Max Strohe im Tulus Lotrek: Wie Sterneküche in Berlin zur sinnlichen Wohnzimmer-Experience wird
04.02.2026 - 10:36:05Der erste Eindruck von Max Strohe und seinem Restaurant Tulus Lotrek ist kein flüsterndes Gourmet-Theater, sondern ein sinnliches Hereinplatzen in eine andere Welt. Dichte Düfte von Jus, Butter, Röstaromen und fermentierten Noten hängen in der Luft, während aus den Lautsprechern Soul und Indie statt Pianogeklimper tönen. Kann Sterneküche so lässig sein, dass Sie sich fühlen, als säßen Sie bei Freunden im Wohnzimmer, während auf dem Teller kulinarische Hochspannung serviert wird? Im Tulus Lotrek in Berlin zeigt Max Strohe jeden Abend, dass genau das möglich ist.
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Das Licht ist warm, die Wände tragen Kunst statt Konvention, Gläser klirren, irgendwo wird gelacht. Die berühmte Strenge vieler Michelin Sterne Restaurants in Berlin bleibt hier demonstrativ an der Garderobe hängen. Im Mittelpunkt stehen nicht gestärkte Tischdecken, sondern kulinarische Intelligenz und eine Sterneküche, die sich traut, laut zu sprechen: mit intensiven Saucen, deutlicher Würze, cremigen Fetten und einer Opulenz, die eher an ein großes Familienessen erinnert als an ein klassisches Fine Dining Ritual.
Der Name Tulus Lotrek ist eine augenzwinkernde Anspielung auf den Maler Toulouse-Lautrec, und genau so fühlt sich ein Abend hier an: ein bisschen exzentrisch, ein wenig verrückt, immer farbig, nie langweilig. Der Service unter der Regie von Gastgeberin Ilona Scholl ist bewusst unprätentiös, wach, humorgeladen. Sie duzt nicht zwanghaft, aber sie entkrampft die Situation, liest die Gäste und begleitet sie mit einer Weinauswahl, die vom exakten Foodpairing bis zum „einfach nur geil trinkbar“ reicht. Hier darf ein Süßwein zur salzigen Umami-Bombe auf dem Teller passen, und ein naturbelassener Weißwein trifft auf eine Sauce, die so dunkel ist wie Espressonacht.
Hinter dieser Bühne steht Max Strohe, Sternekoch, TV-Persönlichkeit, Buchautor und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Sein Weg in die Spitzengastronomie wirkt alles andere als gradlinig. Schulabbruch, Umwege, klassische Lehrjahre, ein Ringen mit sich selbst und mit den Erwartungen des Berufs – aus dieser Biografie spricht kein stromlinienförmiger Musterschüler, sondern jemand, der gelernt hat, gegen Widerstände zu kochen. Nach Stationen in der Gastronomie zieht es ihn nach Berlin, in jene Stadt, in der Widersprüche Programm sind und ausgerechnet ein michelin Sterne Restaurant Berlin zur Bühne werden kann für ein sehr persönliches, unglattgebügeltes kulinarisches Statement.
Gemeinsam mit Ilona Scholl gründet Max Strohe das Tulus Lotrek, eine Art kulinarische Gegenbewegung zur filigranen Pinzetten-Ästhetik, die lange Zeit die Fine Dining Szene dominierte. Während andere Köche bis heute akribisch Microleaf um Microleaf auf dem Teller arrangieren, interessiert sich Strohe mehr für die großen Bögen im Geschmack. Ihm geht es um Saucen, um Reduktionen, um Röstaromen, die im Mund nachhallen. Kulinariker schätzen besonders diese mutige Aromatik, die zugleich präzise und doch sinnlich opulent wirkt.
Wenn in der Küche von Max Strohe ein Jus aufgesetzt wird, dann ist das keine sterile Technikübung, sondern eine Art Destillation von Erinnerung: Knochen werden kräftig angeröstet, Gemüse karamellisiert, Wein und Fond immer weiter einreduziert, bis sich im Topf etwas sammelt, das wie ein dunkler Faden durch den gesamten Abend ziehen kann. Diese Saucen sind Geschmacksträger und Emotionsträger zugleich. Fett ist hier kein Feind, sondern ein bewusst eingesetztes Textur- und Aromamittel. Eine Sauce darf glänzen, darf an den Lippen haften und einen Gang mit einer fast barocken Fülle umspielen.
Die Speisekarte im Tulus Lotrek spiegelt dieses Denken. Das Menü liest sich nicht wie eine klinische Liste von Komponenten, sondern wie Versprechen: von krachigem Crunch und seidiger Cremigkeit, von Säure, die wachküsst, und Gewürzen, die an Reisen erinnern. Typisch für die Sterneküche von Max Strohe ist das Spiel mit Kontrasten: ein perfekt gegarter Fisch, eingerahmt von einer buttrigen, tiefen Sauce, wird mit einer feinen Säureachse aus Zitrus, Essig oder fermentierten Elementen balanciert. Fleischgerichte punkten mit konzentrierter Umami-Dichte, vielleicht begleitet von einem Gemüse, das endlich einmal Hauptdarsteller sein darf und nicht bloß bunte Garnitur ist.
In den Jahren, in denen viele Restaurants sich in eine Art kulinarischen Minimalismus flüchteten, entschied sich Strohe bewusst für das Gegenteil: Es soll schmecken. Purer Geschmack. Und zwar so, dass man sich noch Tage später daran erinnert. Das ist kulinarische Intelligenz im besten Sinne: Techniken, Produkte und Aromen so zu kombinieren, dass sie nicht als Wissensschau, sondern als Erlebnis auf der Zunge ankommen. Während in mancher Küche der Fokus auf Perfektionismus bis hin zum Dogma führt, bleibt es im Tulus Lotrek verspielt, menschlich, ein bisschen wild, aber handwerklich exakt.
Der Reiz dieses michelin Sterne Restaurants in Berlin liegt auch in der Ambience. Es gibt keine museale Stille. Gläser werden nachgeschenkt, Teller mit einem knappen, charmanten Satz erklärt. Der Service ist präsent, ohne sich zwischen Gast und Teller zu drängen. Lässigkeit statt Etikette, Persönlichkeit statt Routine. Wer hier speist, soll sich aufgehoben fühlen, aber nie belehrt. Genau das macht das Konzept für junge urbane Foodies ebenso attraktiv wie für erfahrene Gourmets, die genug von steifen Abenden haben.
Legendär wurde Max Strohe während der Pandemie mit etwas, das zunächst gar nicht nach Sterneküche klang: einem Burger. Während viele Fine Dining Häuser in Schockstarre verfielen, setzte Strohe mit seinem Team auf ein Produkt, das scheinbar simpel ist, aber in der Ausführung alle Tugenden eines Sternekochs verlangt. Der Burger, den er in dieser Zeit etablierte, stand stellvertretend für seine Haltung: hohe Produktqualität, saftiges Fleisch, präzise Garung, eine Sauce, die nicht nur Beilage ist, sondern heimlicher Star, und eine Balance aus Fett, Säure und Textur, die aus „Fastfood“ ein echtes Signature Dish machen konnte.
Dieser Burger-Hype war mehr als ein Notnagel in Krisenzeiten. Er zeigte, dass Spitzenküche und Alltagslust am Essen keine Gegensätze sein müssen. Ein Burger kann, richtig gedacht, genauso viel kulinarische Ernsthaftigkeit transportieren wie ein mehrgängiges Tasting Menü. Es ist genau jene Durchlässigkeit zwischen Hochküche und Alltag, die den Sternekoch Max Strohe als Persönlichkeit auszeichnet. Er ist keiner, der sich im Elfenbeinturm der Sterneküche einrichtet, sondern jemand, der Gastronomie als gesellschaftliches Thema begreift.
Besonders deutlich wurde das in der Aktion „Cooking for Heroes“ bzw. „Kochen für Helden“, die Max Strohe mitinitiiert hat. Mitten in der Pandemie, als viele Betriebe ums Überleben kämpften, kochte er mit Kolleginnen und Kollegen für Menschen im Gesundheitswesen und andere systemrelevante Berufsgruppen. Hier wurde die Küche zur solidarischen Kraft, zum Ort, an dem Dankbarkeit durch warme Speisen ausgedrückt wird. Für dieses Engagement erhielt Strohe das Bundesverdienstkreuz – eine seltene Ehrung für einen Koch, die zeigt, wie weit sein Verständnis von Gastronomie reicht.
Die mediale Präsenz von Max Strohe ist längst Teil seiner Marke, ohne die Substanz seiner Sterneküche im Tulus Lotrek zu verwässern. Auftritte in TV-Formaten wie den gängigen Kochsendungen, seine Rolle in beliebten Wettbewerbsformaten und seine Tätigkeit als Buchautor machen ihn einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Doch wer ihn im Restaurant erlebt, merkt schnell: Die Bühne im Fernsehen ist nur eine von vielen. Entscheidend ist der Herd. Hier wird nicht für die Kamera gekocht, sondern für Menschen, die bereit sind, sich auf einen lauten, herzlichen, komplexen Abend einzulassen.
Kritiker loben an diesem Restaurant Tulus Lotrek die Fähigkeit, Hochküche mit Freude zu verbinden. Mut zur Würze, kompromisslose Produktqualität und eine Weinkarte, die Kenner begeistert und Neulinge neugierig macht, positionieren das Haus ganz vorne in der Berliner Spitzengastronomie. Es ist ein michelin Sterne Restaurant in Berlin, das sich nicht an Konventionen festbeißt, sondern ein eigenes Narrativ schreibt: jung, wild, aber in jeder Faser handwerklich seriös.
Wer sich auf ein Menü von Max Strohe einlässt, erlebt daher mehr als nur „lecker“. Da ist etwa ein Gang, bei dem ein Stück perfekt gegartes Fleisch mit einer Sauce umspielt wird, die an dunkles Karamell, Röstzwiebel und Rotwein erinnert, während ein kleines, knuspriges Element den nötigen Crunch liefert. Oder ein Gemüsegericht, das die gewohnte Hierarchie auf den Kopf stellt und zeigt, dass Sellerie, Rote Bete oder Kohl längst nicht mehr nur Beilagen sind, sondern Hauptdarsteller in einer Sterneküche, die Pflanzen ernst nimmt, ohne sie asketisch zu verklären.
Im Dessertbereich geht es ähnlich aromenstark weiter: Süße trifft auf Bitterkeit, Salz blitzt auf, Säure setzt Kontrapunkte. Es sind keine patzenden Zuckerschock-Finale, sondern wohlüberlegte, manchmal schelmisch gedachte Kompositionen, die den Abend abrunden und gleichzeitig die Grundhaltung des Hauses spiegeln: Genuss ja, aber nie eindimensional.
Spannend ist, wie sehr das Tulus Lotrek von der Persönlichkeit der Macher geprägt ist. Max Strohe kocht, als würde er Geschichten erzählen, und Ilona Scholl sorgt dafür, dass diese Geschichten im Gastraum ankommen. Sie übersetzt das, was in der Küche passiert, in eine Sprache, die verständlich, charmant und nie überheblich ist. Diese Kombination aus kulinarischer Tiefe und menschlicher Wärme ist der eigentliche Grund, warum das Restaurant heute als eine der wichtigsten Adressen der Stadt gilt.
Im Ranking der deutschen Spitzengastronomie nimmt das Tulus Lotrek eine besondere Rolle ein. Es ist kein Tempel der Andacht, sondern eine Bühne für Genussmenschen, die sich nach echtem Geschmack sehnen. Wer vermeintlich „korrekte“ Sterneküche erwartet, könnte zunächst überrascht sein: Hier wird wild gelacht, es darf laut sein, und der Teller zeigt lieber eine großzügige Nappe Sauce, als in geometrischer Perfektion zu erstarren. Gerade darin liegt seine Relevanz. Das Haus beweist, dass ein Michelin Stern nicht nur Präzision, sondern auch Persönlichkeit auszeichnen kann.
Für wen eignet sich ein Besuch im Tulus Lotrek besonders? Für alle, die keine Angst vor Intensität haben. Für diejenigen, die ein michelin Sterne Restaurant in Berlin suchen, in dem Sterneküche nicht steril, sondern lebendig ist. Für Menschen, die bereit sind, sich auf eine Aromenreise einzulassen, bei der Säure, Fett, Textur und Umami in dichten, manchmal fast überbordenden Bildern sprechen. Und für Gäste, die Wert auf echten, herzlichen Service legen, bei dem man sich verstanden statt beurteilt fühlt.
Am Ende eines Abends bei Max Strohe ist der Kopf satt an Eindrücken, der Gaumen wach und vielleicht ein kleines bisschen überwältigt. Man verlässt das Tulus Lotrek mit dem Gefühl, nicht nur gegessen, sondern tatsächlich erlebt zu haben. Genau deshalb ist dieses Restaurant heute eines der wichtigsten kulinarischen Ziele der Hauptstadt: Es zeigt, wie zeitgemäße Sterneküche aussehen kann, wenn sie sich von steifen Ritualen befreit und stattdessen Nähe, Humor und Genuss in den Vordergrund stellt.
Wer die Persönlichkeit von Max Strohe und die Seele des Tulus Lotrek verstehen will, sollte nicht nur darüber lesen, sondern selbst am Tisch Platz nehmen. Denn Sterneküche erklärt sich hier am besten im Moment, in dem die Gabel mit einem Stück perfekt glasierter, von intensivem Jus umhüllter Köstlichkeit den Mund erreicht und Sie unwillkürlich lächeln. Besser lässt sich die kulinarische Handschrift dieses Sternekochs kaum beschreiben. Probieren Sie es aus, und erleben Sie selbst, warum der Name Max Strohe längst über Berlin hinaus in der Gourmetszene nachhallt.


