Klenico Health startet KI-Projekt für digitale Psychotherapie
23.01.2026 - 11:14:12Berliner Start-up will mit künstlicher Intelligenz die psychische Versorgung in Europa effizienter machen – und erhält dafür Fördermittel von EU und Investitionsbank Berlin.
Klenico Health treibt die Digitalisierung der psychischen Gesundheitsversorgung mit einem großen neuen KI-Projekt voran. Das Berliner Unternehmen will künstliche Intelligenz in seine digitalen Therapieangebote integrieren, um die wachsenden Belastungen der europäischen Gesundheitssysteme zu adressieren. Das Vorhaben wird durch das ProFIT-Programm der Investitionsbank Berlin (IBB) und mit EU-Mitteln gefördert.
KI gegen den Versorgungsengpass
Die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung in Europa steht unter enormem Druck. Lange Wartezeiten, begrenzte Kapazitäten und steigende Kosten belasten Patienten und Kliniken gleichermaßen. Klenico setzt hier auf datengetriebene Innovation: Mit Hilfe von KI sollen Diagnoseprozesse beschleunigt und Therapiepfade personalisiert werden.
“Unser Ziel sind praxistaugliche Werkzeuge, die Therapeuten entlasten und Patienten schneller zur richtigen Behandlung führen”, erklärt eine Unternehmenssprecherin. Der Ansatz folgt einem klarenTrend: KI soll menschliche Expertise ergänzen, nicht ersetzen.
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Einzigartige Daten als Wettbewerbsvorteil
Das Herzstück des Projekts bildet Klenicos umfangreicher klinischer Datenschatz. Über Jahre hat das Unternehmen anonymisierte Behandlungsverläufe gesammelt – eine in Europa seltene Ressource. Diese realen Patientendaten nutzt Klenico nun, um spezifische KI-Modelle zu trainieren.
Anders als generische KI-Lösungen lernen die Algorithmen dabei auch von therapeutischen Fachkräften. Dieser “Human-in-the-Loop”-Ansatz soll ethische Standards wahren und die klinische Relevanz der Tools sicherstellen. Könnte diese Kombination aus Daten und Expertise den Durchbruch für digitale Therapien bringen?
Millionen-Förderung für Forschung und Personal
Die Finanzierung durch IBB und EU gibt dem Projekt Rückenwind. Die Mittel fließen in beschleunigte Forschungszyklen und den Aufbau eines spezialisierten Teams. Klenico sucht aktuell verstärkt KI-Entwickler und Gesundheitsexperten.
“Die Förderung bestätigt, dass unser Weg richtig ist”, so die Sprecherin. “Wir investieren in Köpfe, die aus Daten echten Mehrwert für die Versorgung schaffen.” Für Berlin stärkt das Projekt den Standort als Gesundheits-IT-Zentrum – in direkter Konkurrenz zu etablierten Playern wie SAP oder Telekom Health.
Diagnostik der Zukunft: KI erkennt, was Menschen übersehen
International zeigen Studien bereits das Potenzial von KI in der Psychologie: Algorithmen können Sprachmuster analysieren, Risikpatienten identifizieren und teilweise sogar traditionelle Diagnoseverfahren übertreffen. Besonders bei Krankheitsbildern mit überlappenden Symptomen verspricht KI präzisere Unterscheidungen.
Klenico positioniert sich damit in einer globalen Bewegung. Von therapiebegleitenden Chatbots bis zur Vorhersage von Behandlungserfolgen – künstliche Intelligenz wird die psychische Gesundheitsversorgung fundamental verändern. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell diese Tools den Alltag in Praxen und Kliniken erreichen.
Mehr Skalierung, mehr Personalisierung
Langfristig könnte Klenicos KI-Engine eine neue Produktgeneration ermöglichen. Effizienzgewinne würden administrative Lasten reduzieren und Therapeuten mehr Raum für die Patientenbeziehung geben. Gleichzeitig verspricht die Technologie individuellere Therapieansätze.
Die größte Hoffnung: Durch skalierbare digitale Lösungen könnte qualitativ hochwertige psychotherapeutische Versorgung breiter und kostengünstiger verfübar werden. Für Millionen Menschen in Europa, die aktuell keine adäquate Behandlung erhalten, wäre das mehr als nur ein technologischer Fortschritt – es wäre eine Revolution der Versorgung.
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