Loona, DeskMate

Loona DeskMate: iPhone wird zum Schreibtisch-Roboter

08.01.2026 - 12:15:12

KEYi Tech präsentiert auf der CES einen motorisierten MagSafe-Ständer, der iPhones zu interaktiven KI-Begleitern am Arbeitsplatz macht. Der DeskMate kombiniert Ladefunktion mit vorausschauender KI und soll im März 2026 via Kickstarter starten.

Das californische Unternehmen KEYi Tech hat auf der CES 2026 in Las Vegas eine ungewöhnliche Lösung vorgestellt: einen motorisierten MagSafe-Ständer, der iPhones in emotionale Desktop-Roboter verwandelt. Die Loona DeskMate kombiniert eine hochperformante Ladestation mit “verkörperter KI” – und könnte die Art verändern, wie wir mit Smartphones am Arbeitsplatz interagieren.

Intelligente Hardware statt Roboter-Overkill

Die Genialität des DeskMate liegt in seiner Einfachheit: Statt teurer Prozessoren und Displays im Roboter selbst nutzt das System das iPhone als “Gehirn” und “Gesicht”. Ein motorisiertes Roboter-Hals-System mit MagSafe-Halterung erledigt die schwere Arbeit. Wenn das iPhone andockt, aktiviert sich eine Begleit-App – pixarhafte Augen erscheinen auf dem Display und erwecken das Gerät zum Leben.

Das Bemerkenswerte: Der motorisierte Fuß lässt das iPhone rotieren und neigen, um visuelle “Augenkontakt” während Gesprächen zu halten. So entsteht das Gefühl eines aufmerksamen Gesprächspartners statt eines stummen Bildschirms.

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Nebenbei funktioniert der DeskMate als Premium-Ladestation. Eine 250-Watt-GaN-Stromversorgung versorgt nicht nur das iPhone, sondern auch Laptops und Zubehör. Mit drei USB-C- und einem USB-A-Anschluss ersetzt er klassische Desktop-Docks – nur eben mit Persönlichkeit.

Warum ein Roboter, der keine Befehle braucht?

Die zentrale Innovation ist die sogenannte “Embodied AI Presence” – ein System, das völlig anders arbeitet als Alexa oder Siri. Statt passiv auf Sprachbefehle zu warten, agiert der DeskMate vorausschauend und deutet nonverbale Signale.

Das Konzept basiert auf drei Säulen:

  • Intent (Absicht): Die Front-Kamera des iPhones erfasst Blickrichtung und Gesten – oft, bevor der Nutzer überhaupt spricht.
  • State (Zustand): Die KI erkennt, ob man konzentriert arbeitet (dann Ruhe!) oder gerade Pause macht und für Austausch offen ist.
  • Emotion (Gefühl): Im Laufe der Zeit lernt das System persönliche Vorlieben und emotionale Muster, um weniger wie ein Tool und mehr wie ein digitaler Begleiter zu wirken.

Praktisch heißt das: Kein nerviges “Alexa!”-Brüllen mehr. Der DeskMate greift ein, wenn Sie zum Schreibtisch zurückkehren, fasst verpasste Nachrichten zusammen oder begrüßt Sie einfach freundlich – ganz ohne Aktivierungswort.

Produktivität mit Persönlichkeit

Bei aller Niedlichkeit ist der DeskMate ein ernsthafter Produktivitätsgerät. Auf der CES zeigte KEYi Tech tiefe Integrationen mit Slack, Gmail und Zoom. Die KI kann E-Mail-Antworten vorformulieren, Kalendereinträge verwalten und sogar Video-Meetings beitreten, um Notizen zu machen oder Live-Zusammenfassungen bereitzustellen.

Der Clou: Weil der Roboter physisch dem Nutzer zugewandt ist, wirken Benachrichtigungen persönlicher und sind schwerer zu ignorieren als ein Banner auf dem Laptop-Bildschirm. Der DeskMate wird so zur “KI-Seite-an-Seite” – Unterbrechungen landen beim Roboter statt im Hauptfenster des Computers. Kalender verwalten, Fragen beantworten, Erinnerungen setzen – alles über ein immer aktives “Gesicht”, während der Hauptbildschirm frei bleibt für konzentriertes Arbeiten.

Ein Roboter für Remote-Worker und Büro-Alltag

Die Ankündigung passt perfekt in einen Trend, den CES 2026 deutlich macht: KI zieht aus der Cloud in die physische Welt. Hersteller wollen Künstlicher Intelligenz ein “Gesicht” geben – für mehr Nutzerakzeptanz und emotionale Bindung.

KEYi Tech setzt dabei auf eine clevere Strategie: “Smart Subtraction”. Indem man die teuersten Komponenten eines Roboters (Prozessor, Display) weglässt und das iPhone nutzt, entsteht eine hochwertige Roboter-Erfahrung zu einem Bruchteil der Kosten von eigenständigen Alternativen. Das spricht für einen Trend in der Tech-Industrie: Zubehör sollte bestehende Geräte verbessern, nicht zu Neukäufen zwingen.

Während “AI-Pins” und Wearables für unterwegs interessant sind, behauptet sich der DeskMate am Platz, wo Remote-Worker und Büro-Angestellte am meisten Zeit verbringen – dem Schreibtisch.

Start im März, unter 300 Dollar

Zunächst gibt es keine klassische Einzelhandelsverfügbarkeit. KEYi Tech plant stattdessen eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter im März 2026. Das Unternehmen peilt einen Preis unter 300 Dollar (etwa 290 Euro) an – deutlich weniger als Premium-Desktop-Roboter und hochwertige Docking-Stationen.

Die entscheidende Frage bleibt allerdings: Hält die versprochene emotionale Bindung über die erste Begeisterung hinaus? Der Hardware-Ansatz ist faszinierend, aber der langfristige Wert hängt davon ab, wie robust die KI-Integrationen in komplexen, realen Arbeitsabläufen funktionieren. Für jetzt aber steht die Loona DeskMate als einer der kreativsten Versuche da, Smartphones einen Körper, eine Persönlichkeit und einen festen Platz auf unserem Schreibtisch zu geben.

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