Lenovos Auto Twist: Der Laptop, der sich selbst bewegt
07.01.2026 - 04:22:12Ein motorisiertes Display, das auf Sprachbefehle reagiert, soll die Barriere zwischen Nutzer und Technik einreißen – und könnte vor allem für Senioren zum Game-Changer werden.
Auf der CES 2026 in Las Vegas hat Lenovo diese Woche den ThinkBook Plus Gen 7 Auto Twist vorgestellt. Aus einer futuristischen Idee ist ein marktreifes Produkt geworden: Der KI-gesteuerte Laptop besitzt ein Display, das sich per Sprachbefehl oder Bewegungserkennung automatisch dreht und neigt. Während die Technik beeindruckt, sehen Experten das größte Potenzial in einem Bereich, der oft vernachlässigt wird: der barrierefreien Nutzung für Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Vom Klapprechner zum aktiven Assistenten
Der ThinkBook verwandelt das klassische Klapp-Design in einen intelligenten, autonomen Assistenten. Ursprünglich 2024 als Konzept gezeigt, kommt das Gerät im Juni 2026 für etwa 1.650 Euro auf den Markt.
Das Herzstück ist der motorisierte Scharnier-Mechanismus namens “Auto Twist”. Er ermöglicht es dem 14-Zoll-Bildschirm, sich automatisch zu drehen, zu schwenken und den Winkel anzupassen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Convertibles, die manuell in den Tablet-Modus geklappt werden müssen, übernimmt diese Arbeit hier die KI auf Sprachbefehl.
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“Es geht nicht nur um einen drehenden Bildschirm. Es geht darum, die physischen Barrieren zwischen Nutzer und Gerät zu beseitigen”, kommentieren Branchenbeobachter. Die Integration von Sprachsteuerung und mechanischer Automatisierung schafft ein Gerät, das sich ohne eine einzige Berührung öffnen, schließen und positionieren kann.
KI-gesteuerter Zugang für die Generation 60+
Während Tech-Enthusiasten von der novellistischen “tanzenden” Anzeige fasziniert sind, sind die praktischen Anwendungen für mehr Barrierefreiheit tiefgreifend. Für die alternde Bevölkerung, insbesondere für Menschen mit Arthritis, Tremor oder nachlassender Feinmotorik, kann der physische Akt, einen festen Laptop-Deckel zu öffnen, eine Herausforderung sein.
Der Auto Twist adressiert diese Hürden direkt über sein “Hey Tiko”-Sprachsteuerungssystem. Nutzer können einfach vor dem geschlossenen Gerät stehen und sagen: “Hi Twist, open laptop”. Der Deckel öffnet und positioniert sich automatisch. Befehle wie “switch to tablet mode” oder “close lid” lösen die entsprechende Bewegung aus.
Barrierefreiheits-Experten sehen darin einen Wendepunkt für ein unabhängigeres Leben. Die KI-Verfolgungsfunktion sorgt zudem dafür, dass der Bildschirm dem Nutzer folgt, wenn er sich im Raum bewegt. Für Senioren bei Videoanrufen mit der Familie oder Telemedizin-Terminen entfällt so das ständige manuelle Nachjustieren. Die 10-MP-Webcam arbeitet mit dem Motor zusammen, um den Nutzer im Bild zu zentrieren – ein “Follow-Me”-Erlebnis, wie von speziellen Smart Displays bekannt, nun in einem vollwertigen PC.
Technische Spezifikationen: Leistung unter der Haube
Hinter der robotischen Fassade steckt ein leistungsstarker Laptop auf Basis der neuesten Intel Core Ultra Series 3 Prozessoren (Codename Panther Lake).
Die wichtigsten technischen Daten:
* Display: 14-Zoll-2,8K-OLED-Touchscreen mit 120 Hz und 500 Nits Helligkeit.
* Prozessor: Intel Core Ultra Series 3 mit integrierter Intel Grafik.
* Arbeitsspeicher & Speicher: Bis zu 32 GB LPDDR5x-RAM und bis zu 2 TB PCIe Gen 4 SSD.
* Konnektivität: Wi-Fi 7, zwei Thunderbolt-4-Ports, zwei USB-A-3.2-Gen-2-Ports, ein HDMI-2.1-Anschluss.
* Akku: Ein großer 75-Wh-Akku, der sowohl das Display als auch die Mechanik versorgt.
* Gewicht: Etwa 1,4 Kilogramm.
Lenovo betont die Haltbarkeit des motorisierten Scharniers, das leiser und smoother als die Prototypen von 2024 sei. Ein “Smart Lid”-Feature erhöht die Sicherheit: Es schließt den Laptop automatisch, sobald es erkennt, dass der Nutzer den Bereich verlassen hat.
Marktanalyse: Lenovo setzt auf robotische PCs
Die Einführung des Auto Twist signalisiert einen breiteren Trend: die Verschmelzung von Hardware-Robotik und Software-KI. Während Sprachassistenten wie Siri seit langem Software steuern, pionieriert Lenovo hier die Kontrolle des physischen Hardware-Zustands per Sprache.
Diese Entwicklung setzt Lenovo vor Wettbewerbern in der Nische der “robotischen PCs”. Während andere Hersteller auf dünnere Gehäuse oder faltbare Bildschirme setzen, setzt der Konzern auf aktiven mechanischen Nutzen.
“Der Markt für assistive Technologien wird oft stiefmütterlich behandelt. Der Auto Twist zeigt, wie ‘universelles Design’ allen nutzt”, so Analysten. “Eine Funktion, die Nutzern mit schwachem Griff hilft, dient auch einem gestressten Profi, der den Laptop schließen will, während er mit einem Kaffee in der Hand weggeht.”
Offen bleibt die Frage nach der Langzeit-Haltbarkeit der mechanischen Teile. Mechanische Schwachstellen sind ein klassisches Problem im Laptop-Design. Lenovo betont umfangreiche Tests – die Praxis ab Mitte 2026 wird den Beweis bringen.
Ausblick: Wird motorisierte Barrierefreiheit zum Standard?
Mit der geplanten Markteinführung im Juni 2026 setzt der Auto Twist einen Präzedenzfall für zukünftige “lebendige” Computer. Ist das Gerät erfolgreich, könnte diese Technologie in Consumer-Linien wie Yoga oder IdeaPad einfließen. Motorisierte Barrierefreiheit würde so vom Premium-Feature zum Standard.
Der Fokus liegt zunächst auf dem Start. Senioren und Interessenvertreter werden genau beobachten, ob das Versprechen einer wirklich berührungsfreien Computer-Erfahrung im Alltag hält. Zum Preis von etwa 1.650 Euro ist es ein Premium-Gerät. Sein Potenzial, die digitale Selbstständigkeit für ältere Erwachsene zu verlängern, könnte es jedoch zu einer wertvollen Investition für Familien und Pflegeeinrichtungen machen.
Die Ära des statischen Laptops scheint sich dem Ende zuzuneigen. Mit dem Auto Twist hat Lenovo gezeigt: Der Computer der Zukunft liegt nicht nur auf dem Tisch – er dreht sich um, um seinen Nutzer zu begrüßen.
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