Lithium-Orotat: Alte Substanz als neuer Schutz fürs Gehirn?
05.02.2026 - 03:30:12Lithium-Orotat könnte das Gehirn vor schädlichen Entzündungen schützen. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese spezielle Form von Lithium chronische Entzündungsprozesse im Gehirn – die Neuroinflammation – bekämpfen kann. Diese gelten als Schlüsselfaktor bei Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson.
Neuroinflammation ist eigentlich ein Schutzmechanismus. Doch wenn sie chronisch wird, schädigt sie dauerhaft Nervenzellen. Dieser Prozess spielt bei Alzheimer, Parkinson und sogar Depressionen eine Rolle. Auslöser sind aktivierte Gehirnzellen, die entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen. Studien zeigen: Lithium kann die Freisetzung solcher Stoffe reduzieren.
So könnte Lithium-Orotat wirken
Der Fokus der Wissenschaft liegt auf einem Enzym namens Glykogensynthase-Kinase-3β (GSK-3β). Eine übermäßige Aktivität dieses Enzyms wird mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung gebracht. Lithium hemmt GSK-3β. Tierversuche deuten darauf hin, dass Lithium-Orotat Alzheimer-Pathologien nicht nur verlangsamen, sondern teilweise sogar rückgängig machen kann. Ein Vorteil dieser Form: Sie bindet nicht an schädliche Eiweißablagerungen und bleibt so besser im Gehirn verfügbar.
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Hoffnungsschimmer in der Alzheimer-Forschung
Jüngste Studien sorgen für Aufsehen. Forschungen der Harvard Medical School legen nahe, dass ein Lithium-Mangel im Gehirn Alzheimer begünstigen könnte. Analysen von menschlichem Hirngewebe zeigten in betroffenen Arealen niedrigere Lithiumwerte. In Mausmodellen stoppte eine Behandlung mit niedrig dosiertem Lithium-Orotat die Krankheitsentwicklung und verbesserte sogar das Gedächtnis. Die Frage steht im Raum: Ist Lithium ein essentielles Spurenelement für das Gehirn?
Der Trend geht zur Mikrodosis
Die Forschung konzentriert sich nicht mehr auf hohe psychiatrische Dosen, sondern auf Mikrodosen von 3 bis 5 mg. Diese niedrige Dosierung als Nahrungsergänzungsmittel (meist Lithium-Orotat) soll schützende Effekte ohne toxische Nebenwirkungen entfalten. Beobachtungsstudien stützen diese Idee: In Regionen mit höherem natürlichem Lithiumgehalt im Trinkwasser treten bestimmte neurodegenerative Erkrankungen seltener auf. Experten betonen jedoch: Aussagekräftige Studien am Menschen stehen noch aus.
Was kommt als nächstes?
Die vielversprechenden Daten aus Tierversuchen bilden die Grundlage für klinische Studien am Menschen. Ein zentrales Ziel ist es, die optimale und sichere Langzeit-Dosierung zu finden. Sollte sich der Ansatz bewähren, könnte es dennoch Jahre dauern, bis eine Therapie verfügbar ist. Die Hoffnung der Forscher ist groß: Lithium-Orotat könnte nicht nur Symptome lindern, sondern direkt in die Krankheitsprozesse eingreifen.


