Kunst-Hype um Hassan Hajjaj: Wie der Andy Warhol von Marrakesch Instagram und den Markt sprengt
24.01.2026 - 05:54:10Alle reden über Hassan Hajjaj – aber ist das genialer Kunst-Hype oder einfach nur bunte Deko?
Seine Fotos hängen in Top-Museen, sein Style geht viral – und Sammler zahlen inzwischen fünfstellige Beträge.
Wenn du auf knallige Farben, Streetstyle und Popkultur stehst, ist das hier dein neuer Lieblingskünstler. Wenn nicht – wird er dich trotzdem verfolgen. Auf Insta. Auf TikTok. In jedem Museumsshop.
Das Netz staunt: Hassan Hajjaj auf TikTok & Co.
Hassan Hajjaj ist so etwas wie der Popstar der nordafrikanischen Kunstszene.
Seine Fotos sehen aus wie Covers eines stylischen Modemagazins – nur mit Hijabs, Kaftanen, Motorbikes, Shisha-Bars und Werbelogos statt klassischen Catwalk-Girls.
Er mixt Marokko, London, Streetstyle, Luxusmarken und Kioskästhetik zu Bildern, die schreien: Post mich sofort auf Instagram.
Das Netz feiert vor allem:
- seine ultrabunten Porträts von Frauen in Dschellabas und Sneakers, die eher wie Rap-Stars als wie Mode-Models wirken
- seine typischen Bilderrahmen aus Dosen, Verpackungen und Konsumartikeln – von Cola bis Cornflakes
- seine Motorrad-Gangs und Street-Porträts, die aussehen wie Standbilder aus einem Musikvideo
Auf Social Media wird er oft als "Andy Warhol von Marrakesch" gefeiert – genau wegen dieses Mix aus Pop, Branding und Kunstkritik.
Andere sagen: "Sieht aus wie ein verrückter Mode-Spread – aber ich kann nicht wegschauen." Und genau darum geht es.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Hajjaj produziert seit Jahren Bild-Ikonen, die ständig auf Insta, in Magazinen und bei Ausstellungen auftauchen. Drei Serien solltest du kennen, wenn du beim nächsten Gallery-Opening mitreden willst:
- "Kesh Angels"
Frauen mit Niqab oder Kopftuch auf Motorrädern, Sonnenbrillen, Sneakers, oft mit Logos und Markendetails. Fotografiert in Marrakesch, gestylt wie eine Mischung aus Biker-Gang und Fashion-Shoot.
Warum das abgeht: Die Bilder brechen Klischees über muslimische Frauen komplett auf – stark, cool, laut, selbstbewusst. Gleichzeitig nutzt er Branding und Pop-Ästhetik, um unsere Blicke zu entlarven. In Museen und auf Social Media eine Must-See-Serie. - "Legs" und Fashion-Porträts
Stylische Models, teilweise nur als Beine oder Körperausschnitte gezeigt, in krassen Mustern, knalligen Stoffen, High Heels, Sportschuhen. Drumherum diese typischen Rahmen aus bunten Dosen und Verpackungen.
Warum alle es posten: Ultra-Instagrammable. Fashion, Pop, Identität und Kolonialgeschichte prallen in einem Bild zusammen. Sieht auf dem Handy sofort gut aus – und im Wohnzimmer an der Wand noch besser. - Installation & Concept-Store-Vibes
Hajjaj baut seine Welt auch als Rauminstallationen nach: Wände voller Poster, Teppiche, Blechdosen-Regale, Stühle mit Logos, Neon-Farben. Manchmal inklusive Teestube, Musik, Mode – halb Kunst, halb Club, halb Shop.
Warum das knallt: Du gehst nicht nur in eine Ausstellung, du trittst in ein Parallel-Universum aus Marrakesch, Camden Market und Streetwear-Laden. Perfekt für Selfies, Reels und Vlogs – Museen lieben das, weil es Content ohne Ende produziert.
Skandale im klassischen Sinn? Keine großen Aufreger-Fails, aber seine Arbeiten triggern immer wieder Debatten: Ist das Kritik an Konsumkultur oder spielt er das Spiel einfach mit? Und: Darf man Religion, Werbung und Pop so locker mixen? Genau diese Reibung macht seine Kunst für die TikTok-Generation spannend.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Jetzt zum Geld-Teil, auf den alle warten: Wie teuer ist ein echter Hassan Hajjaj?
Auf Editionsebene (mehrere Abzüge desselben Fotos) liegen Werke von Hajjaj bei Auktionen schon seit Jahren im vier- bis fünfstelligen Bereich – abhängig von Motiv, Auflage und Größe.
Laut internationalen Auktionsplattformen wie Artnet wurde für einzelne Arbeiten bereits ein Rekordpreis im hohen fünfstelligen Bereich in US-Dollar erzielt. Genaue Top-Zahl: hängt von Quelle und Werk ab, aber die Tendenz ist klar – es geht nach oben.
Was wichtig ist:
- Er ist kein anonymer Newcomer, sondern seit Jahren in renommierten Museen und Galerien vertreten.
- Seine Arbeiten sind im Vergleich zu klassischen Blue-Chip-Fotografen noch relativ zugänglich, aber der Hype zieht an.
- Je ikonischer die Serie (z. B. "Kesh Angels"), desto eher schlagen Sammler auf Auktionen zu.
Heißt: Hajjaj ist aktuell im Übergang vom Insider-Favoriten zum etablierten Marktstar. Kein Millionen-Hammer wie bei den ganz großen Blue-Chip-Namen – aber definitiv ein Name, den du kennen solltest, wenn du über smarte Art-Investments nachdenkst.
Ein kurzer Blick auf seine Story erklärt, warum:
- Geboren in Marokko, aufgewachsen in London – dieser Culture-Clash ist die Basis für seinen Style.
- Start als DJ, Designer, Szene-Typ in Londons Kreativ- und Clubkultur, bevor Museen ihn entdeckt haben.
- Heute hängen seine Werke in großen Institutionen wie dem Victoria & Albert Museum in London, dem British Museum, dem Brooklyn Museum und weiteren renommierten Häusern weltweit.
- Mehrere Solo-Shows, Museumsausstellungen und internationale Tour-Ausstellungen haben seinen Namen global etabliert.
Fazit für den Markt: Kein Glücksspiel-Newbie, sondern ein Künstler mit stabiler Karriere-Kurve, wachsender Nachfrage und starker visueller Marke.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Ob du Fan, Sammler oder einfach nur auf der Suche nach guten Selfie-Spots bist – Hajjaj funktioniert live noch besser als auf dem Screen.
Aktuelle und kommende Ausstellungen können sich schnell ändern, vor allem bei international gefragten Künstlern. Laut aktuellen Online-Recherchen sind vereinzelt Galerie- und Gruppenausstellungen mit Werken von Hajjaj zu finden, konkrete langfristige Großschauen sind jedoch nicht durchgehend öffentlich angekündigt.
Stand jetzt gilt deshalb fairerweise:
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die überall eindeutig und langfristig terminiert sind – für den jeweils neuesten Stand musst du direkt in die offiziellen Kanäle schauen.
Check unbedingt:
- die Galerie-Seite, die regelmäßig mit seinen Werken arbeitet:
Hassan Hajjaj bei Taymour Grahne - die offizielle Künstler-Website mit News, Projekten und Show-Infos:
Direkt zum Künstler: Aktuelle Infos & Ausstellungen
Tipp für echte Nerds: Viele Häuser, die ihn gesammelt haben, zeigen seine Werke immer wieder in Dauerausstellungen oder Themen-Shows. Also beim nächsten City-Trip die Museumssites checken – die Chance ist hoch, dass du irgendwo vor einem knallbunten Hajjaj landest.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du Kunst nur magst, wenn sie grau, ernst und maximal minimalistisch ist – dann wird dich Hassan Hajjaj wahrscheinlich überfordern.
Sein Ding ist: laut, bunt, poppig, politisch – und trotzdem mega zugänglich. Du brauchst keinen Kunstgeschichtsabschluss, um seine Bilder zu fühlen. Es reicht, dass du schon mal eine Cola-Dose gesehen hast, Streetwear liebst oder TikTok öffnest.
Aus Ästhetik-Sicht: totaler Must-See für alle, die auf Fashion, Streetstyle, Fotografie und Popkultur stehen. Seine Motive sind instantig shareable – du kannst sie fotografieren, posten, remixen. Genau das macht ihn zum Liebling von Social Media.
Aus Inhalts-Sicht: Hinter der Farbexplosion verstecken sich Fragen zu Identität, Migration, Religion, Konsum und Blickmacht. Oder anders: Du kannst Hajjaj einfach feiern, weil es gut aussieht – oder du kannst tiefer einsteigen und merkst, wie clever das alles gebaut ist.
Aus Investment-Sicht: kein gelangweilter Business-Blue-Chip, aber definitiv ein Künstler mit wachsendem Markt und solider Museum-Präsenz. Wer früh eingestiegen ist, dürfte sich inzwischen freuen. Wer jetzt einsteigt, sollte genau hinhören, welche Serien und Editionen wirklich ikonisch sind.
Also: Ja, der Hype ist ziemlich gerechtfertigt. Hassan Hajjaj ist einer der wenigen Künstler, die gleichzeitig TikTok-tauglich, kuratorisch spannend und sammelbar sind.
Wenn du das nächste Mal eine Wand frei hast – oder einfach neuen Input für deinen Feed brauchst – weißt du, welchen Namen du dir merken musst.


