Linz baut weniger, aber größere Wohnungen
17.01.2026 - 04:14:12Der Linzer Wohnungsmarkt setzt auf Qualität statt Quantität. Neue Projekte werden kleiner, die einzelnen Wohnungen aber deutlich größer. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Bauträger reagieren damit auf eine veränderte Nachfrage. Familien und Homeoffice-Nutzer suchen mehr Platz. Gleichzeitig bremsen hohe Kosten und wirtschaftliche Unsicherheiten die gesamte Baubranche aus.
Trendwende: Mehr Raum für neue Lebensmodelle
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Neue Bauvorhaben in Linz umfassen heute im Schnitt nur noch 29 Wohneinheiten – ein Rückgang um fast 20 Prozent. Statt großer Wohnblöcke entstehen kleinere, exklusivere Projekte.
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Gleichzeitig wachsen die Wohnungen selbst:
* Die durchschnittliche Wohnfläche ist um 3,5 Quadratmeter gestiegen.
* Der Anteil kompakter 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen sank um acht Prozentpunkte auf nur noch 39 Prozent.
* Jede fünfte neu gebaute Wohnung hat mittlerweile vier oder mehr Zimmer.
„Die Menschen brauchen einfach mehr Platz – fürs Homeoffice, für Kinder oder einfach zum Leben“, erklärt ein Marktexperte. Die klassische Kleinstwohnung verliert an Bedeutung.
Baubranche kämpft mit Kosten und Konjunktur
Dieser qualitative Wandel findet in einer schwierigen Phase statt. In ganz Oberösterreich brach die Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2024 voraussichtlich um ein Drittel ein.
Auch für Linz fiel die Prognose ernüchternd aus: Statt über 1.000 wurden nur rund 570 Wohneinheiten fertiggestellt. Hohe Baupreise, gestiegene Zinsen und die gedämpfte Konjunktur lassen viele Projekte stocken.
Dennoch bleibt Linz das Zentrum der Bautätigkeit. Gewerbliche und gemeinnützige Bauträger teilen sich den Markt fast hälftig. Der Wohnungsbestand der Stadt wächst kontinuierlich und erreichte Anfang 2025 einen Rekord von über 122.000 Wohnungen.
Teureres Eigentum trotz gebremstem Bau
Trotz des Einbruchs bei den Neubauzahlen sind die Preise weiter gestiegen. Eine durchschnittliche Neubauwohnung (78 m²) kostet mittlerweile 350.000 Euro. Der Quadratmeterpreis für Eigentum kletterte auf 4.620 Euro.
Für viele potenzielle Käufer ist das eine hohe Hürde. Strengere Kreditrichtlinien der Banken verschärfen die Situation zusätzlich. Kann sich Linz diesen Trend zu immer teurerem Wohnraum langfristig leisten?
Neue Förderung soll Eigentumskauf erleichtern
Das Land Oberösterreich hat reagiert. Seit 1. Januar 2026 gilt eine neue, zweijährige Eigenheimförderung. Sie schließt erstmals Eigentumswohnungen gleichberechtigt ein und macht sogar Tiefgaragenstellplätze förderfähig.
Sollte das den Markt beleben? Gemeinnützige Bauträger fordern parallel eine Aufstockung der allgemeinen Wohnbauförderung. Sie wollen die Mieten stabil halten und den sozialen Wohnbau sichern, der in Linz mit 55 Prozent österreichweit Spitze ist.
Große Entwicklungsprojekte wie das Areal der Kaserne Ebelsberg werden künftig entscheidend sein. Hier könnten bis zu 3.000 neue Wohneinheiten entstehen – und damit die wachsende Nachfrage der Stadt bedienen.
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