Menopause am Arbeitsplatz kostet Wirtschaft Milliarden
20.01.2026 - 21:01:12Eine wachsende Zahl deutscher Unternehmen erkennt die wirtschaftlichen Folgen der Menopause. Jüngste Studien belegen: Produktivitätsverluste durch Wechseljahresbeschwerden kosten Milliarden. Enttabuisierte Personalpolitik wird zur strategischen Notwendigkeit, um Fachkräfte zu halten.
9,4 Milliarden Euro Schaden pro Jahr
Die Zahlen sind eindeutig. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden auf rund 9,4 Milliarden Euro jährlich. Das entspricht fast 40 Millionen verlorenen Arbeitstagen.
- Frauen sind im Schnitt eine halbe Stunde pro Woche unproduktiv.
- Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Hauptgründe.
- Jede dritte Frau ließ sich bereits wegen Wechseljahresbeschwerden krankschreiben.
Für Unternehmen bedeutet das erhöhten Absentismus und Präsentismus – Anwesenheit ohne volle Leistungsfähigkeit.
Tabu am Arbeitsplatz: Schweigen kostet Karrieren
Obwohl Millionen Frauen betroffen sind, bleibt die Menopause im Job ein heikles Thema. Laut HWR Berlin empfinden 52 Prozent der Frauen es als Tabu. Viele schweigen aus Angst vor Karrierenachteilen.
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Eine Kununu-Umfrage unterstreicht das Problem: 63 Prozent der Arbeitgeber sehen die Wechseljahre noch immer als reine Privatsache. Gezielte Unterstützung bleibt daher oft aus. Die Folge? Erfahrene Mitarbeiterinnen leiden still oder treffen weitreichende Entscheidungen – bis hin zum Jobausstieg.
So werden Unternehmen wechseljahresfreundlich
Immer mehr Firmen handeln und entwickeln konkrete Maßnahmen, inspiriert von Vorreitern wie Großbritannien. Der Schlüssel liegt in einer offenen Kultur, die von der Führung getragen wird.
Konkrete Schritte umfassen:
* Schulungen für Führungskräfte, um für das Thema zu sensibilisieren.
* Flexible Arbeitsbedingungen wie Homeoffice, angepasste Raumtemperaturen oder Ruheräume.
* Verankerung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) durch Aufklärung und Beratung.
Einfache Anpassungen können bereits eine große Erleichterung schaffen.
Fachkräftemangel macht Support zum Muss
Unterstützung ist keine Wohltat, sondern wirtschaftlicher Imperativ. Frauen in den Wechseljahren sind oft auf dem Karrierehöhepunkt, voller Erfahrung und in Schlüsselpositionen.
Doch Studien zeigen: Jede zehnte Frau verlässt aufgrund ihrer Beschwerden den Job. Viele reduzieren ihre Stunden oder verzichten auf Beförderungen. Der Verlust dieses Wissens und dieser Expertise trifft Unternehmen hart. Wer ein unterstützendes Umfeld schafft, bindet wertvolle Talente langfristig.
Politik diskutiert, der Markt handelt
Auch in der Politik gewinnt das Thema an Fahrt. Im Bundestag wurde über eine nationale Menopausen-Strategie nach internationalem Vorbild debattiert. Großbritannien gilt hier als Vorreiter mit zertifizierten “menopause-friendly workplaces”.
In Deutschland treibt aktuell vor allem der Druck des Arbeitsmarktes den Wandel voran. Der demografische Wandel und der akute Fachkräftemangel zwingen Unternehmen zum Umdenken. Die Menopause entwickelt sich vom Tabu zum festen Bestandteil moderner Personal- und Gesundheitspolitik.
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