Lockheed, Martin

Lockheed Martin Aktie: 1,5 Billionen Dollar Wende

08.01.2026 - 20:54:31

Ein gigantischer Militärhaushaltsplan von Präsident Trump und ein langfristiger Raketenvertrag drehen die Stimmung bei Lockheed Martin von Regulierungsängsten zu Wachstumshoffnung.

Was für ein Stimmungsumschwung innerhalb von nur 24 Stunden: Nachdem Androhungen von Kapitalrestriktionen die Aktie am Mittwoch noch belasteten, sorgt nun ein gigantischer Budgetvorschlag für Euphorie bei den Anlegern. Präsident Trump plant Militärausgaben in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar – eine Ankündigung, die die Sorgen vor Regulierung beiseite wischt und den Rüstungssektor massiv antreibt.

Budget-Explosion überschattet Regulierungsangst

Der primäre Treiber für den Kurssprung am Donnerstagmorgen ist ein drastischer politischer Kurswechsel. Über Social Media kündigte Trump Pläne für ein „Traum-Militär“ an und stellte ein Budget von 1,5 Billionen US-Dollar für das Fiskaljahr 2027 in den Raum. Das entspricht einer Steigerung von 50 Prozent gegenüber den bisherigen Markterwartungen von einer Billion US-Dollar.

Für Aktionäre ist dies eine entscheidende Erleichterung. Noch am Mittwoch schloss die Aktie bei 496,87 US-Dollar deutlich im Minus, nachdem die US-Regierung ein Verbot von Dividenden und Aktienrückkäufen ins Spiel gebracht hatte, solange die Produktionsraten nicht steigen. Die Aussicht auf massive Staatsausgaben hat das Sentiment nun schlagartig von Angst auf Wachstumshoffnung gedreht. Der Titel kletterte im vorbörslichen Handel bereits wieder in Richtung der Marke von 535 US-Dollar und damit potenziell über das bisherige 52-Wochen-Hoch von 522,04 US-Dollar.

Produktion soll verdreifacht werden

Neben der Budget-Fantasie stützen konkrete operative Fortschritte die Aufwärtsbewegung. Lockheed Martin bestätigte eine wegweisende Vereinbarung zur „Transformation der Beschaffung“ mit dem Kriegsministerium (Department of War). Ziel dieses auf sieben Jahre angelegten Rahmenvertrags ist es, die jährliche Produktion der PAC-3 MSE Abfangraketen von derzeit 600 auf 2.000 Einheiten zu mehr als verdreifachen.

Diese Vereinbarung markiert einen strukturellen Wandel in der staatlichen Munitionsbeschaffung. Durch die langfristige Bindung erhält Lockheed Martin genau jene Planungssicherheit, die der Konzern seit langem gefordert hat, um Kapitalinvestitionen in die Fertigungskapazitäten zu rechtfertigen. Marktbeobachter sehen in diesem Deal eine Blaupause für künftige Verträge bei anderen Großsystemen wie dem F-35-Jet oder Hyperschallwaffen.

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Als Reaktion auf das Budget und den PAC-3-Deal haben Analystenhäuser wie Zacks Research begonnen, ihre Gewinnschätzungen (EPS) für die Jahre 2026 und 2027 nach oben zu korrigieren.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Ob sich die politische Euphorie in den fundamentalen Büchern niederschlägt, wird sich in Kürze zeigen. Zwar muss der Budgetvorschlag von 1,5 Billionen US-Dollar noch den Kongress passieren, doch der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die konkrete Geschäftsentwicklung. Lockheed Martin wird seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am Donnerstag, den 29. Januar 2026 veröffentlichen.

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