Lebensmittelunverträglichkeiten, Diagnose

Lebensmittelunverträglichkeiten: Diagnose und Therapie im Fokus

24.01.2026 - 02:39:12

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden nach dem Essen unter Beschwerden. Die Ursachen reichen von Allergien bis hin zu Intoleranzen – doch moderne Diagnoseverfahren und Therapien können helfen.

Zu den verbreitetesten Unverträglichkeiten zählen:
* Laktoseintoleranz: Dem Körper fehlt das Enzym Laktase, um Milchzucker zu spalten.
* Fruktosemalabsorption: Der Dünndarm kann Fruchtzucker nur gestört aufnehmen.
* Histaminintoleranz: Ein Ungleichgewicht zwischen anfallendem und abgebautem Histamin führt zu Problemen.

In allen Fällen gelangen unverdaute Bestandteile in den Dickdarm und werden von Bakterien vergoren. Die Folge sind typische Symptome wie Blähungen, Durchfall oder Völlegefühl.

Glutensensitivität: Mehr als nur Zöliakie

Beschwerden nach dem Verzehr von Weizen oder Roggen müssen keine Zöliakie sein. Bei der Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) reagieren Betroffene mit ähnlichen Symptomen, jedoch ohne die für die Autoimmunerkrankung typischen Antikörper oder Darmschäden.
Die genauen Ursachen sind noch unklar. Neben Gluten könnten auch andere Weizenbestandteile eine Rolle spielen. Die Symptome reichen von Magen-Darm-Problemen bis zu Kopfschmerzen und Müdigkeit.

So läuft die Diagnose heute

Die Suche nach der Ursache ist komplex und erfordert präzise Verfahren:

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Blut- und Laborwerte spielen in der heutigen Diagnostik eine zentrale Rolle – gerade bei Unverträglichkeiten wie Zöliakie oder Nährstoffmangel. Der kostenlose 25‑seitige PDF‑Report “Laborwerte‑Selbstcheck” erklärt verständlich, welche Werte (TSH, Cholesterin, Erythrozyten u.v.m.) wirklich wichtig sind und wann zusätzliche Spezialtests sinnvoll sind. Ideal, wenn Sie Testergebnisse besser verstehen und falsche Schlüsse vermeiden möchten. Ohne Vorkenntnisse verständlich erklärt. Sofort-Download per E‑Mail. Jetzt kostenlosen Laborwerte‑Report anfordern

  • Bei Verdacht auf Laktose- oder Fruktoseintoleranz kommen häufig Wasserstoff-Atemtests zum Einsatz.
  • Eine Zöliakie wird durch Blutuntersuchungen und eine Dünndarmbiopsie bestätigt.
  • Für NCGS oder Histaminintoleranz gibt es keine eindeutigen Biomarker. Hier ist eine Ausschlussdiät mit Ernährungsprotokoll der Goldstandard – stets unter professioneller Begleitung.

Der Weg zurück zur Lebensqualität

Eine Diagnose bedeutet nicht, lebenslang auf alles verzichten zu müssen. Moderne Ernährungstherapie setzt auf einen individuellen Ansatz.
Zunächst beruhigt eine strenge Auslassdiät den Darm. Anschließend testet man die persönliche Toleranzschwelle. Viele vertragen kleine Mengen des problematischen Stoffs ohne Beschwerden. Das langfristige Ziel ist eine ausgewogene, alltagstaugliche Ernährung.

Was die Zukunft bringt

Die Forschung arbeitet an präziseren Diagnoseverfahren. Neue europäische Leitlinien sollen die Abläufe vereinheitlichen. Ab 2026 erwartet die Branche zudem regulatorische Fortschritte für die Entwicklung von Therapien gegen seltenere Allergien.
Für Verbraucher bleibt eine klare Allergenkennzeichnung auf Lebensmitteln entscheidend. EU-Kontrollprogramme sollen deren Einhaltung sicherstellen.

@ boerse-global.de