Klimaaktiv, Gold

Klimaaktiv Gold: Wiens Altbausanierung erreicht neuen Höhepunkt

22.01.2026 - 11:31:12

Ein revitalisiertes Gründerzeithaus in Wien-Meidling erfüllt den klimaaktiv Gold-Standard und dient als Blaupause für klimafittes Wohnen im Bestand.

Ein abbruchreifes Gründerzeithaus in Wien-Meidling verwandelte sich in ein Vorzeigeprojekt für klimafittes Wohnen. Es erreichte die strengste Nachhaltigkeits-Zertifizierung Österreichs und zeigt, wie die „Königsdisziplin“ der Klimawende gelingen kann.

Vom Abrisskandidat zum Gold-Standard

Das Gebäude in der Hetzendorfer Straße 84, erbaut 1900, galt einst als nicht mehr zu retten. Eine umfassende Sanierung bewies das Gegenteil. Das Haus erhielt nicht nur seine historische Fassade zurück, sondern übertrifft heute energetisch viele Neubauten.

Die Revitalisierung erreichte in der klimaaktiv-Bewertung 905 von 1000 Punkten – die Voraussetzung für das begehrte Gold-Gütesiegel. Kern der Modernisierung war der komplette Abschied von fossilen Brennstoffen. Eine Wärmepumpe heizt nun die Wohnungen, unterstützt von einer Photovoltaikanlage.

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Für Experten ist dieses Projekt eine Blaupause. Es kombiniert den Erhalt der wertvollen „grauen Energie“ im Altbau mit modernster Haustechnik. Genau diese Strategie gilt als Schlüssel, um die Wiener Klimaziele bis 2040 zu erreichen.

So punktet ein Altbau bei der Gold-Bewertung

Den klimaaktiv Gold-Standard im Bestand zu erreichen, ist eine immense Herausforderung. Anders als beim Neubau müssen Planer mit der vorhandenen Bausubstanz arbeiten. Das Bewertungssystem prüft vier zentrale Kategorien:

  • Energie und Versorgung: Hier punkten der Verzicht auf fossile Brennstoffe und der Einsatz erneuerbarer Energien.
  • Baustoffe und Konstruktion: Entscheidend sind ökologische, schadstoffarme Materialien.
  • Komfort und Gesundheit: Dazu zählen Raumluftqualität und thermischer Komfort.
  • Standort und Qualitätssicherung: Auch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel fließt ein.

Besonders die Umstellung auf Wärmepumpen in dicht bebauten Stadtgebieten wie Meidling ist eine technische Meisterleistung. In Kombination mit Niedertemperaturheizungen senken sie den Energiebedarf drastisch.

Warum Meidling zum Hotspot für nachhaltiges Bauen wird

Der 12. Bezirk entwickelt sich zum Experimentierfeld für urbane Nachhaltigkeit. Neben Einzelsanierungen entstehen ganze Quartiere wie das Stadtentwicklungsgebiet „Wildgarten“ am Rosenhügel, die auf hohe Zertifizierungen setzen.

Für den Immobilienmarkt wird das Gütesiegel zunehmend zum wertbestimmenden Faktor. Investoren achten verstärkt auf ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance), um langfristige Werte zu sichern und vor künftigen Regulierungen geschützt sein.

Ein Bericht des Klimaschutzministeriums unterstreicht die Dringlichkeit: Der Gebäudesektor verbraucht einen erheblichen Teil der Endenergie. Jede Gold-Sanierung leistet daher einen direkten Beitrag zur CO₂-Reduktion. Dass nun auch kleinere Zinshäuser diese Hürde nehmen, gilt als starkes Signal.

Hohe Kosten – aber langfristig eine lohnende Investition

Die größte Hürde bleiben die initial höheren Kosten einer Sanierung auf Gold-Niveau. Fachleute betonen jedoch die Amortisation: Drastisch sinkende Betriebskosten und höhere Wiederverkaufswerte machen die Investition langfristig attraktiv.

Förderungen von Stadt und Bund, etwa im Rahmen der „Raus aus Gas“-Offensive, unterstützen Bauherren. Für die Zukunft zeichnet sich ab, dass die Kriterien weiter verschärft werden könnten, besonders in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Klimawandelanpassung.

Die Meidlinger Projekte beweisen die technische Machbarkeit. Ob bei historischer Substanz oder neuen Quartieren: Der klimaaktiv Gold-Standard wird zum neuen Maßstab für zukunftsfähiges Wohnen in Wien. Für Bewohner bedeutet das ein gesundes Raumklima und Unabhängigkeit von fossilen Energiepreisen.

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