das Barometer wurden über 6.000 Studierende befragt. Das Ergebnis ist erschütternd: 56,7 Prozent stufen ihre mentale Verfassung als “weniger gut” oder “schlecht” ein. Seit Beginn der Erhebung 2021 hat dieser Wert kontinuierlich zugenommen.
Bereits 2021 zeigten Daten des Deutschen Studierendenwerks (DSW), dass der Anteil Studierender mit psychischen Erkrankungen seit 2016 von 53 auf 65 Prozent gestiegen war.
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Studentinnen und internationale Studierende besonders betroffen
Die Krise trifft nicht alle gleich. Studentinnen berichten von einer deutlich schlechteren mentalen und körperlichen Gesundheit als ihre männlichen Kommilitonen. Sie fühlen mehr Stress und sich auf dem Campus weniger sicher.
Diese Kluft zeigt sich auch in der Behandlung: Zwischen 2019 und 2022 stieg die Verschreibung von Antidepressiva für Studentinnen um 38,1 Prozent – bei Männern lag der Anstieg bei 18,3 Prozent.
Eine weitere Risikogruppe sind internationale Studierende. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und ein fehlendes soziales Netz erhöhen für sie die psychische Belastung zusätzlich.
Beratungsstellen sind überlastet
Die steigende Nachfrage nach Hilfe überfordert die vorhandenen Strukturen. Die psychologischen Beratungsstellen der Studierendenwerke haben mit langen Wartezeiten zu kämpfen. Das DSW spricht klar von einer “Mental-Health-Krise”.
Auch die Beratungsanliegen haben sich gewandelt. Dominieren heute Angststörungen und depressive Verstimmungen die Gespräche, standen früher studienspezifische Themen wie Prokrastination im Vordergrund.
Als Reaktion fordert das DSW von Bund und Ländern zehn Millionen Euro über vier Jahre. Das Geld soll den personellen Ausbau der Beratungsstellen finanzieren und niedrigschwellige Angebote schaffen.
Eine Krise mit vielen Ursachen
Die aktuelle Lage ist das Ergebnis mehrerer Belastungsfaktoren. Die Nachwirkungen der Pandemie mit sozialer Isolation treffen auf globale Unsicherheiten durch Kriege und Klimawandel.
Dieses äußere Klima der Krise verstärkt den ohnehin hohen Leistungsdruck an den Hochschulen. Experten fordern daher einen neuen Stellenwert für das Thema: Es braucht präventive Strukturen, nicht nur Reaktionen auf akute Notsituationen.
Ein kleiner Lichtblick: Die Stigmatisierung psychischer Probleme nimmt ab. Stuften 2021 noch über 75 Prozent das Thema als Tabu ein, waren es 2025 nur noch rund 61 Prozent. Dennoch traut sich nur ein Drittel der Betroffenen, offen über die Probleme zu sprechen.
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