Mental Health: Jeder vierte Deutsche zeigt digitale Suchtanzeichen
30.11.2025 - 18:59:12Die Zahlen sind alarmierend: 25 Prozent der Erwachsenen in Deutschland zeigen ein suchtartiges Verhalten bei der Nutzung sozialer Medien. Das ergab eine repräsentative Studie der Ruhr-Universität Bochum, die diese Woche vorgestellt wurde. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt bei über drei Stunden täglich – Zeit, die für echte Erholung fehlt.
Noch brisanter: Die ZEIT berichtete, dass Meta interne Studien zurückhielt, die belegen, dass eine Reduktion der Plattformnutzung Depressionen und Angstzustände signifikant verringern könnte. Gleichzeitig erreichen psychisch bedingte Arbeitsausfälle historische Höchststände.
Das Institut der deutschen Wirtschaft veröffentlichte alarmierende Zahlen: Psychische Erkrankungen verursachen die drittmeisten Krankheitstage in Deutschland. Die durchschnittliche Ausfallzeit beträgt 33 Tage – der volkswirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden.
Besonders brisant: Der vorhergesagte “Manager Crash” ist Realität geworden. Führungskräfte brechen unter der Last der Poly-Krisen zusammen – KI-Transformation, Fachkräftemangel und wirtschaftliche Instabilität fordern ihren Tribut.
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Der aktuelle AXA Mental Health Report 2025 untermauert die Krise:
- 34 Prozent der Deutschen leiden unter psychischen Belastungen
- 39 Prozent der Berufstätigen fürchten um ihren Arbeitsplatz
- 46 Prozent der unter 25-Jährigen fühlen sich in Online-Chats sicherer als im persönlichen Gespräch
Vom Obstkorb zur strukturellen Lösung
Arbeitspsychologen fordern ein radikales Umdenken. Der Obstkorb und das jährliche Achtsamkeitsseminar reichen nicht mehr aus. Stattdessen kristallisieren sich drei konkrete Strategien heraus:
Digitale Hygiene mit harten Grenzen
Die Bochumer Studie zeigt: Resilienz entsteht durch Phasen der Unerreichbarkeit. Experten empfehlen “Silent Hours” im Unternehmen, in denen keine E-Mails oder Nachrichten versendet werden dürfen. Unternehmen wie SAP hatten bereits Pionierarbeit geleistet – 2025 wird das “Recht auf Abschalten” zur Überlebensfrage.
Kompetenz statt Leidensfähigkeit
Resilienz muss als Kompetenz zur Veränderung verstanden werden. Upskilling-Programme nehmen Mitarbeitern die Angst vor KI. Wer sich kompetent fühlt, neue Technologien zu nutzen, empfindet weniger Stress.
Psychologische Sicherheit als Messgröße
90 Prozent der Beschäftigten halten mentale Gesundheit für essenziell, aber nur 44 Prozent spüren Unterstützung. Führungskräfte müssen künftig an der psychischen Gesundheit ihrer Teams gemessen werden. Regelmäßige Pulse Checks sollen Überlastungstendenzen frühzeitig erkennen.
Die ständige Alarmbereitschaft hat ihren Preis
“Wir sehen eine direkte Korrelation zwischen Hyper-Konnektivität und dem Abbau von Resilienz”, erklären Experten. Die ständige digitale Verfügbarkeit erzeugt chronische Alarmbereitschaft, die das vegetative Nervensystem dauerhaft belastet.
Dr. Julia Brailovskaia von der Universität Bochum bringt es auf den Punkt: Die suchtartige Nutzung digitaler Medien ist kein individuelles Versagen, sondern ein systemisches Risiko, das den Alltag und die psychische Gesundheit massiv beeinträchtigt.
Was 2026 bringt
Die Diskussionen werden politische Konsequenzen haben. Arbeitsministerien auf Bundes- und EU-Ebene prüfen bereits strengere Regulierungen für digitale Arbeitsschutzgesetze. Im ersten Quartal 2026 ist mit verstärkten Forderungen nach einer gesetzlichen Verpflichtung zur Erfassung psychischer Belastungen in Echtzeit zu rechnen.
Investoren schauen zunehmend auf Social Metrics in ESG-Berichten. Ein Unternehmen mit hohen Burnout-Raten gilt als Investitionsrisiko. Die Enthüllungen um Meta zeigen: Die Tech-Industrie gerät unter Druck, ihre Algorithmen weniger süchtig machend zu gestalten.
Paradoxerweise liegt in der KI auch Hoffnung. Richtig eingesetzt könnte sie durch Automatisierung von Routineaufgaben die kognitive Last senken – vorausgesetzt, die gewonnene Zeit wird nicht sofort mit neuen Aufgaben gefüllt. Die wichtigste Resilienz-Strategie bleibt jedoch das mutige Nein zur ständigen Erreichbarkeit.
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