Licht, Lippenstift

Licht, Lippenstift, Lounge-Vibes: Warum Pipilotti Rist gerade alle in ihren Kunst-Bann zieht

12.01.2026 - 21:20:58

Du liegst auf dem Boden, badest in Farben und Videos – und merkst: Das ist keine Netflix-Serie, das ist Kunst. Pipilotti Rist macht Museen zu Feelgood-Wonderlands.

Alle reden von immersiver Kunst – aber Pipilotti Rist war da, bevor es cool war. Ihre Video-Räume sind wie ein Soft-Fokus-Filter fürs echte Leben: bunt, weich, ein bisschen weird – und mega fotogen. Falls du dachtest, Museen seien trocken, hier liegst du barfuß im Farb-Meer.

Ihre Installationen sind Mischung aus Traum, Musikvideo und Innenleben deiner For-You-Page. Du chillst auf Sofas, liegst auf Teppichen, alles leuchtet, alles bewegt sich. Kunst, die du nicht nur anschaust, sondern einatmest. Genau deshalb ist Pipilotti Rist gerade wieder Kunst-Hype – sowohl für Selfie-Jäger als auch für Sammler.

Das Netz staunt: Pipilotti Rist auf TikTok & Co.

Wenn ein Museumsvideo plötzlich aussieht wie ein hyperästhetischer Traumtrip, ist die Chance groß, dass da Pipilotti Rist dahintersteckt. Riesige Projektionen, bunte Natur, Körper, Wasser, Glas, Neon – alles fließt ineinander. Es ist sinnlich, verspielt und nie peinlich esoterisch.

Ihre Räume sind Must-See-Kulissen: Leute filmen sich auf dem Boden liegend, strecken die Hände ins Licht, drehen Slow-Mo-Clips zu den projizierten Farben. In den Kommentaren pendelt es zwischen "Mindblowing" und "Was hab ich da gerade gesehen?" – genau die Mischung, aus der virale Hits entstehen.

Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:

Auf Social Media wird sie oft als OG der Video-Installation gefeiert: schon lange bevor digitale Kunst und Projektionsshows massentauglich wurden, hat sie das Museum in ein immersives Wohnzimmer verwandelt. Heute landet ihr Look zwischen Cottagecore, Dreamcore und Retro-TV-Aesthetics – nur eben mit Kunstanspruch.

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Pipilotti Rist ist keine One-Hit-Wonder-Künstlerin. Sie hat über Jahrzehnte eine eigene, sofort erkennbare Bildsprache aufgebaut. Drei Werke solltest du unbedingt kennen, bevor du den nächsten Museumsshop stürmst:

  • "Ever Is Over All"
    Diese Video-Arbeit ist ihr vielleicht bekanntester Klassiker – und ging viral, lange bevor es TikTok gab. Eine Frau läuft entspannt im Kleid eine Straße entlang und zerschlägt mit einer übergroßen Blume Autofenster. Alles in Zeitlupe, alles schön, alles irgendwie friedlich-aggressiv. Pop, Gewalt und Girlpower in einem Bild. Fun Fact: Die Szene hat sogar ein Beyoncé-Video inspiriert – mehr Popkultur-Stempel geht kaum.
  • Immersive Licht- und Video-Räume
    Unter unterschiedlichen Titeln hat Rist immer wieder Räume gebaut, in denen du liegst, schaust, schwebst. Farbiges Licht, langsame Loops, Musik, Projektionen an Decken, Böden, Wänden, Möbeln. Diese Wohnzimmer-meets-Cloud-9-Ästhetik ist ihr Signature Move – und sorgt regelmäßig für Schlange-stehen-vor-Museen. Perfekt für dein "Ich war da"-Posting.
  • Körper, Feminismus & Humor
    Rist spielt gern mit Nacktheit, Körperteilen, Intimität – aber nie als Schock, eher als warmes, schräges Augenzwinkern. Frühe Videos zeigen ihren Körper fragmentiert, verfremdet, in knalligen Farben. Themen wie Weiblichkeit, Begehren und Identität versteckt sie in Bildern, die eher nach Musikvideo als nach Theorie-Block aussehen. Provokant, aber approachable.

Skandal im klassischen Sinne? Eher selten. Rist sprengt lieber Sehgewohnheiten als Grenzen des Strafrechts. Aber dass Leute vor ihren Werken diskutieren, ob das nun genial oder Kitsch ist – das gehört bei ihr fast zum Konzept.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Was nach Kuschel-Pop für die Augen wirkt, ist auf dem Kunstmarkt längst Blue-Chip-Material. Pipilotti Rist ist international etabliert, wird von Top-Galerien wie Hauser & Wirth vertreten und taucht regelmäßig in großen Museumsshows auf.

Bei Auktionen erreichen ihre Videoarbeiten und Installationen schon seit Jahren sechsstellig hohe Resultate. Die höchsten bekannten Zuschläge lagen im oberen sechsstelligen Bereich, vereinzelt wurde die Marke knapp Richtung siebenstellig ausgelotet – also klar im Feld der Millionen-Hammer-Kandidatinnen, auch wenn nicht jedes Werk diese Höhen erreicht.

Wichtig: Der Markt für Medienkunst tickt anders als bei Malerei. Sammelbar sind oft Editionen, mit Zertifikat und technischer Anleitung. Das heißt: Hohe Preise, aber auch hohe Verantwortung (Technik, Erhalt, Updates). Für die allermeisten bleibt Rist damit eher Museumserlebnis als Wohnzimmerstück – doch institutionelle Sammler und Heavy-Hitter-Privatsammler sehen sie als sicheren Wert in der Geschichte der zeitgenössischen Kunst.

Zur Einordnung ihrer Karriere:

  • Ausbildung & Start: Rist kommt aus der Schweiz, studierte zunächst Design und angewandte Kunst und wechselte dann in Richtung Video und Medien. Schon früh experimentierte sie mit Musik, Bild und Körper.
  • Durchbruch: In den 1990ern wird sie mit feministischen, verspielten Videoarbeiten international sichtbar. "Ever Is Over All" wird zum ikonischen Piece – und zu einem der bekanntesten Kunstvideos seiner Zeit.
  • Institutionelle Anerkennung: Teilnahmen an großen Biennalen, Solo-Ausstellungen in wichtigen Museen in Europa, den USA und Asien. Heute gilt sie als Pionierin der Video-Installation, ohne die der aktuelle Immersions-Boom kaum vorstellbar wäre.

Ihr Status im Markt: Kein Hype-Shootingstar, der morgen wieder weg ist, sondern eine etablierte Größe. Wer auf Long-Term-Relevanz achtet, hat sie längst auf dem Schirm.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Rists Kunst funktioniert aus Screens gut – aber richtig knallt sie erst live. Du brauchst die Größe, das Licht, den Sound, das Gefühl, Teil dieses langsamen Farbrauschs zu sein.

Aktuell bekannte Lage:

  • Museen & Institutionen: Ihre Arbeiten touren regelmäßig durch internationale Häuser; häufig werden große Raum-Installationen als Blockbuster-Shows inszeniert. Ob gerade eine Must-See-Ausstellung bei dir in der Nähe läuft, ändert sich laufend – check am besten die aktuellen Programme.
  • Galerien & Projekte: Hauser & Wirth zeigt ihre Werke immer wieder in wechselnden Konstellationen. Auch andere Institutionen greifen für Gruppenausstellungen gern auf ihre Videos zurück, weil sie jeden White Cube sofort in eine Erlebniszone verwandeln.

Wichtiger Transparenz-Check: Konkrete, verbindliche Ausstellungsdaten konnten im Moment nicht eindeutig verifiziert werden. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die wir hier seriös mit genauer Angabe listen könnten.

Wenn du nichts verpassen willst, geh direkt zu den Quellen:

Tipp: Viele Häuser posten ihre Pipilotti-Räume auf Instagram & TikTok. Selbst wenn du nicht sofort hinfahren kannst, bekommst du so ein gutes Gefühl, wie sich die Installationen anfühlen.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du auf Kunst stehst, die dir nicht erst ein 300-Seiten-Katalog erklären muss, ist Pipilotti Rist eine klare Empfehlung. Ihre Werke sind emotional, direkt, körperlich – und gleichzeitig smart genug, um in jedem Theoriebuch zu landen.

Für die TikTok-Generation ist sie fast so etwas wie die freundliche Patentante aller immersiven Art-Shows: weicher, poetischer und weniger platt als viele Insta-Trap-Ausstellungen, aber genauso fotogen. Du kannst einfach genießen – oder dich tiefer reinsteigern in Themen wie Feminismus, Körperbilder, Konsum und Natur.

Investoren sehen in ihr eine etablierte, museal verankerte Position, keine kurzfristige Blase. Social-Media-User feiern die Atmosphäre, Sammler feiern die Stabilität. Und du? Solltest dir mindestens einmal im Leben einen Rist-Raum gönnen.

Bottom Line: Ja, der Hype ist gerechtfertigt. Nicht, weil alle darüber reden – sondern weil du nach einem Abend mit Pipilotti Rist das Museum verlässt und dir denkst: So soll sich Kunst anfühlen.

@ ad-hoc-news.de