Matthew Barney: Der Body-Horror-Papst der Kunstwelt – krank, krass, millionenschwer
24.01.2026 - 01:49:44Alle reden über Körper, Identität und Transformation – aber kaum jemand treibt das so extrem wie Matthew Barney.
Seine Filme sind wie düstere Märchen, seine Installationen sehen aus wie Sets von einem Sci-Fi-Horrorfilm. Und doch zahlen Sammler dafür Millionen.
Ist das Kunst-Genie, Mindfuck – oder einfach der krasseste Kunst-Hype, den du dieses Jahr noch entdeckst?
Das Netz staunt: Matthew Barney auf TikTok & Co.
Barneys Kunst ist nichts für nebenbei. Du siehst Körper in seltsamen Kostümen, bizarre Sport-Rituale, schleimige Materialien, mythische Wesen – irgendwo zwischen Fashion-Film, Albtraum und High-End-Performance.
Auf Social Media tauchen immer wieder Clips aus seinen legendären Zyklen wie "Cremaster" oder "River of Fundament" auf: hypnotische Kamera, ultra-stilisierte Körper, alles maximal symbolgeladen. Genau die Mischung, die auf For You Pages landet, wenn dein Algorithmus auf "weird art" steht.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Auf TikTok diskutieren User, ob das "next level performance" oder "komplett over the top" ist. Und genau diese Reibung macht ihn zum perfekten Thema für Du-bist-entweder-dafür-oder-dagegen-Kommentarschlachten.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Matthew Barney mitreden willst, reichen ein, zwei Namen – und alle Art-Nerds wissen sofort, dass du im Game bist:
- "The Cremaster Cycle" – Fünfteiliger Film- und Installationszyklus, der ihn zum Kultstar der 90er und 2000er gemacht hat. Surreale Bilder, Sportstadien, seltsame Kostüme, Körper im Ausnahmezustand. Die Filme wurden nur extrem selten gezeigt, es gibt kaum offizielle DVDs – das macht sie noch mythischer. Viele sehen das als einen der wichtigsten Film-Kunst-Zyklen der Gegenwart.
- "Drawing Restraint" – Lang angelegtes Projekt, in dem er den Körper immer wieder an Grenzen bringt: Zeichnen mit körperlichen Hindernissen, Performances auf Schiffen, Wachs, Vaseline, schweres Material. Besonders bekannt: "Drawing Restraint 9" mit Björk – eine Art Oper auf einem Walfangschiff, voller Rituale, Metamorphosen und surrealer Kostüm-Orgien.
- "River of Fundament" – Monumentaler Film und Skulpturenkomplex, inspiriert von Norman Mailers Roman "Ancient Evenings". Drei Teile, übertrieben opulent: Autos werden eingeschmolzen, Körper verwandeln sich, es geht um Wiedergeburt, Dreck, Metall, Mythologie. In Museen wurden Film und Installationen parallel gezeigt – ein echtes Must-See für alle, die auf totalen Overload stehen.
Was oft für Skandale sorgt: Barney arbeitet mit Körperflüssigkeiten, Tierkörpern, Schlamm, Vaseline – nicht gerade Wohnzimmer-tauglich. Kritiker feiern ihn als Grenzgänger, andere werfen ihm "ästhetisierten Ekel" vor. Genau dieser Mix macht ihn aber zu einem Namen, der die Kommentarspalten spaltet – und den Markt heiß hält.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Barney ist kein TikTok-Newcomer, sondern längst Blue-Chip-Kunst. Bedeutet: große Museen, große Galerien, große Preise.
Bei Auktionen haben seine Werke bereits hohe sechs- bis siebenstellige Beträge erreicht. Unter Sammlern kursieren Berichte über Rekordpreise im Millionenbereich für große Installationen und seltene Film-bezogene Arbeiten, etwa aus dem "Cremaster"-Kosmos.
Editionen und Fotografien sind die "Einstiegsdrogen": im gehobenen fünfstelligen Bereich kannst du mit Glück irgendwo am Rand des Universums Barney sammeln – vorausgesetzt, du hast die richtigen Kontakte und bist auf den Listen der großen Häuser.
Sein Markt wird von Top-Galerien kontrolliert, unter anderem von Gladstone Gallery. Das bedeutet: kontrollierte Verfügbarkeit, kaum Spekulations-Schrott, eher langfristiger Investment-Status. Wer ihn kauft, denkt nicht in Monaten, sondern in Jahrzehnten.
Historisch gesehen hat Barney damit eine seltene Position: Er ist gleichzeitig Kultfigur der Kunst-Uni-Generation und fester Bestandteil von Museumsprogrammen weltweit. Seine Projekte sind so episch, dass sie eher wie Gesamtkunstwerke funktionieren als wie einzelne Bilder.
Für deinen inneren Investor heißt das: Kein schneller Flip, aber ein Name, der in jeder Kunstgeschichte der Gegenwart vorkommt – und damit ein Kandidat für die Kategorie Stabiler Blue Chip.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Matthew Barney ist nicht einer dieser Künstler, die jede Woche eine neue Pop-up-Ausstellung droppen. Seine Shows sind selten, groß und oft über Jahre geplant.
Was aktuell wichtig ist: Die New Yorker Gladstone Gallery vertritt ihn und zeigt immer wieder große Projekte und neue Werkgruppen. Über die Galerie erfährst du in der Regel als erstes, wenn eine neue Ausstellung oder Installation ansteht:
- Offizielle Barney-Seite bei Gladstone Gallery – hier findest du Ausstellungs-Infos, Werkserien, Pressetexte und Bilder.
- Mehr Infos direkt vom Künstler – wenn verfügbar, lohnt sich ein Blick auf Projekte, Filme, Publikationen.
In großen Museen tauchen seine Arbeiten regelmäßig in Gruppenausstellungen oder Filmprogrammen auf – vor allem in Häusern, die sich auf zeitgenössische Medienkunst, Performance und Film spezialisiert haben.
Falls du gerade eine konkrete Show suchst: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die als große, monografische Barney-Schau weltweit überall beworben werden. Check aber unbedingt die Links oben – dort werden neue Termine zuerst veröffentlicht.
Wer ist dieser Typ eigentlich? Kurz-Bio für dein Brain
Matthew Barney ist in den USA aufgewachsen und hat ursprünglich eine eher sportliche, körperliche Vergangenheit – was man seiner Kunst deutlich ansieht. Schon früh hat er angefangen, Performance, Film, Skulptur und Zeichnung zu mischen.
International bekannt wurde er in den 90ern – ziemlich jung, ziemlich radikal. Museen wie das Guggenheim haben ihm riesige Spaces gegeben, seine Arbeiten wurden zu Must-Sees für alle, die sich für experimentelle Filmkunst und Körperpolitiken interessieren.
Eine Zeit lang war er auch durch seine Beziehung mit der Musikerin Björk im Pop-Kosmos präsent – gemeinsam haben sie an Projekten wie "Drawing Restraint 9" gearbeitet. Das hat ihm ein Publikum weit außerhalb der klassischen Kunstbubble beschert.
Heute ist er so etabliert, dass sein Name automatisch in einem Atemzug mit anderen Schwergewichten der Medienkunst genannt wird. Gleichzeitig bleibt er ziemlich unnahbar – keine Dauer-Selbstinszenierung, kein Influencer-Gehabe, eher der Typ mysteriöser Regie-Guru.
Warum seine Bilder so "Instagrammable" sind – obwohl sie so dark wirken
Auf den ersten Blick wirkt Barney sperrig, intellektuell, komplex. Aber visuell liefert er genau das, was Social Media liebt: starke Silhouetten, krasse Kostüme, extreme Szenen.
Stell dir vor: Ein Raum voll mit halb geschmolzenen Autos, Vaseline-Skulpturen, Figuren in sportlichen Ritualposen, dazu mythologische Symbole. Jede Einstellung aus seinen Filmen könnte ein Frame aus einem Hyper-Ästhetik-Musicvideo sein.
Wer seine Werke postet, signalisiert automatisch: "Ich bin deep into Art" – auch wenn man gar nicht jeden Symbolcode dechiffrieren kann. Genau deshalb passt Barney perfekt in die Feeds von jungen Sammler:innen, Kunststudent:innen und Culture-Kids, die mehr wollen als hübsche Farbflächen.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du nur schnelle bunte Pop-Art willst, ist Matthew Barney wahrscheinlich zu heavy. Seine Kunst fordert dich: lang, komplex, körperlich, manchmal eklig, oft verstörend – aber immer visuell auf Anschlag.
Für die Digital- und TikTok-Generation ist er genau deswegen spannend: Er liefert Bilder, die du nicht mehr aus dem Kopf kriegst, und Themen, die perfekt in unsere Zeit passen – Identität, Körper, Transformation, Grenzen.
Aus Markt-Sicht ist er längst in der Blue-Chip-Liga: hohe Preise, starke Institutionen, seltene Werke. Kein Flipper-Künstler, sondern jemand, den Museumsleute in 30 Jahren noch zitieren werden.
Also: Wenn du dein Art-Game ernst meinst, führt an Matthew Barney kaum ein Weg vorbei. Ob du ihn liebst oder abstoßend findest – ignorieren geht nicht.


