Martha, Schultz

Martha Schultz führt Wirtschaftskammer Österreich bis 2030

14.01.2026 - 09:14:12

Martha Schultz übernimmt offiziell die Präsidentschaft der Wirtschaftskammer Österreich. Ihre zentrale Aufgabe ist die Wiederherstellung von Vertrauen nach der turbulenten Amtszeit ihres Vorgängers.

Martha Schultz ist neue Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Tiroler Unternehmerin übernimmt das Amt offiziell für die gesamte verbleibende Funktionsperiode bis 2030. Ihre formelle Angelobung findet heute statt.

Die Entscheidung beendet eine Phase der Unsicherheit an der Spitze der mächtigen Interessenvertretung. Schultz hatte die Führung bereits interimistisch nach dem Rücktritt von Harald Mahrer im November 2025 übernommen. Am Dienstagabend einigten sich die Obleute des ÖVP-Wirtschaftsbundes informell auf ihre dauerhafte Bestellung.

Vom Übergang zur dauerhaften Lösung

Ursprünglich als Übergangslösung gedacht, überzeugte Schultz schnell in ihrer Rolle. Breite Zustimmung aus den eigenen Reihen ebnete den Weg für die volle Amtszeit. Die langjährige Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ verfügt über umfassende Kammererfahrung.

In einem Schreiben an Funktionäre und Mitarbeiter bekräftigte sie ihre Entscheidung, die Präsidentschaft anzunehmen. Beobachter werten den Schritt als Signal für Kontinuität – und für notwendige Veränderungen.

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Vertrauen zurückgewinnen wird zentrale Aufgabe

Schultz übernimmt ein Amt unter schwierigen Vorzeichen. Ihr Vorgänger Mahrer trat nach massivem Druck zurück. Auslöser waren geplante Gehaltserhöhungen für Kammer-Mitarbeiter in wirtschaftlich angespannten Zeiten.

Die neue Präsidentin kündigte an, genau diese sensiblen Bereiche kritisch zu prüfen. Ihr erklärtes Ziel: verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Im Fokus stehen mehr Transparenz und Effizienz in den Kammerstrukturen.

„Ihr unternehmerischer Hintergrund soll dabei helfen“, sagt ein Insider. Schultz ist Mitinhaberin der Schultz Gruppe, einem der größten Tourismusunternehmen Österreichs. Dieser praxisnahe Zugang soll die Glaubwürdigkeit der WKÖ stärken.

Wirtschaftsstandort in stürmischen Zeiten

Die Herausforderungen sind enorm: Hohe Energiekosten, Bürokratie und internationaler Wettbewerb belasten die Unternehmen. Als klare Ansprechpartnerin an der Spitze der Sozialpartnerschaft wird Schultz nun erwartet, sich mit Nachdruck für die Mitgliedsbetriebe einzusetzen.

Ihre Profile:
* Tourismus-Expertin: Starke Stimme für einen Schlüsselsektor
* Mittelstands-Verbindung: Fokus auf familiengeführte Betriebe
* Internationale Vernetzung: Ehemalige Vizepräsidentin von EUROCHAMBRES

Erste Frau an der WKÖ-Spitze

Ihre Ernennung ist historisch: Martha Schultz ist die erste Präsidentin in der Geschichte der Organisation. Mehr als nur eine personelle Veränderung symbolisiert dies einen möglichen Kulturwandel.

Nach den turbulenten Monaten setzt der Wirtschaftsbund auf eine pragmatische, unternehmerisch verwurzelte Persönlichkeit. Die stabile Machtbasis soll ihr den Rücken für Reformen freihalten.

Kann sie den Spagat zwischen bewährten Strukturen und notwendiger Modernisierung meistern? Die kommenden Wochen werden zeigen, welche konkreten Schritte zur mehr Transparenz sie einleitet. Der Dialog mit den Mitgliedsbetrieben wird entscheidend sein, um Prioritäten zu setzen.

Themen wie digitale Transformation, Fachkräftemangel und ökologische Nachhaltigkeit drängen. Die Angelobung heute markiert den Startpunkt für eine neue Ära – deren Erfolg sich daran messen lassen muss, ob die WKÖ wieder näher an die Unternehmen rückt.

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