MARIOW: Deutscher KI-Roboter revolutioniert Unterwasser-Schweißen
07.01.2026 - 10:31:12Ein deutsches Forschungskonsortium hat einen autonomen Schweißroboter für die Tiefsee entwickelt. Das System soll die gefährliche Arbeit von Industrietauchern revolutionieren.
Bremen – Der deutsche Forschungskonzern DFKI hat heute eine Weltneuheit vorgestellt: MARIOW, den ersten autonomen Unterwasser-Schweißroboter mit Künstlicher Intelligenz. Das System absolvierte seine Abschlussdemonstration erfolgreich im hauseigenen Testbecken in Bremen. Es verspricht, die Wartung von Offshore-Windparks, Hafenanlagen und Ölplattformen sicherer und effizienter zu machen.
Lösung für einen gefährlichen Job und Fachkräftemangel
Die Präsentation kommt zur rechten Zeit. Die maritime Industrie leidet unter einem akuten Mangel an spezialisierten Industrietauchern. Gleichzeitig gilt Unterwasser-Schweißen als einer der gefährlichsten Berufe der Welt. Taucher riskieren Stromschläge, Explosionen und langfristige Gesundheitsschäden.
MARIOW – die Abkürzung steht für Maritime AI-Guided & Remote Operated Welding – soll Menschen von diesen Hochrisiko-Aufgaben entlasten. „Die Fähigkeit, gleichmäßige Schweißnähte unter schwierigen Sichtverhältnissen zu produzieren, ist ein Game-Changer“, kommentieren Branchenbeobachter die Vorführung.
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KI als Auge, Roboterarm als Hand
Das Herzstück des Systems ist ein speziell entwickelter modularer Unterwasser-Manipulator des DFKI. Der Roboterarm hat eine Reichweite von zwei Metern und ist für Einsätze bis in 6.000 Meter Tiefe ausgelegt. Seine modulare Gelenkkonstruktion ermöglicht präzise Bewegungen selbst bei Strömung.
Die eigentliche Intelligenz steckt in der KI-Steuerung. Ein neuartiges Stereo-Kamerasystem erkennt selbst in trübem Wasser Schweißnähte, kartiert exakte Start- und Endpunkte und plant in Echtzeit den Schweißpfad. Diese lückenlose Datenverarbeitung sorgt für eine millimetergenaue Führung des Schweißbrenners.
Starkes Konsortium aus Forschung und Industrie
Hinter dem Erfolg steht ein vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Spitzenforschungs-Team. Während das DFKI die Robotik entwickelte, steuerten Partner entscheidende Komponenten bei:
* Die TH Köln arbeitete an Materialwissenschaft und autonomer Steuerung.
* Das Fraunhofer IGD lieferte Expertise im visuellen Computing.
* Die Industriepartner AMT GmbH und Unterwasserkrause – Mutzeck GmbH sicherten die Praxis-Tauglichkeit mit ihrem Schweiß- und Tauchexpertenwissen.
Diese enge Verzahnung von Grundlagenforschung und angewandter Industrieexpertise brachte das Projekt vom Konzept zum funktionierenden Prototyp.
Wegbereiter für die „Blaue Wirtschaft“
Zunächst wird MARIOW wohl als „Cobot“ (kollaborativer Roboter) eingesetzt. Statt Taucher vollständig zu ersetzen, übernimmt er die anstrengenden, standardisierten Schweißarbeiten. Menschliche Operateure können den Prozess aus sicherer Entfernung überwachen oder sich auf komplexere Inspektionen konzentrieren.
Die Perspektiven für die Offshore-Energiebranche sind enorm. Automatisierte Wartung könnte Stillstandszeiten von Windrädern und Plattformen drastisch reduzieren. Das senkt Betriebskosten und verlängert die Lebensdauer milliardenschwerer Infrastruktur. Für das Wachstum der „Blauen Wirtschaft“ sind Innovationen wie MARIOW unverzichtbar.
Nach der erfolgreichen Testbecken-Demonstration bereitet das Konsortium nun Praxistests im offenen Meer vor. Weitere Details zu kommerziellen Partnerschaften und Einsatzzeitplänen will das DFKI noch in diesem Jahr bekanntgeben.
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