LibreOffice, Office-Viewer

LibreOffice bringt kostenlosen Office-Viewer auf die Meta Quest

27.12.2025 - 15:24:12

Die Document Foundation veröffentlicht einen Viewer für Meta-Quest-Brillen, der Office-Dokumente lokal und offline in der VR-Umgebung anzeigen kann. Dies adressiert eine Marktlücke für datenschutzbewusste Nutzer.

Die Open-Source-Software LibreOffice ist ab sofort auch in der virtuellen Realität nutzbar. Die Document Foundation hat einen Viewer für Meta-Quest-Brillen veröffentlicht – ein strategischer Schritt für produktives Arbeiten im erweiterten Raum.

Open Source erobert die virtuelle Arbeitswelt

Der Viewer ermöglicht es, Dokumente, Tabellen und Präsentationen direkt in der VR-Umgebung von Meta Horizon OS zu öffnen. Die App ist mit den Modellen Quest 2, Quest 3, Quest 3S und Quest Pro kompatibel. Sie basiert auf der Technologie des Android-Viewers und wurde für die VR-Plattform angepasst.

Nutzer können damit zahlreiche Formate ansehen, darunter den offenen Open-Document-Standard (ODT, ODS, ODP) sowie Microsoft-Office-Dateien (DOCX, XLSX, PPTX) und ältere Formate. „LibreOffice geht es um mehr als Software; es geht um Menschen, Kultur, Schaffenskraft, Teilen und Zusammenarbeit“, erklärt die Stiftung. Mit dem VR-Viewer sollen offene Standards auch im Zeitalter räumlicher Benutzeroberflächen zugänglich bleiben.

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Datenschutz als entscheidender Vorteil

Ein zentrales Merkmal der Anwendung ist ihr Fokus auf Privatsphäre und lokale Verarbeitung. Im Gegensatz zu vielen cloudbasierten Lösungen, die eine ständige Internetverbindung benötigen, verarbeitet der LibreOffice Viewer Dateien direkt auf dem Headset.

Diese Architektur spricht besonders Unternehmen und datenbewusste Nutzer an, die sensible Informationen nicht auf externen Servern speichern möchten. Die App läuft als natives Android-Paket auf der Brille und nutzt deren Hardware, um auch komplexe Dokumente detailgetreu darzustellen.

Analysten sehen in diesem Ansatz eine Lücke im aktuellen VR-Produktivitätsmarkt. Zwar hat Meta Microsoft-365-Cloud-Apps stark in sein „Quest for Business“-Ökosystem integriert, doch es fehlte bislang eine robuste, offlinefähige Alternative zum Betrachten von Standard-Office-Dokumenten.

Wichtiger Baustein für das VR-Büro

Die Veröffentlichung kommt zur rechten Zeit. Meta positioniert seine Brillen zunehmend als ernsthafte Alternative zu Laptops und herkömmlichen Arbeitsplätzen. Die jüngsten Updates von Meta Horizon OS Ende 2025 verbesserten Multitasking und Fensterverwaltung – damit steigt der Nutzen eines dedizierten Dokumenten-Viewers.

Die technischen Spezifikationen umfassen:
* Textdokumente: Komplexe Formatierungen, Tabellen und eingebettete Bilder in ODT- und DOCX-Dateien.
* Tabellen: Anzeige mehrerer Blätter und Zellendaten in ODS- und XLSX-Formaten.
* Präsentationen: Wiedergabe von Folien in ODP- und PPTX-Dateien, nützlich für die Vorbereitung virtueller Meetings.

Die aktuelle Version ist als reiner Viewer gekennzeichnet. Da der Code jedoch auf der vollwertigen LibreOffice-Suite basiert, spekuliert die Entwicklergemeinschaft über mögliche Bearbeitungsfunktionen in künftigen Updates. Die Document Foundation hat hierfür allerdings noch keinen offiziellen Fahrplan bestätigt.

Signalwirkung für das Meta-Ökosystem

Der Launch unterstreicht die wachsende Reife von Meta Horizon OS als universelle Computerplattform. Dass etablierte Open-Source-Projekte wie LibreOffice an Bord kommen, validiert das Betriebssystem als Ziel für ernsthafte Anwendungen jenseits von Gaming und sozialen Erlebnissen.

Für die Document Foundation diversifiziert dieser Schritt die Präsenz jenseits klassischer PCs. Er folgt dem Trend, Desktop-Anwendungen auf mobile und XR-Plattformen zu bringen, oft unterstützt durch Partner wie Collabora, die maßgeblich zu den Android- und Online-Versionen von LibreOffice beigetragen haben.

Die Veröffentlichung ergänzt auch die kürzlich erschienene Version LibreOffice 25.8 „Fresh“. Nutzer können so Dokumente auf ihrem Linux- oder Windows-Desktop erstellen und sie nahtlos auf der Quest-Brille überprüfen – sei es auf Reisen oder in virtuellen Kollaborations-Sessions.

Der LibreOffice Viewer steht ab sofort im Meta Quest Store zum Download bereit. Erste Nutzerfeedback deutet darauf hin, dass die Darstellungsgenauigkeit komplexer Layouts der Desktop-Erfahrung entspricht, auch wenn die Benutzeroberfläche für VR vereinfacht wurde.

Sollte die Akzeptanz hoch sein, könnte dies die Entwicklung einer voll interaktiven Version beschleunigen. Diese könnte dann die Handtracking-Fähigkeiten der Quest für gestenbasierte Navigation nutzen. Vorerst aber ist die Möglichkeit, eine Tabelle oder einen Vertrag in einem virtuellen Büro aufzurufen – ohne Abonnement oder Cloud-Zwang – ein mächtiges neues Werkzeug für die Spatial-Computing-Community.

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