Maui: Betrüger nutzen öffentliche Sitzungspläne für gezielte Phishing-Angriffe
28.12.2025 - 22:12:12Auf Maui nutzen Betrüger öffentliche Sitzungspläne, um gezielte Phishing-Angriffe durchzuführen. Die Polizei warnt vor unüblichen Zahlungswegen und rät zu Vorsicht.
Die Polizei auf Maui warnt vor einer neuen Betrugswelle, bei der Täter persönliche Daten aus kommunalen Dokumenten missbrauchen. Die Angriffe sind so präzise, dass selbst aufmerksame Bürger in die Falle tappen können.
Auf der hawaiianischen Insel Maui schlagen die Behörden Alarm: Eine neue, hochgradig gezielte Phishing-Kampagne bedroht die Bürger. Die Täter nutzen dabei einen perfiden Trick – sie durchforsten öffentlich einsehbare Sitzungspläne und Tagesordnungen der County-Verwaltung, um ihre Opfer auszuwählen. Das gab die Maui Police Department (MPD) Ende dieser Woche bekannt.
Gezielte Täuschung mit echten Daten
Anders als massenhaft versendete Spam-Mails setzen die Betrüger auf Präzision. Sie identifizieren in den öffentlichen Agenden konkrete Personen, die aktuell ein Anliegen bei der Verwaltung haben – etwa eine Baugenehmigung beantragen oder zu einer Anhörung geladen sind.
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Mit diesen Informationen kontaktieren sie die Bürger per Telefon, E-Mail oder SMS. Sie geben sich als Mitarbeiter der County-Verwaltung oder eines bestimmten Ausschusses aus. Der Clou: Da sie echte Details aus dem laufenden Verfahren nennen können, wirken ihre Anrufe und Nachrichten äußerst glaubwürdig.
Immer dieselben Warnsignale: Unübliche Zahlungswege
Trotz der ausgeklügelten Masche folgt die Aufforderung zur Zahlung einem bekannten Muster. Die Polizei warnt: Die Täter verlangen die Überweisung auf nicht nachvollziehbare und für Behörden völlig unübliche Zahlungswege.
Dazu zählen:
* Überweisungen in Kryptowährungen
* Western Union– oder andere Geldtransfers
* Zahlungen über mobile Apps wie PayPal oder Venmo
* Prepaid-Gutscheinkarten (z.B. von Amazon oder iTunes)
Die Maui Police Department stellt unmissverständlich klar: „Die County-Verwaltung von Maui wird niemals Zahlungen per Geldtransfer, Kryptowährung, Zahlungs-Apps, Gutscheinkarten oder ähnlichen Methoden verlangen.“ Offizielle Gebühren werden über behördliche Portale, per Scheck oder persönlich in den Amtstellen beglichen – niemals unter Zeitdruck und schon gar nicht mit Gutscheinen.
So schützen Sie sich: Verifizieren, nicht reagieren
Die Behörden raten zu äußerster Vorsicht bei unerwarteten Kontaktaufnahmen, selbst wenn der Anrufer persönliche Details kennt.
Die MPD gibt konkrete Handlungsempfehlungen:
* Nicht reagieren: Geben Sie niemals persönliche Daten, Finanzinformationen oder Zahlungen aufgrund einer unaufgeforderten Kontaktaufnahme preis.
* Selbst prüfen: Wenn jemand behauptet, Sie schuldeten Geld, legen Sie auf. Rufen Sie die zuständige Behörde direkt über eine verifizierte Telefonnummer von der offiziellen Website (mauicounty.gov) an.
* Melden: Wer bereits Daten preisgegeben oder Geld überwiesen hat, sollte umgehend die Polizei unter (808) 244-6400 informieren.
„Wir ermutigen die Öffentlichkeit, wachsam zu bleiben und diese Informationen mit Familie und Freunden zu teilen, um weitere Opfer zu verhindern“, so die Polizei.
Hintergrund: Die gefährliche Evolution des Behörden-Betrugs
Der aktuelle Fall steht im Kontext einer zunehmenden Welle von Behörden-Imitationen auf Hawaii. Bisher ging es dabei oft um grobe Masche, wie angebliche Steuerrückstände oder gefälschte Vorladungen.
Die neue Taktik ist weitaus gefährlicher. Die Täter investieren Zeit, um demokratische Transparenz gegen die Bürger zu wenden. Indem sie öffentliche Dokumente für ihre kriminellen Zwecke missbrauchen, überbrücken sie die Glaubwürdigkeitslücke zwischen digitalem Betrug und realer Verwaltung. Für den Durchschnittsbürger wird es so immer schwieriger, den echten Beamten vom Betrüger zu unterscheiden.
Was kommt da noch auf uns zu?
Ende Dezember 2025 arbeiten die Ermittler an der Rückverfolgung der Kommunikation. IT-Sicherheitsexperten sagen voraus, dass solche „kontextbewussten“ Phishing-Angriffe zunehmen werden, je mehr öffentliche Daten digitalisiert und zugänglich sind.
Die schnelle Warnung der Polizei zeigt: Der beste Schutz ist eine informierte Gemeinschaft. Wachsamkeit und der direkte Rückgriff auf verifizierte Kontakte sind die wirksamsten Waffen gegen den finanziellen Schaden. Die MPD wird weitere Updates geben, sollte sich der Kreis der Zielpersonen über Antragsteller hinaus erweitern.
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