Kommunen im Dauerfeuer: Cyberangriffe werden zum Alltag
18.01.2026 - 10:01:12Deutsche Städte und Gemeinden stehen täglich im Visier von Hackern. Der Gemeinde- und Städtebund warnt vor einem gefährlichen Mix aus Personalmangel und veralteter Technik.
Warnung vor dem digitalen Kollaps
Die digitale Widerstandsfähigkeit der Kommunen wird auf eine harte Probe gestellt. Der Gemeinde- und Städtebund schlägt Alarm: Die IT-Systeme von Städten und Gemeinden sind fast täglich Ziel von Cyberangriffen. Die Hauptgründe sind laut Verband ein kritischer Personalmangel und eine veraltete Infrastruktur. Aus vereinzelten Vorfällen ist ein permanenter Betriebsrisiko geworden.
Die Sicherheitslücken bleiben oft ungeschlossen, weil qualifiziertes IT-Personal fehlt. Mit knappen Budgets können Kommunen kaum mit der Privatwirtschaft um Cybersecurity-Experten konkurrieren. Die Folge: Kritische Verwaltungssysteme sind schutzlos einer Flut automatisierter Angriffe ausgesetzt.
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KI als Waffe der Angreifer
Die Warnung der Kommunen deckt sich mit einer aktuellen Branchenanalyse. Sicherheitsexperten bezeichnen 2026 bereits als „Stresstest“ für alle Sicherheitsteams. Der öffentliche Sektor gilt dabei als besonders verwundbar.
Die Bedrohungslage hat sich grundlegend verändert. Kriminelle setzen zunehmend künstliche Intelligenz (KI) ein, um Schwachstellen schneller zu finden und auszunutzen als je zuvor. Für Kommunen, die ohnehin mit minimaler IT-Besetzung arbeiten, ist diese Entwicklung verheerend. Der Fachkräftemangel ist kein operatives Problem mehr, sondern ein direktes Sicherheitsrisiko, das Angreifer gezielt ausnutzen.
BSI warnt, Notbetrieb wird Realität
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat seine Warnungen verschärft. In einem Newsletter machte die Behörde deutlich, dass Nachlässigkeit und mangelnde Schutzmaßnahmen die Risiken für Identitätsdiebstahl und Datenlecks erhöhen. Die generell „angespannte Lage“ der IT-Sicherheit betrifft demnach die gesamte öffentliche Verwaltung.
Für viele Landkreise ist der „kommunale Notbetrieb“ bereits bittere Realität. Nach erfolgreichen Angriffen müssen Verwaltungen ihre Systeme oft komplett vom Internet trennen, um Datenabflüsse zu stoppen. Bürgerdienste liegen dann tagelang oder wochenlang lahm. Der BSI-Jahresbericht 2025 hatte das hohe Bedrohungsniveau bereits vorhergesagt – eine Prognose, die sich in den ersten Wochen des neuen Jahres bestätigt.
Digitalisierung mit offenen Flanken
Die Ressourcenlücke bei der IT-Sicherheit gefährdet die digitale Transformation des Staates. Während immer mehr Dienstleistungen – von der Kfz-Zulassung bis zum Antrag auf Sozialleistungen – digitalisiert werden, vergrößert sich die Angriffsfläche. Doch ohne entsprechende Abwehrfähigkeiten werden diese digitalen Zugänge zum Einfallstor.
Die Lösung kann nicht nur technischer Natur sein. Investitionen in moderne Hardware und KI-gestützte Abwehrsysteme sind nötig, aber der menschliche Faktor bleibt der Engpass. Das Gehalts- und Arbeitsumfeld im öffentlichen Dienst kann mit der boomenden Cybersecurity-Branche nicht mithalten. Schlüsselpositionen bleiben unbesetzt.
Wird 2026 das Jahr der Weichenstellung?
Der Druck auf Landes- und Bundesregierungen zu handeln, wächst. Beobachter erwarten, dass 2026 der Ruf nach zentralisierten IT-Sicherheitslösungen für Kommunen lauter wird. Dies könnte die Last für einzelne Verwaltungen verringern. Gefordert werden auch zusätzliche Bundesmittel, die speziell für Cyberabwehr-Personal im öffentlichen Sektor vorgesehen sind.
Ohne tiefgreifende strukturelle Veränderungen wird das tägliche Angriffsfeuer wohl weitergehen. Die Gefahr schwerwiegender Störungen des öffentlichen Lebens in den kommenden Monaten ist real. Die entscheidende Frage für das erste Quartal 2026 lautet: Können die Kommunen die nötigen Notfallmittel und externe Expertise mobilisieren, um die größten Schwachstellen zu schließen – bevor es zu einem folgenschweren Systemausfall kommt?
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