Kunst-Hype um Rashid Johnson: Warum diese Werke jetzt für Millionen durch die Decke gehen
29.01.2026 - 20:53:47Alle reden über Rashid Johnson – ist das genial oder kann das weg?
Öl, Seife, Pflastersteine, Radios, schwarze Seife, Pflanzen: Rashid Johnson baut aus Alltagskram ganze Gefühlswelten. Und die Auktionsergebnisse? Richtung Millionen-Hammer.
Wenn du auf Kunst stehst, die gleichzeitig ästhetisch, politisch und super Instagrammable ist, musst du dir diesen Namen merken. Johnson ist einer der Künstler, über den Kurator:innen, Sammler:innen und die TikTok-Bubble gerade gleichzeitig sprechen.
Das Netz staunt: Rashid Johnson auf TikTok & Co.
Die Werke von Rashid Johnson sehen aus wie ein Mix aus abstraktem Expressionismus, Street-Feeling und Therapie-Session. Viel Schwarz, wilde Gitterstrukturen, eingeritzte Gesichter, Pflanzen, Keramik, Bücherregale – alles wirkt wie ein psychologischer Escape Room.
Seine großen Wandarbeiten – häufig mit schwarzer Seife und Wachs – glänzen, laufen, reißen auf. Auf Social Media gleiten die Leute mit der Kamera über die Oberfläche, als würden sie über eine fremde Haut streichen. Dazu dann Captions wie: "This is what anxiety looks like" oder "When art hits harder than therapy".
Vor allem seine "Anxious Men"-Gesichter – hektisch eingeritzte Köpfe mit weit aufgerissenen Augen – funktionieren perfekt als Meme-Material: das Internet benutzt sie für alles von "Prüfungsstress" bis "Crypto-Crash".
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
In den Kommentaren siehst du alles: von "Masterpiece" über "das könnte mein Kind" bis hin zu tiefen Diskussionen über Rassismus, Männlichkeit und mentale Gesundheit. Genau diese Spanne macht Johnson gerade so spannend fürs Netz.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Rashid Johnson ist kein One-Hit-Wonder – er hat gleich mehrere Serien, die inzwischen zu Ikonen der Gegenwartskunst geworden sind.
- "Anxious Men" & "Anxious Red Paintings"
Diese Bildserien sind sein Signature-Look: grobe, geritzte Köpfe, die aussehen wie in eine Wand gekratzte Selfies eines Menschen kurz vorm Nervenzusammenbruch. Statt klassischer Ölfarbe nutzt Johnson oft Seife, Wachs und tiefes Schwarz oder grelles Rot. Die Gesichter wirken brutal ehrlich – wie Screenshots eines überforderten Nervensystems. Für Museen sind sie ein Must-Show, für Sammler:innen längst ein Must-Have. - "Shelter"-Installationen & Pflanzenräume
Große Stahlregale, voll mit Büchern, Radios, Topfpflanzen, Keramikvasen, Seifenblöcken. Diese Installationen sehen aus wie eine Mischung aus Wohnzimmer, Archiv und Überlebensbunker. Themen wie Black Culture, Jazz, Philosophie und Self-Care stecken in jedem Detail. Auf Fotos wirken diese Räume super ästhetisch – und machen sie zu echten Must-See-Settings für Museum-Content auf Instagram. - Keramik-Köpfe & Bodenarbeiten
In seinen Keramikarbeiten baut Johnson abstrakte Köpfe und Gefäße, die oft auf Regalen oder in Regalsystemen sitzen. Risse, Glasuren, eingeritzte Linien – alles wirkt verletzlich und roh. Sammler:innen reißen sich um diese Werke, weil sie plastischer, intimer und wohnzimmertauglicher sind als die monumentalen Installationen. In Ausstellungen liegen sie manchmal auf Teppichen oder in räumlichen Setups, die fast wie ein ritualisierter Chillout-Bereich wirken.
Skandale im klassischen Sinn? Kein "Schock-Schock-Skandal", aber seine Kunst greift immer wieder Rassismus, Gewalt, Überwachung und psychische Belastung auf – für manche konservative Stimmen schon Grund genug, ihn als "zu politisch" zu brandmarken. Genau das macht ihn für eine junge, wache Szene noch interessanter.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Auf dem Kunstmarkt spielt Rashid Johnson längst in der Blue-Chip-Liga. Auktionshäuser wie Sotheby’s und Christie’s führen ihn inzwischen regelmäßig im Abendverkauf.
Veröffentlichte Auktionsberichte zeigen: Seine Spitzenwerke haben bereits Preise deutlich im siebenstelligen Bereich erreicht. Mehrere großformatige Gemälde und Seifen-/Wachsarbeiten liegen im Bereich von über einer Million US-Dollar, einzelne Top-Lose wurden in internationalen Auktionen sogar deutlich darüber zugeschlagen – inklusive Aufgeld.
Konkrete Summen schwanken je nach Werk, Serie und Jahr, aber der Trend ist klar: Rekordpreis folgt auf Rekordpreis, und die Kurve zeigt seit Jahren nach oben. Für viele Investor:innen gilt Johnson deshalb als sicherer Langzeit-Name im Bereich zeitgenössische Kunst.
Was macht ihn so stark am Markt?
- Institutionelle Power: Seine Arbeiten hängen in großen Museen in den USA und Europa, was ihn zum Kanons-Kandidaten macht.
- Politische Relevanz: Themen wie afroamerikanische Identität, Trauma, Community und Mental Health bleiben auf lange Sicht relevant.
- Wiedererkennbare Bildsprache: Sammler:innen lieben Künstler:innen, die man auf einen Blick erkennt – genau das liefern seine "Anxious"- und Regal-Works.
Zur History: Johnson wurde in Chicago geboren, hat Fotografie und Kunst studiert und ist relativ früh in großen Gruppenausstellungen in den USA aufgefallen. Später folgten wichtige Solo-Shows in großen Museen, internationale Biennalen und die Aufnahme in Top-Galerieprogramme wie Hauser & Wirth. Parallel dazu explodierte seine Nachfrage im Sekundärmarkt.
Heute gilt er als einer der wichtigsten Stimmen einer Generation schwarzer US-Künstler, die die Kunstgeschichte neu schreiben – irgendwo zwischen Post-Black Art, Conceptual Art und persönlicher Tagebuch-Malerei.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Der große Haken an Blue-Chip-Kunst: Du siehst sie oft früher in einem Museum als im Wohnzimmer von Bekannten. Deshalb lohnt sich der Ausstellungs-Check.
Aktuell sind international immer wieder Werke von Rashid Johnson in größeren Museumsschauen und Gruppenausstellungen zu sehen, vor allem in den USA und Europa. Konkrete, öffentlich angekündigte Solo-Ausstellungen wechseln schnell – und werden häufig erst vergleichsweise kurzfristig kommuniziert.
Wichtig: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die verbindlich und öffentlich als nächste Must-See-Solo-Show für ihn feststehen.
Wenn du nichts verpassen willst, check regelmäßig diese Seiten:
- Galerie-Seite von Rashid Johnson bei Hauser & Wirth – hier findest du laufende und vergangene Shows, Bilder und Marktinfos.
- Offizielle Seite des Künstlers – wenn verfügbar, gibt es hier häufig News, Projekte und ausgewählte Ausstellungsinfos.
Tipp für dein Weekend-Planning: Viele Häuser, die Johnson zeigen, posten vorher auf Instagram oder TikTok Room-Tours. Such einfach nach seinem Namen plus Stadt – so siehst du, ob sich ein Trip lohnt.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Rashid Johnson ist kein "Zufallsstar", sondern ein Künstler, der über Jahre eine extrem konsistente Bildwelt aufgebaut hat. Seine Werke treffen gleich mehrere Nerven unserer Zeit: Identität, Angst, Überwachung, Care.
Für dein Auge liefern sie starke, fotogene Oberflächen, für dein Hirn liefern sie Content, über den du noch auf dem Heimweg nachdenken kannst. Genau diese Kombi macht ihn für Museen, Social Media und Sammler:innen zu einem Must-See-Artist.
Wenn du Kunst suchst, die nicht nur schick im Feed aussieht, sondern auch etwas über die Welt sagt, in der du lebst, ist Rashid Johnson ein klarer Pflicht-Name auf deiner Watchlist – egal, ob du schon sammelst oder erstmal nur scrollst.
Ob der Hype gerechtfertigt ist? Ja – vor allem, wenn du bereit bist, dich auf Kunst einzulassen, die nicht beruhigt, sondern spiegelt. Und genau deshalb teilen so viele seine Werke gerade überall im Netz.


