Mehrsprachigkeit verjüngt das Gehirn nachweislich
05.01.2026 - 20:24:12Mehrsprachigkeit kann das biologische Alter des Gehirns messbar senken. Das belegen neue Daten einer großangelegten Studie, die heute auf der International Conference on Bilingualism and Cognitive Ability (ICBCA) in Singapur im Fokus stehen. Die Ergebnisse zeigen: Das Beherrschen mehrerer Sprachen wirkt wie ein Schutzschild gegen den kognitiven Verfall.
Studie mit 162.000 Teilnehmern liefert klare Beweise
Die wissenschaftliche Grundlage bildet eine Analyse, die Ende 2025 im Fachjournal Alzheimer’s & Dementia veröffentlicht wurde. Ein Team um Prof. Agustin Ibañez vom Trinity College Dublin wertete Daten von knapp 162.000 Menschen aus. Ihr zentrales Werkzeug war das Konzept der “Biobehavioralen Uhr”.
Die Forscher konnten nachweisen, dass mehrsprachige Menschen eine messbare Lücke zwischen ihrem tatsächlichen Alter und ihrem “Gehirnalter” aufweisen. Dieser Effekt scheint dosisabhängig zu sein: Je intensiver und regelmäßiger zwischen den Sprachen gewechselt wird, desto größer ist der verjüngende Effekt auf das Gehirn.
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Wie schützt Sprachwechsel vor Demenz?
Die Diskussion in Singapur dreht sich vor allem um den Mechanismus. Experten gehen davon aus, dass das ständige Hin- und Herschalten zwischen Sprachen das Gehirn trainiert. Es muss eine Sprache aktiv hemmen, während die andere zum Einsatz kommt.
Dieses permanente “Exekutivtraining” führt offenbar zu robusteren neuronalen Netzwerken. Die MRT-Daten der Studie zeigen eine erhöhte Dichte der grauen Substanz in relevanten Gehirnregionen. Beginnt eine Krankheit wie Alzheimer, diese Netzwerke anzugreifen, können mehrsprachige Gehirne besser auf alternative Pfade ausweichen. Die Symptome treten so oft Jahre später auf.
Prävention trifft auf neue Diagnostik
Während in Singapur über Prävention diskutiert wird, meldet die Universität Exeter heute einen Fortschritt in der Diagnostik. Ein neu validierter Bluttest aus dem Finger kann Alzheimer-Biomarker mit hoher Präzision erkennen.
Diese parallelen Entwicklungen skizzieren die moderne Strategie gegen Demenz:
* Frühe Erkennung durch minimal-invasive Tests.
* Maximale Widerstandsfähigkeit durch den Aufbau kognitiver Reserven – wozu Mehrsprachigkeit entscheidend beiträgt.
Folgen für Pflege und Bildung
Die klaren Studienergebnisse haben bereits praktische Konsequenzen. In der Altenpflege gewinnen aktivierende Sprachprogramme an Bedeutung. Sie werden nicht mehr als Barriere, sondern als therapeutische Ressource verstanden.
Für das Bildungswesen bedeutet dies eine Aufwertung des Fremdsprachenunterrichts. Er ist nicht länger nur eine ökonomische Qualifikation, sondern eine langfristige Investition in die Gesundheit des Gehirns. Die Forderung nach lebenslangem Lernen erhält eine neue, medizinische Dringlichkeit.
Die offene Frage für die Forschung
Ein zentraler Punkt für die weitere Forschung bleibt: Wirkt der Schutzschild-Effekt auch, wenn man erst im höheren Alter eine neue Sprache lernt? Die Wissenschaftsteams um Prof. Ibañez wollen ihre Modelle 2026 weiter verfeinern. Ihr Ziel ist es, individuelle Risikoprofile zu erstellen und die optimale Kombination aus Lebensstilfaktoren für ein gesundes Gehirn zu finden.
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