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Lux Capital sammelt Rekordsumme für KI und Verteidigungstechnik

08.01.2026 - 16:04:13

Der Risikokapitalgeber Lux Capital sammelt 1,5 Milliarden Euro für Deep-Tech-Investments an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Verteidigung und setzt damit einen Kontrapunkt zum aktuellen Markttrend.

Der Risikokapitalgeber Lux Capital hat trotz Branchenflaute einen neuen Rekordfonds geschlossen. Die 1,5 Milliarden Euro fließen in Zukunftstechnologien an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Verteidigung und Grundlagenforschung. Das Volumen unterstreicht eine strategische Wende der Investoren weg von reinen Software-Startups.

Vom Zukunftstraum zur Realität

Mit dem neuen Fonds Lux Ventures IX verwaltet die New Yorker Beteiligungsgesellschaft nun rund sieben Milliarden Euro. Das am Mittwoch bekanntgegebene Kapital soll in Unternehmen fließen, die komplexe wissenschaftliche Durchbrüche in marktfähige Produkte verwandeln. Die Strategie beschreibt das Unternehmen selbst als die Verwandlung von „Science-Fiction in Science-Fakt“.

Während viele Investoren in sichere Software-as-a-Service-Geschäftsmodelle flüchten, verdoppelt Lux sein Engagement in kapitalintensiven und technisch riskanten Sektoren. Der Fokus liegt auf Künstlicher Intelligenz, die mit physischen Systemen verschmilzt – etwa in Robotik, Luft- und Raumfahrt oder Verteidigungstechnologien. Diese Ausrichtung spiegelt einen Branchentrend wider: Silicon-Valley-Innovation wird zunehmend als Schlüsselfaktor für nationale Sicherheit und industrielle Resilienz betrachtet.

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„Wir unterstützen Gründer, die in den nächsten Jahren bahnbrechende Technologien entwickeln“, betont Managing Partner Josh Wolfe. Die Investments sollen dabei flexibel sein: von 100.000 Euro für erste Experimente bis zu 100 Millionen Euro für etablierte Marktführer in der Wachstumsphase.

Erfolg gegen den Markttrend

Der Fonds-Erfolg kontrastiert scharf mit der allgemeinen Lage am Risikokapitalmarkt. Analysten wie PitchBook verzeichnen deutliche Einbrüche bei Neuinvestitionen, getrieben durch hohe Zinsen und Liquiditätsengpässe.

Doch Lux Capital musste fast eine weitere Milliarde Euro an Investor-Nachfrage abweisen. Dieser Überschuss zeige einen „Flight to Quality“, so Mitgründer Peter Hébert. Anleger vertrauten der konsequenten Strategie des Unternehmens. Während Generalisten erst spät auf KI setzten, konzentriert sich Lux seit über zwei Jahrzehnten auf Zukunftstechnologien.

Der Rekordfonds in schwierigem Marktumfeld markiert eine Spaltung: Kapital für Standard-Software ist knapp, doch für spezialisierte Fonds in strategischen Sektoren wie Verteidigung und Energie ist die Nachfrage ungebrochen.

Schnittstelle zwischen Technologie und Staat

Ein Kernpfeiler der Lux-Strategie ist die Verbindung von kommerzieller Technologie und staatlichen Prioritäten. Der Fonds startet zu einem Zeitpunkt intensivierter Zusammenarbeit zwischen Tech-Branche und Regierung, angetrieben durch geopolitische Spannungen und den Wettlauf um die KI-Vorherrschaft.

Lux gilt als Pionier in diesem Feld. Das Unternehmen investierte früh in den Verteidigungs-„Einhorn“-Konzern Anduril Industries und den Hersteller autonomer Meeresfahrzeuge Saildrone – lange bevor „Defense Tech“ zum Modethema wurde. Zum Portfolio gehören auch KI-Schwergewichte wie Runway und Hugging Face.

Beobachter sehen im neuen Fonds eine Wette auf regulatorische Reformen. Das Pentagon und andere Behörden öffnen neue Beschaffungswege, die es Startups ermöglichen, mit etablierten Rüstungskonzernen zu konkurrieren.

Signal für die gesamte Venture-Capital-Branche

Der Abschluss von Lux Ventures IX ist ein Indikator für die Risikokapital-Branche 2026. Er signalisiert einen deutlichen Strategiewechsel: Weg von „Wachstum um jeden Preis“, hin zu tiefen technologischen Gräben und strategischer Relevanz.

Analysten sehen im Erfolg eine Bestätigung des „Dual-Use“-Geschäftsmodells. Dabei entwickeln Unternehmen Technologien für sowohl kommerzielle als auch staatliche Anwendungen. Dieser Ansatz diversifiziert Einnahmequellen und puffert wirtschaftliche Volatilität ab.

Mit dem großen Fondsvolumen festigt Lux seine Rolle als Lead-Investor für Hardware- und Deep-Tech-Firmen – eine Position, die immer weniger Risikokapitalgesellschaften besetzen können oder wollen. Zudem kann Lux seine Anteile an erfolgreichen Portfoliounternehmen bis zu einem möglichen Börsengang halten. Bei Schwergewichten wie Databricks oder Anduril werden solche IPOs in naher Zukunft erwartet.

Erwartungen für 2026

Der Einsatz der 1,5 Milliarden Euro soll die Entwicklung von „Frontier“-Technologien beschleunigen. Für 2026 werden aggressive Investitionen in Bereiche wie Kernenergie, fortschrittliche Fertigung und Raumfahrtinfrastruktur erwartet.

Die Führung von Lux ist überzeugt, dass die kommenden Jahre eine Generation neuer Technologie-Giganten hervorbringen werden. Mit dem frischen Kapital im Rücken wird das Unternehmen wahrscheinlich eine zentrale Rolle bei Deals im Deep-Tech-Sektor spielen und weitere Investitionen nach sich ziehen.

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