Lithium-Mangel könnte Alzheimer-Entstehung begünstigen
08.02.2026 - 23:11:12Forscher der Harvard Medical School haben einen möglichen Schlüsselfaktor für Alzheimer entdeckt: Lithium. Das Spurenelement kommt natürlich im Gehirn vor – und ein Mangel könnte die Krankheit auslösen.
Die Studie im Fachmagazin Nature zeigt erstmals, wie essenziell Lithium für gesunde Gehirnzellen ist. In Post-Mortem-Analysen fanden die Wissenschaftler um Prof. Dr. Bruce Yankner in Alzheimer-Gehirnen deutlich niedrigere Lithium-Konzentrationen. Der Clue: Das vorhandene Lithium bindet sich an die typischen Amyloid-Plaques und steht dem Gehirn dann nicht mehr zur Verfügung.
Ein Mangel setzt eine fatale Kaskade in Gang
Die Folgen dieses Mangels sind drastisch. In Versuchen mit Mäusen löste eine lithiumarme Diät verstärkte Ablagerungen der schädlichen Proteine Beta-Amyloid und Tau aus. Gleichzeitig aktivierte der Mangel das Enzym GSK3β, einen zentralen Treiber der Tau-Pathologie.
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„Ein ausreichender Lithiumspiegel könnte dem Gehirn eine natürliche Resistenz gegen Alzheimer verleihen“, folgern die Forscher. Ihre Arbeit liefert eine mechanistische Erklärung für ältere Beobachtungsstudien:
* In Regionen mit mehr Lithium im Trinkwasser erkrankten weniger Menschen an Demenz.
* Patienten mit bipolarer Störung unter Lithium-Therapie hatten ein geringeres Demenzrisiko.
Neue Hoffnung durch gezielte Lithium-Verbindungen
Aus der Erkenntnis entwickelte das Team eine neue Klasse von Lithium-Verbindungen. Diese sollen verhindern, dass das Lithium von den Plaques „weggefangen“ wird. Im Mausmodell verlangsamte dieser Ansatz das Fortschreiten der Krankheit – und kehrte sie teilweise sogar um.
Bedeutet das einen Paradigmenwechsel? Jahrelang konzentrierte sich die Forschung auf die Beseitigung der Plaques. Jetzt rückt die Frage in den Fokus, ob ein simpler Mangel an Schutzstoffen die Krankheit überhaupt erst entfacht.
Keine Selbstmedikation – der Weg zu sicheren Therapien
Experten warnen eindringlich vor Selbstversuchen mit herkömmlichen Lithium-Präparaten. Diese hochdosierten Medikamente können schwere Nierenschäden verursachen. Die in der Studie verwendeten Dosen waren etwa tausendfach niedriger.
Der Fokus liegt nun auf der Entwicklung sicherer, niedrig dosierter Präparate. Bis dahin ist es ein weiter Weg: Klinische Studien am Menschen müssen Wirksamkeit und Sicherheit erst noch beweisen. Langfristig könnte sogar eine Anreicherung von Lebensmitteln mit Lithium denkbar werden – ähnlich wie bei Jod im Salz. Die Tür zu einem neuen Verständnis von Alzheimer ist jedenfalls aufgestoßen.


