Linzer Immobilienmarkt endet 2025 mit Preiskorrektur und Vermarktungswelle
27.12.2025 - 22:33:12Der Linzer Immobilienmarkt zeigt zwei klare Trends: Sanierte Altbauten werden durch gesunkene Preise attraktiver, während Großprojekte wie das Quadrill in die entscheidende Vermarktungsphase gehen.
Der Linzer Immobilienmarkt erlebt zum Jahresende eine bemerkenswerte Dynamik. Zwei Trends prägen die Szene: Neue Großprojekte treten in ihre entscheidende Phase und sanierten Altbauten werden durch eine deutliche Preiskorrektur wieder attraktiv.
Großprojekte: Micro-Living und urbane Quartiere
Im Fokus stehen die Leuchtturmprojekte der Stadt. Das „High Five“ am Bulgariplatz ist fertig und etabliert sich als vertikales Quartier. Die Übergabe der 328 Micro-Apartments ist weitgehend abgeschlossen, doch der Sekundärmarkt bleibt in Bewegung. Das Konzept aus kleinen Wohneinheiten und Gemeinschaftsflächen trifft den Nerv einer urbanen Zielgruppe.
Noch akuter ist die Phase beim „Quadrill“ in der Tabakfabrik. Die bauliche Fertigstellung für 2025 steht an, der Vertrieb der 175 Mietwohnungen läuft auf Hochtouren. Die geplante Übergabe im ersten Quartal 2026 hat einen Marketing-Push ausgelöst. Das Projekt verbindet Wohnen, Arbeiten und ein Hotel und gilt als Gradmesser für die Attraktivität des Hafenviertels.
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Altbau-Renaissance durch gesunkene Preise
Parallel dazu gewinnt der Bestand wieder an Fahrt. Aktuelle Daten zeigen für 2025 eine klare Preiskorrektur in Linz.
* Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnungen sank um 7,6 Prozent auf etwa 4.524 Euro.
* Diese Entwicklung löst eine neue Welle von Sanierungsprojekten und Verkäufen aus.
Klassische Altbauten in Innenstadtlagen werden verstärkt revitalisiert auf den Markt gebracht – wie die „Weiguny Flats“ in Urfahr. Makler bestätigen: Die gesunkenen Preise und leicht verbesserten Finanzierungskonditionen setzen aufgestaute Nachfrage frei. Sanierte Altbauten sind damit wieder im Fokus von Anlegern, die solide Renditen suchen.
Konsolidierung statt Überhitzung
Experten deuten die aktuelle Vermarktungswelle als Zeichen einer gesunden Marktkonsolidierung. Die Korrektur von den Spitzenwerten des Vorjahres hat den Markt „geerdet“. Das hohe Angebot an Mietwohnungen in Linz erhöht den Druck auf Bauträger, innovative Gesamtkonzepte mit Mehrwert zu liefern.
Zudem differenziert sich der Markt geografisch: Während Top-Lagen wie der Pöstlingberg Spitzenpreise halten, bieten Entwicklungsgebiete im Süden und Osten nun attraktivere Einstiegschancen.
Ausblick: 2026 wird das Jahr der Bezüge
Für das kommende Jahr steht die Phase der „Inbetriebnahme“ an. Die endgültige Übergabe des Quadrill und die Etablierung der Bewohnerstrukturen im High Five werden zeigen, ob die Nachfrage nach Micro-Living nachhaltig ist. Gleichzeitig dürften weitere Sanierungsprojekte folgen, um im Wettbewerb mit den energieeffizienten Neubauten zu bestehen. Die Stadt forciert diesen Trend durch Pläne zur Nachverdichtung bestehender Viertel.


