Kreatin, Muskelbooster

Kreatin: Vom Muskelbooster zum Gehirn-Treibstoff

24.01.2026 - 16:22:12

Das bekannte Sport-Supplement Kreatin zeigt in aktueller Forschung vielversprechende Wirkungen gegen kognitive Einbußen durch Stress und Schlafmangel sowie als Ergänzung bei Depressionen.

Lange galt Kreatin nur als Geheimwaffe von Bodybuildern. Neue Studien zeigen jetzt: Das Supplement kann mehr als Muskeln wachsen lassen – es stärkt auch das Gehirn und die Psyche.

Forscher weiten ihren Blick vom Energiestoffwechsel der Muskeln zunehmend auf das zentrale Nervensystem. Als Energiepuffer spielt Kreatin auch dort eine Schlüsselrolle. Unter Stress wie Schlafmangel oder hoher geistiger Belastung verspricht eine Einnahme überraschende Effekte.

Kognitiver Turbo gegen Schlafmangel

Eine Studie des Forschungszentrums Jülich liefert einen spektakulären Beleg: Eine einzelne hohe Dosis Kreatin milderte die kognitiven Einbußen durch Schlafentzug deutlich. Bei den Probanden verbesserten sich Verarbeitungsleistung und Kurzzeitgedächtnis für bis zu neun Stunden.

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Der Mechanismus: Kreatin beschleunigt die Regeneration von Adenosintriphosphat (ATP), dem primären Energieträger der Zellen. So hält es die Denkleistung unter Druck aufrecht. Experten warnen jedoch vor der eigenmächtigen Einnahme solcher Hochdosen – Risiken für die Nieren sind nicht ausgeschlossen. Die Forschung sucht nun nach niedrigeren, sicheren Dosen mit ähnlichem Nutzen.

Neue Hoffnung für Psyche und Nerven

Kreatin rückt auch in den Fokus der psychiatrischen Forschung. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass es als Ergänzung zu Standardtherapien bei Depressionen helfen könnte, besonders bei Frauen. Der gestörte Energiestoffwechsel im Gehirn gilt als Mitauslöser der Erkrankung.

Auch bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer wird Kreatin erforscht. Eine Übersichtsarbeit zeigte zudem: Bei älteren Menschen könnte die Einnahme Gedächtnis und Aufmerksamkeit stärken. Die Forschung steht hier zwar noch am Anfang, aber die Perspektiven sind vielversprechend.

Besondere Vorteile für Frauen und Veganer

Die Forschung identifiziert zwei Gruppen, die besonders profitieren könnten:

  • Frauen: Sie essen oft weniger Fleisch und haben daher niedrigere körpereigene Kreatin-Speicher. Eine Supplementierung kann nicht nur die Sportleistung, sondern auch Stimmung und kognitive Gesundheit verbessern. Nach der Menopause könnte Kreatin zusammen mit Krafttraining dem Muskel- und Knochenabbau entgegenwirken.
  • Veganer & Vegetarier: Da Kreatin hauptsächlich in tierischen Produkten steckt, sind ihre Speicher oft nicht optimal gefüllt. Studien belegen: Eine Einnahme kann Kraft, Ausdauer und sogar die Denkleistung steigern.

Fazit: Eine Neubewertung steht an

Kreatin wandelt sich vom Nischen-Supplement für Sportler zu einem potenziellen Allrounder für die Gesundheit. Die Forschung sucht nun nach den optimalen Dosierungen für diese neuen Anwendungsgebiete und prüft die Langzeitsicherheit. Sollten sich die Hoffnungen bestätigen, könnte Kreatin die Lebensqualität vieler Menschen verbessern – weit über das Fitnessstudio hinaus.

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