Kritische Browser-Lücken bedrohen Millionen Smartphones
22.01.2026 - 09:15:12Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verschärft seine Warnungen. Grund sind neue, hochriskante Sicherheitslücken in Google Chrome, Microsoft Edge und anderen Chromium-Browsern. Sie bedrohen auch Millionen Android- und iOS-Geräte. Die Schwachstellen könnten Angreifern die Kontrolle über Smartphones geben. Unverzügliche Updates sind jetzt dringend nötig.
BSI warnt: Angriffe durch einfachen Webseiten-Besuch
Die Lücken tragen die Kennungen CVE-2026-0899 bis CVE-2026-0908. Auf der CVSS-Skala erreichen sie einen Risikoscore von 8,8 – das bedeutet höchste Gefahr. Die Schwachstellen ermöglichen es, durch den Besuch einer manipulierten Webseite Schadsoftware zu installieren. Das geschieht komplett im Hintergrund, ohne Zutun des Nutzers.
Besonders brisant: Eine der Lücken betrifft die WebView-Komponente. Diese zeigt nicht nur Browser-Inhalte, sondern auch Webseiten in unzähligen anderen Apps an. Google hat bereits mit Chrome-Version 144 für Android reagiert und diese kritische Lücke geschlossen.
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Wettrennen der Hersteller: Wer patcht zuerst?
Das Problem betrifft den Kern vieler Browser. Da auch Microsoft Edge, Opera und Vivaldi auf Chromium basieren, sind ihre Nutzer gleichermaßen gefährdet. Die Hersteller arbeiten unter Hochdruck an Patches:
* Google hat Version 144.0.7559.59 für Android im Play Store veröffentlicht.
* Microsoft kündigt eine aktualisierte Edge-Version in Kürze an.
* Apple verteilt bereits Sicherheitsupdates für Safari und das WebKit-Framework auf iPhones und iPads.
Das Tempo ist entscheidend. Cyberkriminelle versuchen oft, bekannte Lücken auszunutzen, bevor die meisten Nutzer ihre Software aktualisieren.
Mehr als nur Browser: Das ganze System ist im Visier
Die Bedrohungslage spitzt sich zu. Anfang Januar schloss Google bereits eine gravierende Lücke im Android-Betriebssystem selbst. Ein Fehler im Dolby-Digital-Plus-Decoder ermöglichte es Angreifern, die Kontrolle über ein Gerät zu erlangen – und zwar durch eine manipulierte Audiodatei, die nicht einmal geöffnet werden musste.
Warum Smartphones zum Lieblingsziel der Hacker werden
Die Häufung kritischer Warnungen verdeutlicht einen Trend: Mobile Geräte sind das neue Hauptziel für Cyberkriminelle. Ihre zentrale Rolle im Alltag und die Fülle gespeicherter Daten machen sie lukrativ. Die Angriffsmethoden werden immer raffinierter:
* Manipulierte Webseiten
* Phishing-Attacken
* Bösartige Apps
* Ausnutzung von System-Schwachstellen
Neben Updates empfehlen Sicherheitsexperten einen vorsichtigen Umgang mit unbekannten Links. Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem offiziellen Play Store heruntergeladen werden.
Ein permanenter Wettlauf – was kommt auf Nutzer zu?
Die Sicherheit von Smartphones bleibt ein Dauerthema. Experten rechnen mit weiter steigenden Angriffszahlen. Hersteller müssen schneller reagieren – Google institutionalisiert dies bereits mit monatlichen “Android Security Bulletins”. Für Nutzer werden regelmäßige Updates zur Pflichtroutine. Hersteller arbeiten daran, die Installation kritischer Patches zu automatisieren und Hürden abzubauen. Digitale Sicherheit bleibt eine geteilte Verantwortung.
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