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Klett Sprachen integriert KI-Assistenten in Lernplattform

21.01.2026 - 12:44:12

Der Bildungsverlag Klett Sprachen erweitert seine digitale Lernplattform allango um KI-Tools wie Übersetzungshilfe und Arbeitsblatt-Generator. Die datenschutzkonforme Lösung soll Lehrkräfte entlasten und Schülern direkt im digitalen Schulbuch helfen.

Der Bildungsverlag Ernst Klett Sprachen rüstet seine digitale Lernplattform „allango“ mit Künstlicher Intelligenz auf. Die neuen Tools sollen Lehrkräfte entlasten und Schülern direkt im digitalen Schulbuch helfen – streng nach europäischen Datenschutzregeln.

KI-Hilfe direkt im digitalen Schulbuch

Anders als eigenständige Chatbots sind die neuen Funktionen nahtlos in die vorhandenen Lehrwerke eingebettet. „Unser Ziel war eine Unterstützung, die nicht ablenkt“, erklärt Daniel Pflugbeil, Leiter der Digitalentwicklung bei Klett Sprachen. Kern der Erweiterung ist der „allango buddy“, ein Übersetzungstool für elf Sprachen. Es liefert kontextsensitive Übersetzungen, während die Lernenden im digitalen Buch arbeiten – ohne lästiges Hin- und Herschalten zwischen Apps.

Ein weiteres Schlüsselelement ist der „Arbeitsblatt-Generator“. Dieses Tool erlaubt es Lehrkräften, maßgeschneiderte Übungen zu bestimmten Grammatikthemen und Schwierigkeitsgraden zu erstellen. Die Materialien lassen sich nach Microsoft Word exportieren und weiter anpassen. So soll der administrative Aufwand im Schulalltag spürbar sinken.

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Automatisiertes Feedback entlastet Lehrkräfte

Ein zentraler Baustein ist KI-gestütztes, formatives Feedback. Während Selbstlernphasen erhalten Schüler sofortige, konstruktive Rückmeldungen zu ihren Aufgaben. Diese Automatisierung entlastet die Lehrkräfte bei Korrekturen und schafft Raum für individuelle Förderung.

Die Funktionen wurden über Monate mit Didaktik-Experten und Lehrkräften entwickelt. „Die KI-Interventionen müssen pädagogisch sinnvoll und für das jeweilige Lernniveau passend sein“, betont Pflugbeil. Der Ansatz spiegelt einen Branchentrend wider: EdTech konzentriert sich zunehmend auf pädagogische Unterstützung statt reiner Verwaltungsautomatisierung.

Datenschutz als oberste Priorität

Angesichts sensibler Schülerdaten setzt Klett auf eine „Privacy-First“-Architektur. Alle KI-Dienste laufen auf Servern in Deutschland und der EU. Verträge mit Hosting-Anbietern stellen sicher, dass übermittelte Daten nicht für Analysen, Profiling oder das Training externer KI-Modelle genutzt werden.

Das System folgt dem Grundsatz der Datensparsamkeit. „Es werden nur die absolut notwendigen Eingabedaten an die KI-Services übermittelt“, so Pflugbeil. Persönliche Profildaten wie Namen, E-Mail-Adressen oder Alter bleiben strikt außen vor. Diese Strategie soll das Vertrauen von Schulen und Eltern gewinnen, die zunehmend skeptisch gegenüber Datennutzung durch Tech-Plattformen sind.

Antwort auf den unkontrollierten KI-Boom

Der Launch kommt zur rechten Zeit. Denn viele Schüler nutzen bereits regelmäßig KI-Chatbots – oft ohne pädagogische Begleitung. „allango“ bietet nun eine kontrollierte, lehrplanorientierte Alternative. Indem Klett veraltete Apps wie „Klett Augmented“ durch die umfassendere Plattform ersetzt, positioniert sich der Verlag im Wettbewerb mit traditionellen Konkurrenten und EdTech-Startups.

Die Branche wandelt sich: Bildungsverlage entwickeln sich von reinen Inhalteanbietern zu Software-as-a-Service-Plattformen. Die Bindung der Nutzer und der Mehrwert jenseits des gedruckten Buches werden immer wichtiger.

Die Akzeptanz bei Deutschlehrern wird nun den Erfolg messen. Viele hatten genau solche Tools gefordert: hilfreich, zeitsparend und datensicher. Die kommenden Monate zeigen, ob der Ansatz der „eingebetteten KI“ den Weg in die Klassenzimmer und Volkshochschulen findet.

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