Leica, Galerie

Leica Galerie Düsseldorf zeigt Mareike Foeckings Bild-Experimente

30.01.2026 - 15:40:12

Die Düsseldorfer Künstlerin Mareike Foecking lotet in ihrer Leica-Ausstellung die Grenzen zwischen analoger Fotografie und KI-generierten Bildern aus und hinterfragt Authentizität im digitalen Zeitalter.

Die Düsseldorfer Künstlerin Mareike Foecking stellt ab sofort in der Leica Galerie aus. Ihre Schau „Something Old Something New“ lotet bis zum 23. April 2026 die Grenzen zwischen analoger und digitaler Bildwelt aus. In raumgreifenden Installationen hinterfragt sie, was im Zeitalter von KI noch echt ist.

Vier Serien, eine zentrale Frage

Das Herzstück der Ausstellung bilden vier Werkreihen. Sie alle kreisen um die Frage nach Herkunft und Zukunft des Bildes.

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  • „In There Out There“ verwandelt Street Photography durch Spiegelungen und Licht in surreale Szenen.
  • „Blocked Shops“ dokumentiert verbarrikadierte Luxusfassaden auf der Düsseldorfer Königsallee – ein visueller Mix aus Markenlogos und Karnevals-Graffiti.
  • „Imagine“ kombiniert analoge Kontaktbögen mit KI-generierten Bildern und druckt sie auf Glasplatten.
  • „something old, something new“ nutzt eine analoge Leica R3, um alltägliche Momente festzuhalten, die später digital bearbeitet werden.

Künstlerin zwischen Lehre und Forschung

Mareike Foecking ist eine feste Größe in der deutschen Fotoszene. Die 1966 geborene Künstlerin lehrt als Professorin an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. Ihr Werdegang führte sie von der Kunstakademie Düsseldorf bis zu Professuren in Bremen und Dortmund. In ihrer Arbeit erforscht sie stets das Wechselspiel von Realität, Wahrnehmung und Zufall.

Warum der Ort perfekt passt

Die Leica Galerie auf der Königsallee ist kein zufälliger Schauplatz. Die Marke steht wie keine andere für die Tradition der analogen Fotografie und treibt gleichzeitig die digitale Innovation voran. Dieser Dualismus spiegelt sich direkt in Foeckings Werk. Ihre Ausstellung wird so zu einem diskursiven Beitrag im kulturellen Leben der Stadt.

Fotografie im KI-Zeitalter

Die Schau trifft einen Nerv der Zeit. Künstliche Intelligenz stellt grundlegende Fragen nach Authentizität und Urheberschaft. Foecking greift diese Debatte direkt auf, besonders in ihrer Serie „Imagine“. Sie nutzt KI als Werkzeug im künstlerischen Prozess, anstatt sie als Bedrohung darzustellen. Dieser Ansatz setzt ihre frühere Forschung fort, etwa ihre Ausstellung „Reality hung up so I called“ im NRW-Forum von 2016.

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