Lenovo Qira: KI-Plattform soll Geräte-Ökosystem revolutionieren
10.01.2026 - 10:42:12Lenovo stellt mit Qira eine neue plattformübergreifende KI vor, die PCs, Smartphones und Wearables nahtlos verbinden soll. Höhepunkt der Ankündigung auf der CES 2026 sind intelligente Konzept-Brillen.
Das chinesische Tech-Unternehmen Lenovo will mit einer eigenen KI-Plattform den Kampf um das vernetzte Nutzererlebnis aufnehmen. Kern der Strategie ist Qira – ein sogenannter „persönlicher KI-Super-Agent“, der nicht nur auf Sprachbefehle reagiert, sondern im Hintergrund Nutzerkontext und -absichten verstehen soll. Die Plattform ist systemnah integriert und soll auf Lenovo-PCs und Motorola-Smartphones Kontinuität über Gerätegrenzen hinweg schaffen. Ein begonnener Rechercheauftrag auf dem Handy ließe sich so nahtlos auf dem Laptop fortsetzen.
Die vielleicht spektakulärste Demonstration der neuen Plattform sind die Lenovo AI Glasses Concept. Die leichte Konzeptbrille (ca. 45 Gramm) zeigt, wie Qira die reale Welt erweitern kann – ohne den klobigen Aufbau klassischer Mixed-Reality-Headsets.
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Zu den vorgestellten Funktionen gehören eine visuelle Suche, bei der Nutzer Objekte in ihrer Umgebung einfach ansehen, um sofort Informationen zu erhalten, und eine Live-Übersetzung von Gesprächen in Echtzeit. Eine „Catch Me Up“-Funktion fasst verpasste Benachrichtigungen aus verschiedenen Apps zusammen. Für Profis ist ein Teleprompter-Modus gedacht, der Text direkt auf die Linse projiziert. Die Rechenleistung kommt dabei vom gekoppelten Smartphone oder PC.
Ökosystem-Strategie gegen Apple und Samsung
Mit Qira positioniert sich Lenovo direkt im Wettbewerb mit den Ökosystemen von Apple Intelligence und Samsung Galaxy AI. Der Vorteil des Konzerns: Er kontrolliert mit der PC-Marke ThinkPad und der Smartphone-Marke Motorola beide Hardware-Endpunkte selbst. Analysten sehen den Erfolg jedoch vor allem in der technischen Umsetzung der geräteübergreifenden Übergänge – eine historisch schwierige Herausforderung.
Neben der Brille zeigte Lenovo weitere experimentelle Geräte für das Qira-Ökosystem. Dazu gehört der „AI Perceptive Companion“ (Project Maxwell), ein als Anhänger tragbarer Sensor mit Kamera und Mikrofon, der als ständige Wahrnehmungshilfe für die KI dienen soll. Zudem wurden rollbare Display-Konzepte für ThinkPad und die Gaming-Marke Legion präsentiert.
Ausblick: Erste Geräte noch 2026
Die Qira-Plattform soll in der ersten Hälfte 2026 auf ausgewählten Lenovo-PCs und Motorola-Smartphones starten. Die KI-Brille und der sensorische Anhänger bleiben vorerst Konzeptstudien ohne Veröffentlichungstermin oder Preis.
Lenovos Vorstoß unterstreicht den Trend hin zum „Ambient Computing“ – einer Rechnerumgebung, die unsichtbar im Hintergrund arbeitet. Gelingt es dem Unternehmen, das Versprechen eines echten kontextbewussten Assistenten einzulösen, könnte Qira die Interaktion mit der digitalen Welt grundlegend verändern: weg von app-zentrierten Abläufen, hin zu einem flüssigeren, absichtsgesteuerten Modell.
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