Mental, Health

Mental Health First Aid: Erste Hilfe für die Seele im Aufwind

20.01.2026 - 22:24:12

Das globale Mental Health First Aid-Programm schult Laien zur Früherkennung psychischer Krisen. Es soll Stigmatisierung abbauen und Ausfallzeiten in Unternehmen reduzieren.

Psychische Ersthelfer werden weltweit zum wichtigen Baustein im Gesundheitswesen. Das Programm Mental Health First Aid (MHFA) schult Laien, um psychische Krisen bei anderen zu erkennen und erste Unterstützung zu leisten. Angesichts steigender Krankenstände durch seelische Leiden gewinnt diese Idee massiv an Bedeutung.

Vom Körper auf die Psyche übertragen

Die Idee ist simpel und genial: Was bei körperlichen Notfällen längst Standard ist, soll auch für die psychische Gesundheit gelten. Entwickelt wurde das Konzept im Jahr 2000 in Australien. Mittlerweile ist daraus eine globale Bewegung geworden, die in über 25 Ländern aktiv ist.

In Deutschland koordiniert das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim das Programm. Unterstützung kommt von großen Stiftungen. Die Kurse sind evidenzbasiert und gehören zu den am besten erforschten Angeboten ihrer Art weltweit.

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Was lernen psychische Ersthelfer?

In standardisierten 12-Stunden-Kursen – online oder in Präsenz – erhalten Teilnehmer ohne Vorkenntnisse Grundwissen zu häufigen Störungen:
* Depressionen
* Angststörungen
* Psychosen
* Sucht

Der Fokus liegt auf praktischen Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Absolventen lernen, Warnsignale zu erkennen, einfühlsam das Gespräch zu suchen und Betroffene zur professionellen Hilfe zu ermutigen. Eine Therapie oder Diagnose liefern sie nicht – sie bauen eine Brücke zum Hilfesystem.

Warum ist das Programm so relevant?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen und sind oft mit langen Ausfallzeiten verbunden. Ein aktueller Report zeigt: Mehr als ein Viertel der Angestellten war im vergangenen Jahr aufgrund mentaler Probleme krankgeschrieben.

MHFA setzt genau hier an. Mehr Wissen führt zu weniger Stigmatisierung. Menschen trauen sich eher, Probleme anzusprechen. Experten betonen: Eine frühe Intervention kann den Behandlungserfolg entscheidend verbessern.

Wird psychische Erste Hilfe zum Standard?

Die Vision der Initiatoren ist klar: Hilfe für die Seele soll genauso selbstverständlich werden wie ein Pflaster für eine Wunde. Die Nachfrage nach Kursen steigt, auch in Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Spezielle Programme für Jugendliche zeigen die Anpassungsfähigkeit des Konzepts. Langfristig könnte die Ausbildung zum psychischen Ersthelfer ein fester Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge werden – und so den gesellschaftlichen Umgang mit psychischen Krisen nachhaltig verändern.

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