Kurbadstraße: Wiener Großprojekt vor entscheidender Woche
05.01.2026 - 10:42:12Die Ausschreibung für einen zentralen Bauplatz im neuen Wiener Stadtquartier Oberlaa endet in wenigen Tagen. Gleichzeitig kämpft das Projekt weiter mit rechtlichen Unsicherheiten.
Heiße Phase für Bauplatz 4
Am 16. Januar 2026 läuft die Frist für die Angebote zum Bauplatz 4 (BAG 4) aus. Die WSE Wiener Standortentwicklung sucht damit den Partner für einen Schlüsselbereich des Quartiers “Kurbadstraße”. Das Konsortium, das den Zuschlag erhält, wird die architektonische und ökologische Ausrichtung dieses Teils maßgeblich prägen.
Das Gesamtkonzept sieht am U1-Endpunkt Oberlaa ein gemischtes Viertel vor. Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen hier direkt am Kurpark verschmelzen.
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Klarheit bei den Zahlen: 750 statt 1.100 Wohnungen
Frühere Gerüchte von bis zu 1.100 Wohneinheiten haben sich nicht bestätigt. Die Stadt Wien und die Wien Holding planen nun rund 750 Wohnungen für das Projekt “Klimafit leben an der U1”. Diese präzisere Zahl ist das Ergebnis detaillierter Qualifizierungsverfahren.
- Rund zwei Drittel der Einheiten sind für den geförderten Wohnbau vorgesehen.
- Ergänzt wird das Angebot durch Nahversorgung, soziale Infrastruktur und Sonderwohnformen.
- Das Ziel ist eine “Stadt der kurzen Wege” mit optimaler Anbindung an die Innenstadt und den nahen Grünoasen.
Damoklesschwert Umweltverträglichkeit
Während die Vergabe voranschreitet, lastet eine juristische Hypothek auf dem gesamten Vorhaben. Das Verwaltungsgericht Wien wies Ende 2025 Teile der Baubewilligungen wegen Mängeln in der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zurück.
Kritiker wie die “Alliance For Nature” fordern eine Gesamt-UVP für das Areal, nicht nur Einzelgutachten. Wie will die Stadt diese Hürde nehmen, ohne den Zeitplan zu gefährden? Die Antwort darauf wird für ähnliche Großprojekte in Wien Präzedenzcharakter haben.
Warum Wien dieses Projekt braucht
Der Wohnungsdruck in der wachsenden Zwei-Millionen-Stadt ist hoch, besonders in dynamischen Bezirken wie Favoriten. Flächen mit direkter U-Bahn-Anbindung sind rar. Das Kurbadstraße-Quartier soll daher nicht nur Wohnraum schaffen, sondern mit klimafitter Architektur auch ein Zeichen setzen.
Fassadenbegrünung, entsiegelte Flächen und innovative Energiekonzepte sind die geplanten Antworten auf die städtische Hitze. Gelingt die Umsetzung, könnte das Projekt zum Vorzeigemodell für leistbares und klimagerechtes Wohnen werden.
Was als Nächstes passiert
Nach dem 16. Januar prüft die WSE die eingereichten Konzepte für Bauplatz 4. Eine Vergabeentscheidung wird noch im ersten Quartal 2026 erwartet. Parallel bleibt der Blick auf die Gerichte gerichtet: Eine Klärung der UVP-Frage im ersten Halbjahr ist entscheidend für den ersten Baggerbiss. Für alle Beteiligten bleibt das Projekt damit eines der spannendsten und komplexesten Bauvorhaben des Wiener Jahres.
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