Malaysia löscht 240.000 gefährliche Online-Inhalte
23.01.2026 - 04:39:12Malaysia geht mit massiven Löschaktionen gegen Betrug, Falschinformationen und Deepfakes vor. Die Behörden melden Erfolgsquoten von bis zu 95 Prozent.
Die malaysische Kommunikationsbehörde MCMC hat zwischen 2022 und 2025 die Entfernung von über 240.000 schädlichen Online-Inhalten veranlasst. Das gab das Kommunikationsministerium am Freitag bekannt. Im Fokus der großangelegten Säuberungsaktion standen vor allem Online-Betrug, Falschinformationen und mit Künstlicher Intelligenz erzeugte Deepfakes.
Der Großteil der entfernten Inhalte – genau 176.786 – entfiel auf Betrugsversuche. Hinzu kamen fast 60.000 Falschmeldungen und über 4.000 Deepfakes. Die Löschquote war bemerkenswert hoch: Rund 95 Prozent der betrügerischen und 93 Prozent der Deepfake-Inhalte verschwanden erfolgreich aus dem Netz.
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Doch die Regierung setzt nicht nur auf Löschungen. Ein verschärftes Gesetz sieht nun Geldstrafen von bis zu umgerechnet 100.000 Euro oder zwei Jahre Haft vor, wer falsche Inhalte zur Täuschung verbreitet. Seit Jahresbeginn gilt zudem ein neues Online-Sicherheitsgesetz. Es verpflichtet Plattformbetreiber, aktiv gegen schädliche Inhalte vorzugehen.
Die Maßnahmen zeigen Wirkung. Allein 2024 ließ die MCMC über 63.000 betrügerische Inhalte entfernen – zehnmal so viele wie im Vorjahr. Hintergrund sind massive finanzielle Schäden: Malaysische Bürger verloren in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge durch Online-Betrug.
Plattformen in der Pflicht
Die Behörden werden zunehmend proaktiv. Erst kürzlich intervenierte die MCMC beim Sozialen Netzwerk X wegen dessen KI-Chatbots Grok. Nach Beschwerden über die Generierung schädlicher Inhalte hat X nun neue Schutzmaßnahmen implementiert.
Die Regierung denkt bereits über weitere Verschärfungen nach. Kommunikationsminister Fahmi Fadzil kündigte eine Überprüfung der Lizenzpflicht für Soziale Medien an. Derzeit müssen Plattformen mit über acht Millionen lokalen Nutzern eine Lizenz besitzen. Der Fall Grok zeigte jedoch, dass auch kleinere Plattformen erheblichen Schaden anrichten können.
Prävention durch Aufklärung
Experten betonen, dass Löschungen allein nicht ausreichen. Langfristig brauche es eine Kombination aus Regulierung, Plattform-Kooperation und digitaler Bildung. Die malaysische Regierung setzt daher auf Aufklärungskampagnen wie „KIS“, um Nutzer im Erkennen von Online-Gefahren zu schulen.
Die klare Botschaft aus Kuala Lumpur: Wer schädliche Inhalte verbreitet, muss mit entschlossenen Gegenmaßnahmen rechnen. Mit aktualisierten Gesetzen, strikter Durchsetzung und mehr Plattform-Verantwortung will Malaysia die digitale Sicherheit seiner Bürger langfristig gewährleisten.
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