Logistik, Roboter

Logistik setzt auf KI und Roboter für Rekord-Effizienz

28.01.2026 - 03:54:12

KI und Robotik revolutionieren die Fach-Logistik. Jüngste Großprojekte und messbare Erfolge zeigen: Die Zukunft der Branche ist automatisiert. Unternehmen, die jetzt investieren, setzen neue Standards.

Gestern wurde das erfolgreiche Förderprojekt „Next2OEM“ bei Audi in Ingolstadt abgeschlossen. Seit 2023 arbeitete der Autobauer an der maximalen Automatisierung seiner Leitungssatzfertigung. Parallel rücken Events wie die LogiMAT 2026 KI-Steuerungen und Roboter-Kommissionierung in den Fokus.

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Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Lagerautomatisierung kann Personalkosten um bis zu 30 Prozent drücken. Noch beeindruckender ist der Sprung bei der Genauigkeit:
* Manuelle Prozesse: 96-97% Genauigkeit.
* Automatisierte Systeme: über 99,9% Genauigkeit.

Ein Tier-1-Automobilzulieferer senkte seine Reklamationsquote durch ein automatisches Prüfsystem von 0,3 auf 0,003 Prozent – eine Reduktion um 99 Prozent. In der Kommissionierung steigert Teilautomatisierung die Effizienz um 97 Prozent. Vollautomatisierung durch Roboter bringt sogar fast 140 Prozent mehr Leistung im Vergleich zur manuellen Arbeit.

Pharma und Auto: Vorreiter der automatisierten Kette

In hochregulierten Branchen wird Automatisierung zum Wettbewerbsvorteil. In der Pharmalogistik ersetzen Roboter fehleranfällige manuelle Schritte. Das sichert die lückenlose Rückverfolgbarkeit und Einhaltung strenger Temperaturvorgaben – ein Gewinn für die Compliance und letztlich die Patientenversorgung.

Die Automobillogistik setzt auf autonome Transportsysteme und Logistikroboter, um Teile just-in-time ans Band zu liefern. Die BMW Group treibt die Digitalisierung der Lieferkette voran, um komplexe Prozesse transparent zu steuern. Solche Systeme erhöhen die Flexibilität der gesamten Produktion.

Großprojekte und RaaS senken die Einstiegshürde

Die strategische Bedeutung zeigt sich in konkreten Investitionen. Erst vor zwei Tagen gaben die NORDWEST Handel AG und die Rhenus Gruppe den gemeinsamen Betrieb eines Hochleistungs-Logistikzentrums in Alsfeld bekannt. Kernstück ist ein automatisches Kleinteilelager mit 170.000 Plätzen, bedient von 210 Shuttle-Fahrzeugen.

Angetrieben wird der Trend von Schlüsseltechnologien. KI-Plattformen ermöglichen vorausschauende Planung. Neue Modelle wie „Robotics-as-a-Service“ (RaaS) erleichtern den Einstieg: Unternehmen mieten Roboterflotten, statt sie teuer zu kaufen. Das öffnet auch dem Mittelstand die Tür zur Automatisierung.

Antwort auf Fachkräftemangel und Komplexität

Die Automatisierungswelle ist eine direkte Reaktion auf die großen Branchenprobleme: akuter Fachkräftemangel, steigende Kosten und immer komplexere globale Lieferketten. Experten betonen, dass Automatisierung Menschen nicht ersetzt, sondern von repetitiven Aufgaben entlastet. So werden Kapazitäten für anspruchsvollere Tätigkeiten frei.

„Bei den aktuellen Entwicklungen stehen Flexibilität, Skalierbarkeit und die Einbindung von KI im Vordergrund“, sagt Michael Ruchty, Messeleiter der LogiMAT. Die intelligente Vernetzung von Systemen wird zum entscheidenden Faktor für die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen.

Hyperautomatisierung: Die nächste Stufe beginnt 2026

Die Entwicklung geht rasant weiter. Für das laufende Jahr prognostizieren Experten die Ära der „Hyperautomatisierung“. Dabei wachsen physische Roboter und digitale Steuerung zu adaptiven Netzwerken zusammen, die Materialflüsse in Echtzeit orchestrieren.

Zukünftige Systeme werden prädiktiv agieren: KI sagt Nachfrageschwankungen vorher, bevor sie eintreten. Autonome LKW-Flotten und Drohnen optimieren die „letzte Meile“. Nachhaltigkeit wird zum aktiven Steuerungsziel, digital überwacht durch digitale Zwillinge. Wer diesen Wandel verpasst, riskiert den Anschluss. Die Weichen für die Logistik von morgen sind gestellt.

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