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Medi-Cal Rx: Digitale Leitfäden und neue Medikamente im Februar-Update

01.02.2026 - 01:12:11

Das kalifornische Gesundheitsprogramm Medi-Cal Rx hat seinen monatlichen Rundbrief veröffentlicht. Er bringt wichtige Änderungen für Apotheken und Leistungserbringer – von aktualisierten digitalen Anleitungen bis hin zu neuen Medikamenten auf der Erstattungsliste.

Die California Department of Health Care Services (DHCS) hat damit eine Reihe administrativer Vereinfachungen und inhaltlicher Anpassungen in Kraft gesetzt. Im Fokus stehen überarbeitete PDF-Leitfäden für die Nutzung der Online-Portale und mehrere Ergänzungen der Contract Drugs List (CDL), der offiziellen Liste erstattungsfähiger Arzneimittel. Diese monatlichen Updates sind ein zentraler Kommunikationskanal, um die Leistungserbringer über den sich ständig weiterentwickelnden Rahmen des landesweit einheitlichen Apothekenprogramms auf dem Laufenden zu halten.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der digitalen Ressourcen. Am 30. Januar wurden aktualisierte Versionen des User Administration Control (UAC) Quick Start Guide und des dazugehörigen Registrierungsdokuments veröffentlicht. Diese PDF-Anleitungen sind essenziell für Apotheken, um ihre Konten zu verwalten und die sicheren Portale zu nutzen. Über diese Portale werden Vorabgenehmigungen eingereicht, die Versicherten-Eligibility geprüft und Abrechnungen bearbeitet.

Zudem wurden das Medi-Cal Rx Finance Portal Job Aid und die dazugehörigen FAQs überarbeitet. Sie bieten nun klarere Anweisungen für Finanzmanagement und Berichterstattung. Das Department empfiehlt die Nutzung von Adobe Reader für diese elektronischen Formulare. Diese Investition in detaillierte Dokumentation soll den administrativen Aufwand für Apotheken reduzieren, damit sich das Personal stärker auf die Patientenversorgung konzentrieren kann.

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Erstattungsliste: Neue Medikamente und Stärken

Die Februar-Updates bringen auch konkrete Änderungen für Patienten. Mehrere neue Wirkstoffe wurden in die CDL aufgenommen, allerdings mit Einschränkungen. Dazu gehören Amivantamab, Hyaluronidase-lpuj und Denileukin Diftitox-cxdl. Mepolizumab steht nun mit Einschränkungen bezüglich Hersteller, Menge und Diagnose auf der Liste.

Für bestehende Medikamente kommen neue Wirkstärken hinzu. Konjugierte Östrogene sind jetzt in 0,45 mg erhältlich. Die Kombination aus Konjugierten Östrogenen und Medroxyprogesteronacetat wurde um die Stärken 0,3 mg-1,5 mg und 0,45 mg-1,5 mg erweitert. Eine wichtige Lockerung folgt im März: Die Herstellerbeschränkung für das Glaukom-Medikament Brinzolamide entfällt am 1. März 2026. Das wird den Zugang für Patienten erleichtern.

Abrechnung: Klarstellungen und neue Richtlinien

Der Rundbrief präzisiert zudem Richtlinien zur Abrechnung. Ein zentraler Punkt ist die korrekte Einreichung von Rezepturen-Abrechnungen, für die die etablierten Leitlinien strikt befolgt werden müssen. Außerdem wurde das Job Aid für die wöchentlichen (910) und monatlichen (940) Ausgabenberichte des California Children’s Services (CCS)-Programms aktualisiert.

Weitere Anpassungen betreffen die Impfstoff-Erstattung. Die FAQs zur Vergütung für am Vaccines For Children (VFC)-Programm teilnehmende Apotheken sowie der entsprechende Referenzleitfaden wurden überarbeitet. Diese Verfeinerungen sind entscheidend, um die Integrität des Abrechnungsprozesses zu wahren und eine korrekte Vergütung der Anbieter zu gewährleisten.

Hintergrund: Standardisierung seit 2022

Die Änderungen sind Teil der strategischen Ausrichtung des Medi-Cal Rx-Programms, das am 1. Januar 2022 startete. Es standardisierte den Apotheken-Leistungskatalog landesweit unter einem einheitlichen Fee-for-Service-System und löste damit ein fragmentiertes Managed-Care-Modell ab. Ziele sind ein besserer Medikamentenzugang für Versicherte und eine stärkere Verhandlungsposition des Staates bei Rabattvereinbarungen mit Pharmaherstellern.

Die regelmäßigen Updates und der Fokus auf digitale Tools spiegeln die Komplexität dieses Übergangs wider. Die sorgfältigen Anpassungen an der Arzneimittelliste und den Vergütungsrichtlinien zeigen einen dynamischen Ansatz im Umgang mit Arzneimittelkosten und der Sicherstellung klinischer Angemessenheit für Millionen kalifornischer Medi-Cal-Versicherter.

Leistungserbringer sollten den Rundbrief vom 1. Februar und die zugehörigen Dokumente sorgfältig prüfen. Um über künftige Änderungen informiert zu bleiben, empfiehlt die DHCS die Anmeldung beim Medi-Cal Rx Subscription Service (MCRxSS) für E-Mail-Benachrichtigungen. Die schrittweise Umsetzung von Änderungen – wie der Brinzolamide-Lockerung im März – erfordert weiterhin wachsame Aufmerksamkeit.

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