Kognitionsforschung, Verkörperungseffekt

Kognitionsforschung entdeckt Verkörperungseffekt neu

06.02.2026 - 14:24:11

Forschung belegt, dass physisches Handeln Erinnerungen stärker verankert als passives Lernen. Die Methode zeigt Potenzial für Bildung, Altenpflege und Demenzprävention.

Schauspieltechniken können das Gedächtnis massiv verbessern. Das belegt die aktuelle Forschung zum sogenannten Enactment Effect. Kognitionswissenschaftler sehen darin ein revolutionäres Potenzial für Bildung und Altenpflege.

Vom Tun zum Behalten: Was ist der Enactment Effect?

Der Effekt beschreibt, dass physisches Handeln Erinnerungen stärker verankert als passives Lesen oder Zuschauen. Eine aktuelle Studie von MacRae, McRae und Kohler (2025) zeigt es deutlich: Wer Objekte aktiv platziert, erinnert sich später besser an deren Position als jemand, der die Handlung nur beobachtet.

Die wissenschaftliche Basis ist robust. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2022, die 145 Experimente zusammenfasste, bezifferte die Effektstärke bereits als sehr hoch. Neu ist die Erkenntnis, dass sich das Prinzip auch auf komplexe Gedächtnisaufgaben übertragen lässt.

Active Experiencing: Das Geheimnis der Schauspieler

Die Methode heißt in der Theaterwelt „Active Experiencing“. Schauspieler lernen ihre Texte nicht auswendig, sondern verknüpfen jede Zeile mit einer Absicht und einer Bewegung. Diese Technik aktiviert mehrere Gehirnareale gleichzeitig – visuell, motorisch und emotional.

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Das Ergebnis sind stärkere und vielfältigere neuronale Pfade. So behalten Schauspieler selbst Monate nach der Aufführung noch komplexe Dialoge. Die Bildungsforschung adaptiert diesen Ansatz jetzt als „Embodied Learning“ (verkörpertes Lernen).

Ein Schutzfaktor für das alternde Gehirn

Die alternde Gesellschaft könnte besonders profitieren. Angesichts steigender Demenzzahlen suchen Forscher nach nicht-medikamentösen Therapien. Schauspielbasierte Interventionen zeigen hier vielversprechende Resultate.

Sie fordern den ganzen Menschen: Bewegung, emotionale Bedeutung und Interaktion mit anderen. Studien deuten an, dass selbst vierwöchige Kurse für Senioren die Wortflüssigkeit und das Problemlösen verbessern können. Seniorenzentren entwickeln daraus jetzt neue, aktivierende Therapieprogramme.

Warum diese Erkenntnis gerade jetzt kommt

Die Renaissance des Verkörperungseffekts ist eine Gegenbewegung zur Digitalisierung. Während KI Informationen stets verfügbar macht, schwindet die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge selbst zu behalten. Der Körper wird zum externen Speicher.

Kritiker merken an, dass die Methode Zeit und Raum braucht – Ressourcen, die oft knapp sind. Die Daten zeigen jedoch: Die Investition lohnt sich durch die Langlebigkeit der Erinnerung.

Die Zukunft: Der Körper als Lern-Schnittstelle

Für 2026 erwarten Analysten mehr Anwendungen im Corporate Training und Gesundheitswesen. Virtual Reality (VR) könnte Enactment dort simulieren, wo physische Bewegung eingeschränkt ist.

Die wissenschaftliche Gemeinschaft fordert weitere Langzeitstudien, besonders für neurodegenerative Erkrankungen. Die aktuelle Botschaft ist jedoch eindeutig: Wer sich wirklich erinnern will, sollte die Dinge tun – nicht nur darüber lesen.

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