Mental Health Days: Warum Unternehmen auf psychische Gesundheit setzen
22.01.2026 - 01:43:12
Immer mehr Firmen führen Mental Health Days als freiwilligen Benefit ein. Diese zusätzlichen freien Tage sollen Mitarbeitern helfen, Stress abzubauen und einem Burnout vorzubeugen – bevor er entsteht. Was steckt hinter dem Trend?
Psychische Belastung kostet Milliarden
Die Dringlichkeit ist enorm: Psychische Erkrankungen sind seit Jahren ein Hauptgrund für Krankschreibungen. Laut einer Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verursachten sie 2023 volkswirtschaftliche Produktionsausfallkosten von 20,5 Milliarden Euro. Der Ausfall der Bruttowertschöpfung lag sogar bei 35,4 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund sind präventive Maßnahmen für Unternehmen eine strategische Investition.
Was ist ein Mental Health Day?
- Ein bezahlter freier Tag für die psychische Gesundheit.
- Keine spezifische Krankmeldung nötig.
- Flexibel und bei Bedarf einplanbar – anders als regulärer Urlaub.
Das Konzept zielt darauf ab, das Stigma um psychische Belastungen abzubauen. Studien zeigen, dass rund 40 Prozent der Arbeitnehmer Burnout als unvermeidlichen Preis für Erfolg ansehen. Mental Health Days sollen diese Haltung aufbrechen.
Psychische Erkrankungen verursachen allein 2023 volkswirtschaftliche Ausfallkosten von 20,5 Milliarden Euro – viele Unternehmen unterschätzen die rechtlichen und organisatorischen Folgen. Eine systematische Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen hilft, Überlastungsrisiken früh zu erkennen, Maßnahmen zu dokumentieren und Krankheitsausfälle zu reduzieren. Das kostenlose Download‑Paket enthält Vorlagen, Checklisten, einen Praxis‑Leitfaden und eine Beispiel‑Excel für Sicherheitsfachkräfte, HR und Führungskräfte — praktisch einsetzbar und rechtssicher. Gefährdungsbeurteilung-Vorlagen jetzt kostenlos herunterladen
Win-Win für Mitarbeiter und Firmen
Für Beschäftigte bedeuten die Tage eine anerkannte Möglichkeit, Stress proaktiv zu managen. Sie fühlen sich wertgeschätzt – die Arbeitszufriedenheit steigt.
Unternehmen profitieren von einer produktiveren und engagierteren Belegschaft. Laut dem AXA Mental Health Report 2025 gab ein Viertel der Angestellten an, im Vorjahr mindestens einmal aufgrund mentaler Probleme krankgeschrieben gewesen zu sein. Präventive Angebote können solche Ausfälle reduzieren. Zudem punkten Firmen mit dem Benefit im harten Wettbewerb um Fachkräfte.
Die größte Hürde: Die Unternehmenskultur
Der beste Benefit nutzt nichts, wenn ihn niemand in Anspruch nimmt. Die größte Herausforderung ist eine Kultur, in der Mitarbeiter die Tage ohne Angst vor Nachteilen nutzen können. Experten warnen: Ein einzelner Mental Health Day kann keine toxische Kultur heilen.
Die Maßnahme muss in eine umfassende Strategie eingebettet sein. Dazu gehören:
* Schulungen für Führungskräfte, um Überlastung zu erkennen.
* Klare und transparente Kommunikation.
* Eine ernsthafte Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.
Laut dem DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025 geschieht Letzteres in vielen Betrieben, besonders kleineren, noch nicht ausreichend.
Freiwilliger Benefit mit wachsendem Druck
Eine gesetzliche Pflicht für Mental Health Days gibt es in Deutschland nicht. Doch der Trend passt zur „New Work“-Bewegung. Vor allem die Generation Z fordert solche Angebote aktiv ein. Die steigenden Krankschreibungen könnten den politischen Druck für gesetzliche Rahmenbedingungen erhöhen.
Wird der Mental Health Day zum Standard? Branchenbeobachter sagen: Ja. Was heute innovativ wirkt, könnte in wenigen Jahren in vielen Branchen zum erwarteten Benefit werden. Für Unternehmen wird es darauf ankommen, authentische programmes zu entwickeln, die mehr sind als reines Employer-Branding. Die Investition in die psychische Gesundheit der Belegschaft dürfte sich langfristig auszahlen.
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