MediaMarkt-Warnung, Vier-Euro-Laptop

MediaMarkt-Warnung: Vier-Euro-Laptop ist dreiste Betrugsmasche

22.01.2026 - 20:23:12

Kriminelle nutzen den Namen des Elektronikhändlers für eine gezielte Phishing-Kampagne, die mit einem angeblichen Vier-Euro-Laptop persönliche Daten abgreifen will.

Ein flächendeckender Betrug kursiert in sozialen Medien und nutzt den guten Namen des Elektronikhändlers MediaMarkt. Ältere Menschen werden mit einem angeblichen Laptop-Angebot für nur vier Euro geködert. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor diesem raffinierten Phishing-Angriff, der sensible Daten abgreifen soll.

Seit Anfang Januar 2026 gewinnt die Kampagne an Fahrt und zielt gezielt auf Personen ab 45 Jahren. Die betrügerischen Anzeigen zeigen oft überzeugendes Bildmaterial wie Paletten mit Laptops oder Personen in MediaMarkt-ähnlichen Uniformen. Die dahinterstehende Geschichte: ein spezielles Programm zur „digitalen Teilhabe“ für Senioren. Doch dieses sozial verbrämte Narrativ ist nur Vorwand. Statt eines Schnäppchens landen Nutzer auf gefälschten Websites, die ihre persönlichen und finanziellen Daten abfischen.

So funktioniert der Phishing-Betrug

Die Masche arbeitet mit sorgfältig gestalteten Social-Media-Anzeigen. Sie versprechen einen hochwertigen Laptop für symbolische vier Euro – nach Abschluss einer kurzen Umfrage. Die ersten Fragen wirken harmlos und sollen Sicherheit vorgaukeln, bevor nach sensiblen Informationen verlangt wird.

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Nach der Umfrage werden Opfer auf eine Zahlungsseite geleitet, die das Erscheinungsbild eines seriösen Online-Händlers detailgetreu nachahmt. Hier müssen sie persönliche Daten wie Name, Adresse und vor allem ihre Kreditkarteninformationen für die angebliche Vier-Euro-Gebühr eingeben. Das ist das eigentliche Ziel: der Diebstahl finanzieller Daten für Identitätsbetrug oder unberechtigte Transaktionen. Experten betonen, dass niemals ein Produkt versendet wird. Die kleine Zahlung ist nur der Köder.

Eine kalkulierte Täuschung, die Vertrauen ausnutzt

Der Betrug ist ein Paradebeispiel für Social Engineering. Die Täter manipulieren die menschliche Psychologie, um an private Informationen zu gelangen. Indem sie das Angebot als sozial verantwortliche Aktion der bekannten Marke MediaMarkt darstellen, senken sie die natürliche Skepsis ihrer Zielgruppe. Die Geschichte, das Unternehmen wolle älteren Menschen den digitalen Zugang erleichtern, baut bewusst Vertrauen auf.

Die Strategie ist nicht neu, sondern eine Weiterentwicklung. Ein ähnlicher Betrug machte bereits im Herbst 2025 mit dem Amazon-Logo die Runde. Damals sollten Laptops für 1,95 Euro „Lagerraum freimachen“. Die Wiederholung der Masche mit MediaMarkt-Branding zeigt: Die Täter halten Marken-Imitation für äußerst effektiv. Verbraucherschutzzentralen warnen regelmäßig vor gefälschten Gewinnspielen und Aktionen, die Namen und Logos bekannter Händler missbrauchen.

Warum Senioren im Fokus stehen – und wie man sich schützt

Betrugsexperten rechnen 2026 mit einer Zunahme speziell auf ältere Erwachsene zugeschnittener Scams. Senioren gelten bei Betrügern oft als vertrauensseliger oder weniger mit Online-Sicherheitsrisiken vertraut. Die zunehmende Professionalität der Kampagnen – mit täuschend echten Websites und zielgerichteter Werbung – erschwert die Erkennung.

Die Verfügbarkeit von Daten über Datenhändler erleichtert es Kriminellen, gezielte Betrugsnachrichten an bestimmte Demografien zu senden. Diese vermeintliche Personalisierung erhöht die Glaubwürdigkeit. E-Mail und soziale Medien bleiben die Hauptverbreitungswege.

Verbraucher sollten bei ungewöhnlich großzügigen Angeboten äußerste Vorsicht walten lassen. MediaMarkt weist selbst auf Warnsignale hin: schlechte Grammatik, Druckausübung und Links auf nicht-offizielle Webadressen. Vor dem Klick sollte man mit der Maus über den Link fahren, um die echte Ziel-URL zu prüfen.

Wer auf das Vier-Euro-Laptop-Angebot stößt, sollte keine persönlichen Daten preisgeben. Stattdessen gilt: die betrügerische Anzeige direkt beim Social-Media-Plattform-Betreiber melden. Auch eine Information der offiziellen MediaMarkt-Kundenservice und nationaler Verbraucherschutzzentralen hilft, die Masche zu verfolgen und andere zu schützen. Angehörige älterer Menschen sollten solche Betrugsmuster aktiv ansprechen und Tipps für sicheres Surfen teilen.

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