MassRobotics, Startups

MassRobotics fördert elf Startups für die Medizin der Zukunft

01.02.2026 - 23:05:12

Ein globales Förderprogramm unterstützt elf Startups dabei, Robotik und KI in der Patientenversorgung, Diagnostik und Krankenhauslogistik marktreif zu machen.

Elf internationale Startups sollen mit Robotik und KI das Gesundheitswesen revolutionieren – von der OP bis zur Apotheke. Das globale Innovationszentrum MassRobotics hat seine fünfte Förderkohorte für Healthcare Robotics bekannt gegeben. In einem intensiven, fünftägigen Mentorenprogramm erhalten die Gründer Zugang zu Top-Experten von Partnern wie Festo und Mitsubishi, um ihre Technologien marktreif zu machen.

Die ausgewählten Unternehmen aus den USA, Kanada und Frankreich adressieren drängende Probleme: Personalmangel, steigende Kosten und die Nachfrage nach Präzisionsmedizin. Das Programm zielt darauf ab, die Lücke zwischen technischer Innovation und klinischer Anwendung zu schließen. „Wir verbinden technologische Möglichkeiten mit der klinischen Realität“, erklärt Juan Necochea, Direktor für strategische Partnerschaften bei MassRobotics.

Von der Zahnarztpraxis bis zum OP: Roboter für die Patientenversorgung

Ein Schwerpunkt der Kohorte liegt auf der direkten Verbesserung der klinischen Versorgung. Mehrere Startups entwickeln Systeme, die Ärzte unterstützen und Patienten zugutekommen.

Das kanadische Unternehmen Revolve Surgical arbeitet an einer kompakten Plattform für robotergestützte Chirurgie. Sie soll teure Eingriffe zugänglicher machen. Aus Boston kommt Ras Labs, das Robotern einen menschenähnlichen Tastsinn verleiht. Diese Technologie soll die Geschicklichkeit von Greifern und Prothesen verbessern.

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In der Diagnostik setzt Humotech aus Pittsburgh auf Daten: Eine KI-gestützte Plattform hilft Ärzten, die optimale Prothese für Amputierte schneller zu finden. Eine Revolution für die Zahnmedizin plant Hesy Tech. Das Startup führt eine KI-gesteuerte Roboterplattform für präventive Zahnreinigung ein. Das Ziel: mehr Kapazität und gleichbleibende Qualität in den Praxen.

Automatisierung im Hintergrund: Logistik und Labore entlasten

Nicht nur am Patienten, auch im Hintergrund sollen Roboter für Entlastung sorgen. Ein großer Teil der Startups automatisiert logistische Abläufe in Kliniken und Laborprozesse.

Zeus Robotics hat einen autonomen Transportroboter für Krankenhäuser entwickelt. Er benötigt keine feste Infrastruktur und soll Personalkosten senken. In der Krankenhausapotheke setzt Inception Robotics an: Ein Roboter sortiert zurückgegebene Medikamente automatisch. Das bekämpft Medikamentenverschwendung und entlastet das Fachpersonal.

Im Labor der Zukunft sollen Roboter die Forschung beschleunigen. Concerto Biosciences automatisiert die Analyse von Millionen mikrobieller Kombinationen für neue Gesundheitsprodukte. Whelix baut modulare Systeme, um manuelle Prozesse in der Zellkultur zu automatisieren. HyperSpectral Corp kombiniert bildgebende Verfahren mit einer KI, um Krankheitserreger schneller zu identifizieren.

Die nächste Stufe: KI und intuitive Mensch-Roboter-Interaktion

Die ausgewählten Startups gehen über reine Automatisierung hinaus. Sie entwickeln lernfähige KI und Roboter, die einfühlsam mit Menschen interagieren.

Das französische Startup Enchanted Tools schafft charakterbasierte Roboter. Sie sollen in Pflegesituationen assistieren und für emotionale Unterstützung sorgen – für Patienten und Personal. Lupa Robotics aus San Francisco löst ein Grundproblem: Das Unternehmen erstellt einen gewaltigen Datensatz über menschliche Geschicklichkeit. Daraus soll ein universelles Modell für Roboterhände entstehen, das in vielen Bereichen einsetzbar ist.

Strukturierter Weg zur Marktreife: Mentoring und Expertentests

Das Catalyst-Programm bietet mehr als nur Kontakte. Es ist ein strukturierter Fahrplan zur Kommerzialisierung. Ein erweitertes Medical Advisory Board mit praktizierenden Klinikern bewertet die klinische Relevanz und Integration in den Arbeitsalltag. So wird sichergestellt, dass die Technologien die komplexen Abläufe in Kliniken verstehen.

In Workshops lernen die Gründer, wie sie Finanzierung sichern, Zulassungsprozesse wie die der US-Gesundheitsbehörde FDA meistern und ihre geistigen Eigentumsrechte schützen. Das Programm gipfelt in zwei Präsenzveranstaltungen in Boston: der „Healthcare in Robotics Week“ im März und einem Finale auf der Robotics Summit & Expo im Mai.

„Die Stärke liegt in der Vielfalt der Ideen“, sagt Johannes Linzbach, Leiter des Festo Research Hub Boston. Die Branche wird genau verfolgen, wie diese elf Unternehmen die Medizin von morgen gestalten.

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