Klagenfurt erwägt eigenen Wohnbau auf Green-Canyon-Areal
20.01.2026 - 21:25:12Klagenfurt zieht einen Plan B für das festgefahrene Großprojekt „Green Canyon“ in Betracht. Die Stadt könnte das Wohnbauvorhaben mit rund 160 Wohnungen in Eigenregie über ihre kommunale Gesellschaft IVK umsetzen. Grund sind blockierte Verhandlungen mit den ursprünglichen privaten Investoren.
Ein grünes Quartier in der Warteschleife
Auf dem 10.000 Quadratmeter großen Gelände des alten Hallenbades sollte ein autofreies Stadtquartier entstehen. Der Siegerentwurf des Architekturbüros Pentaplan sieht zwei Gebäudekomplexe und einen öffentlichen, parkähnlichen „grünen Canyon“ dazwischen vor. Geplant waren 160 bis 190 Miet- und Eigentumswohnungen, Nahversorgung und eine Kinderbetreuung.
Doch die Realisierung durch die privaten Bauträger GWS und Haring Group stockt. Bereits im Vorjahr gab es Unstimmigkeiten zum Vertrag. Die Stadtwerke Klagenfurt als Grundstückseigentümer drohten sogar mit rechtlichen Schritten, um den ausstehenden Kaufpreis von rund neun Millionen Euro einzufordern. Das Areal drohte zur Dauerbaulücke zu werden.
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Plan B: Die Stadt wird zum Bauträger
Um den Stillstand zu beenden, schlägt die Stadtführung nun einen neuen Weg ein. Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und Beteiligungsreferentin Stadträtin Constance Mochar stellten die Alternative vor:
* Die Stadtwerke sollen den Verkauf an die privaten Bauträger rückabwickeln.
* Das Grundstück würde dann an die stadteigene Immobilien Verwaltung Klagenfurt GmbH (IVK) übertragen.
* Die IVK würde als kommunaler Bauträger auftreten und vor allem Gemeindewohnungen errichten.
Das städtebauliche Konzept mit dem grünen Canyon und der Wohnungszahl soll erhalten bleiben. Die notwendigen rechtlichen Grundlagen, um die IVK als Bauträger zu etablieren, könnten bereits im Februar geschaffen werden.
Ein mutiger Schritt in angespannter Lage
Die Entscheidung markiert einen Paradigmenwechsel für Klagenfurt. Sie gibt der Stadt direkten Einfluss auf die Wohnraumschaffung – ein wichtiges Signal in Zeiten hoher Mieten. Das Vorhaben steht im Einklang mit dem Ziel, die Stadt nach innen zu verdichten statt neue Flächen am Rand zu versiegeln.
Doch der Schritt ist auch ein finanzielles Wagnis. Die Realisierung eines Millionenprojekts in Eigenregie stellt die ohnehin angespannte Stadtkasse vor eine große Herausforderung. Können die langfristigen städtebaulichen Vorteile die kurzfristigen finanziellen Risiken aufwiegen?
Teil eines größeren Trends
Klagenfurts Vorstoß ist kein Einzelfall. Immer mehr Kommunen nehmen ihre Wohnungspolitik wieder selbst in die Hand, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Bodenspekulation entgegenzuwirken. Für Klagenfurt bietet sich die Chance, den „Green Canyon“ als Vorzeigeprojekt für ökologische und soziale Nachhaltigkeit umzusetzen.
Die nächsten Wochen sind entscheidend. Sie zeigen, ob die Verhandlungen mit den privaten Partnern doch noch zu einem Ergebnis führen oder ob „Plan B“ aktiviert wird. Unabhängig vom Ausgang hat die Ankündigung bereits eine Debatte über die Zukunft des kommunalen Wohnungsbaus in Klagenfurt angestoßen.
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